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15Feb/1327

Verbundenheit stärken

Nach den vielen Lesungen, Vorträgen und Diskussionen der letzte 8 Monate und der seit über 3 Jahren ungebrochen regen Anteilnahme an diesem Blog möchte ich mich heute wieder einmal ganz besonders bei allen Leserinnen und Lesern bedanken.

Gerade bei meinem letzten Vortrag in Oberösterreich durfte ich wieder ganz außergewöhnliche Menschen kennen lernen. Menschen, die sich teilweise seit vielen Jahren in ihren unterschiedlichen Wirkungsbereichen für einen nachhaltigen Lebensstil, die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien und Bewusstseinsbildung im Sinne einer lebenswerten Gegenwart und Zukunft einsetzen.

Doch nach dieser Lesung und Diskussion in einer kleinen Sonnenenergie- und Photovoltaikfirma in Oberösterreich war ich nicht nur von den Aktivitäten der ZuhörerInnen begeistert, sondern ganz besonders von dem Gefühl der Zusammengehörigkeit, das sich auch bei mir sofort einstellte, obwohl ich keinen der Anwesenden je zuvor gesehen hatte.

Natürlich interessieren sich  für so speziellen Themen wie „Plastikmüllvermeidung“ meistens hauptsächlich einschlägig vorbelastete Menschen, doch ich vermeide es tunlichst, darüber zu lamentieren, dass „alle, die es nötiger hätten, eh nicht hier sind...“

Ich halte es für extrem wichtig, Menschen, die sich etwas außerhalb des Mainstreams auf die Suche nach einem – nennen wir es mal ganz allgemein - „sinnvollen Lebensstil“ begeben haben, zu vernetzen und zu bestärken. Und es hat sich in den letzten 3 Jahren als unglaublich befriedigend und erfüllend erwiesen, Kontakte mit ähnlich Gesinnten zu pflegen, Erfahrungen auszutauschen und sich immer wieder neue Impulse und Anregungen zu holen.

Es ist nicht zuletzt dieses gute Gefühl, des Zusammenhalts, der Zugehörigkeit zu einer noch etwas kleineren, aber doch beständig (und hoffentlich bis zur „richtigen“ Größe) wachsenden Gruppe, das mich nach über 3 Jahren noch immer motiviert, über das Thema, das mehr oder weniger zufällig „meines“ geworden ist, zu reden und zu schreiben.

Und es ist dieses gute Gefühl, das mir in den letzten Jahren geholfen hat, auch weit darüber hinaus Motivation und Engagement zu entwickeln.

In diesem Sinne hoffe ich noch auf einen langen und ausdauernden Austausch mit Euch und darauf, dass wir laufend mehr werden!!

Danke!

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Kommentare (27) Trackbacks (0)
  1. Halli hallo,

    vor einiger Zeit war ich auf einer Tupperparty eingeladen und irgendwie fühlte ich mich nicht wohl. Nachdem die Tuppertante uns bestimmt 20 nutzlose Dinge vorgeführt hatte sagte ich nur laut: “Kennt einer den Film Plastik Planet? Ich glaub ich brauch mehr Glas”. Das Einzige was ich an diesem Tupperabend kaufte war ein Salz und Pfefferstreuer fürs nächste Festival (Glas ist nicht erlaubt).

    Das große Problem der Plastikvermeidung besteht aber vorwiegend im Supermarkt. Allein heute wollte ich Salat kaufen und es gab nicht eine Salatsorte, die nicht in Plastik verpackt war. Das ist wirklich frustrierend.
    ich werde jetzt Salat selber ziehen…..aber ich habe manchmal das Gefühl ich weiß nicht wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Es ist schier ein endloses Projekt.

    lg

    [Reply]

    sandra Krautwaschl Reply:

    Ich kenne dieses echt frustrierende “Supermarktfeeling” nur allzu gut. Mittlerweile weiß ich aber zum Glück ziemlich genau wo ich was bekomme und suche nach gewissen Sachen erst gar nicht mehr im Supermarkt. Am besten funktioniert es, wenn man sich möglichst viele alternative Einkaufsquellen im eigenen Umfeld erschließt. Ich finde es ganz wichtig, den Supermärkten – soweit das halt irgendwie möglich ist – wieder die “Versorgungshoheit” vor allem für unsere Lebensmittel zu entziehen und andere, kleinere Vertreiber zu stärken.

    Viel Glück und auch Gelassenheit für die weiteren Bemühungen!

    LG Sandra

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Genau, es gibt doch oftmals auch Wochenmärkte, auf denen man gut einkaufen kann – man kann nämlich problemlos seine Dosen oder Papiertüten mitbringen und sich die Lebensmittel darin einpacken.
    Bei größeren Wochenmärkten hat man auch mehrere Obst- und Gemüseanbieter, so daß man dort viel mehr Auswahl und teils unterschiedliche Preise hat als in nur einem Supermarkt.
    Nicht zu vergessen: sehr häufig kauft man auf dem Wochenmarkt günstiger auf dem Wochenmarkt ein und hat zusätzlich noch frischere Ware als im Supermarkt.

    Wenn sich das dann nicht lohnt!!

    [Reply]

  2. Liebe Sandra,

    was hältst du von Roland Düringer´s Projekt? Auf http://www.gueltigestimme.at kann man sehr schön verfolgen, wie er nacheinander alle Annehmlichkeiten des Fortschritts weglässt und sich immer mehr auf die 70er Jahre zurückbegibt in denen es ja noch keine Handys, Supermärkte, Internet usw gegeben hat.

    Stichwort “außerhalb des Mainstreams” auf der Suche nach einem sinnvollen Lebensstil. Und es kommen auch Gastredner zu Wort, wie z.B. http://www.wastecooking.com, die total eindrucksvoll von ihren Müllcontainer-Durchsuchungen hinter Supermärkten erzählen.

    Außerdem möchte ich noch festhalten, wie glücklich und erleichtert ich bin, dass mich die derzeitige Debatte über den “Pferdefleischskandal” völlig kalt lässt, weil ich ja nur mehr Fleisch und Wurst beim Fleischhauer um die Ecke einkaufe und nur mehr selbst zubereite. Hoffentlich beginnen jetzt immer mehr Menschen über die fürchterlichen Zustände der Nahrungsindustrie nachzudenken und es beginnt endlich die Zeit des Umbruchs und Umdenkens. Weg von der Massenproduktion – hin zu regionalen und saisonalen Produkten – gekauft in den immerhin noch vereinzelt vorkommenden kleinen Geschäften und Nahversorgern!

    Liebe Grüße Sibylle

    [Reply]

    sandra Krautwaschl Reply:

    Liebe Sibylle!

    Hab schon viel davon gehört, mich aber noch nicht näher damit beschäftigt. Klingt jedenfalls gut und ich werde Deinen Hinweise jetzt mal als Anlass nehmen, da reinzuschauen!

    Was den “Pferdefleischskandal” betrifft, kann ich Dir nur Recht geben. Der wirkliche Skandal ist, was wir uns heute alles als “Lebensmittel” verkaufen lassen. Wir sind da zum Glück zumindest was Fleisch betrifft auch auf der sicheren Seite, weil wir zu Hause normalerweise gar kein Fleisch essen (Peter und Marlene sind Vegetarier und wir anderen 3 zumindest fast..).

    Lg Sandra

    [Reply]

  3. Ich hab jetzt den Blog, den du gepostet hast, nicht gelesen. Ich glaube mich, als Kind der 70er, aber daran zu erinnern, dass ich mit Plastiktüten, neonfarbigen Schmetterlingshaarspangen, Yps-Gimmicks aus Plastik, PopRocks Brausebonbons, Quench Instant Getränkepulver, Nylonjacken, Treetoop Sirup, Bazooka Kaugummi, Respond grüner Apfel Shampoo und ähnlichem junk aufgewachsen bin. Mag sein, dass das daran liegt, dass ich in Heidelberg wohnte und alles, was die Amis damals in der PX verkauften, von den Eltern der besten Freundin mitgebracht bekam. Aber “grün” war damals gar nix!

    [Reply]

    Sibylle Reply:

    Ja, das stimmt sicher. Damals hats angefangen. Wir sind die Plastik-Generation und haben es voll abgekriegt!
    Am Anfang war es vielleicht auch noch nicht absichtlich “böse”, genauso wie die Fertigprodukte die jetzt an den Pranger kommen. Bestimmt haben die Erfinder von Fast Food gute Absichten gehabt und wollten uns nicht nur damit abzocken.
    Ach es ist so traurig, was passiert jetzt mit den Tausenden Tonnen Fertigprodukten, kommen die alle in den Müll? Nur weils draufgekommen sind dass Pferd drin ist, bisher hats ja auch allen geschmeckt, wird das jetzt alles weggeschmissen???
    Man fragt sich wirklich, in welcher Welt wir eigentlich leben, oder?

    Liebe Grüße,
    Sibylle

    [Reply]

    Morgan Reply:

    Tatsächlich empfiehlt einer unserer Politiker, die Pferde-Gerichte an Arme zu verteilen…. Ganz “tolle Idee”, wenn man bedenkt, dass da auch Pferde drin verarbeitet wurden, die mit leistungsfördernden Mitteln und Medikamenten behandelt wurden und deren Fleisch deshalb nie in den Handel hätte kommen dürfen! Die Armen dürfen jetzt unseren Dreck fressen und wir können uns noch gut dabei fühlen – wie zynisch ist das denn!

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Ja, ich finde den Vorschlag, es an die Armen zu verteilen, sehr zynisch!

    Aber man könnte es ja mit entsprechendem Aufkleber zur kostenlosen Mitnahme anbieten – wer will, kann sich bedienen.
    Andere kaufen ja auch ganz bewußt Pferdefleisch – warum also nicht auch das?

    Denn das Doping- und entzündungshemmende Mittel Phenylbutazon soll ja in keiner Probe nachgewiesen worden sein.
    Auf andere Medikamente soll wohl nicht untersucht worden sein (oder deren Ergebnisse wurden nur nicht veröffentlicht?).

  4. Damit euer Buch möglichst ganz viele lesen, habe ich nun als Bookcrossing-Buch auf die Reise geschickt und wünsche mir, dass es ganz viele Leser findet, die nach dem nachdenken auch handeln. Ich versuche es jeden Tag ein bisschen mehr … http://amberlight-label.blogspot.de/2013/02/bookcrossing-buch-plastik-freie-zone.html

    [Reply]

    sandra Krautwaschl Reply:

    Super Idee!! Vielen Dank für die “Bewerbung” und die tolle Anregung!
    LG Sandra

    [Reply]

  5. Hallo!

    Kennt ihr das schon? Sonnenmilch ohne Plastik!

    http://www.relags.de/index.php?show=shop&wg=06.11.01.00&artl=1&artikel=555301#555301

    Versuche gerade Plastik-freier zu leben, gar nicht so einfach, wenn man nicht so viel Geld hat um die Plastiksachen zu ersetzen. Aber langsam aber sicher ;)
    Lese gerade dein Buch und bin begeistert!

    [Reply]

  6. http://www.foodsharing.de

    In Deutschland gibt es seit dem 12.12.12 mit http://www.foodsharing.de eine Webseite, auf der man seine überflüssigen Lebensmittel anderen Leuten in der Gegend zum kostenlosen Abholen bzw. zur Übergabe an einem Treffpunkt anbieten kann.

    Das wäre doch auch etwas für Österreich!
    Derzeit gibt es ein Angebot aus Salzburg, was dann unter Bayern subsumiert wird. ;-)

    Auch aus Basel gab es mal ein Angbot..

    [Reply]

  7. Liebe Sandra,
    ich lese mich schon eine Stunde lang begeistert durch deine Seite. Bin begeistert. Habe in letzter Zeit das Gefühl, dass wir und unser ganzer Planet noch in Plastik ersticken werden. Umdenken ist mehr als überfällig.
    ich finds toll was ihr tut, obwohl ich mir das so radikal für meine Familie nicht vorstellen kann.

    leider ist man ja mittlerweile vom Plastik umzingelt . Mir gehen besonders die Plastikflaschen auf den Keks . (Meiner Kinder nahmen , die kleinen (von meinem Mann,der für den Getränkeeinkauf zuständig ist gekauften)Flaschen täglich mit zur Schule) 1. sind sie nicht gesund 2 . Irrsinn für die Umwelt und 3. lagen die blöden Dinger überall rum (im Flur, in der küche, im Kinderzimmer, auch wurden sie in Sporttaschen u ähnlichem vergessen…) Leider hatte ich mit meien neuen Edelstahltrinkflaschen bei den
    Kids keinen Erfolg. Aber der kam im Winter mit Thermosflaschen und Ingerwertee mit Apfelsaft – auf den meine beiden jüngeren Kinder nun jeden Morgen bestehen. Meine Große findet Thermosflaschen zu unstylisch aber immerhin befüllt sie sich nun eine (Plastik)- wasserflasche immerwieder neu mit Wasser.
    Positiver Nebeneffekt: weil die Flaschen ständig in Benutzung sind, können sie nirgenwo rumliegen, oder in Sportbeuteln vor sich hingammeln…… Ich denke, das ist ein Teilerfolg.

    Viele liebe Grüße K.

    PS; Braucht ihr noch Stofftaschen?

    [Reply]

    Sandra Reply:

    Liebe Katrin!

    Du sagst es, man muss einfach mit kleinen Schritten beginnen!
    Was die Stofftaschen anbelangt: Meine Aktion ist schon lange vorbei (ich plane im Herbst nur eine Stempelsammelaktion damit), aber Morgan sammelt noch!

    LG Sandra

    [Reply]

  8. Ich schon =)

    http://www.keinheimfuerplastik.at/category/eure-projekte/

    Wenn du da runterscrollst bis zum 22. Mai 2012 liest du über mein Projekt.

    [Reply]

  9. Ich war bei deinem Vortrag in Oberösterreich und war ganz begeistert. Ich hatte den Film “Plastic Planat” 5 mal gesehen, damit ich mir einige Fakten besser merken konnte und erhoffte mir von dir einige praktische Anregungen, um im Leben noch besser ohne Plastik zu leben. Wie gesagt, ich bin begeistert von deinem Vortrag, von deinem Buch und von deinem Blog.

    Ich bin Waldorfkindergärtnerin und daher ja im Kindergarten seit eh und je plastikfrei, trotzallem ist es unheimlich schwer, Eltern zu überzeugen, das Kinderzimmer plastikfrei zu gestalten.

    Meine Tochter, die gerne Hebamme werden möchte, hat mich gerade auf einen Film hingewiesen, der in diesem Zusammenhang sehr interessant sein könnte.

    Der Film “Tabu Intersexualitaet – Menschen zwischen den Geschlechtern”, von arte gesendet, http://www.youtube.com/watch?v=rNg8NhVwb5s auf youtube, zeigt den Zusammenhang zwischen Umweltschäden durch Plastik und der Entwicklung von kleinen Jungen. Hypospadie kommt in letzter Zeit doppelt so oft vor.

    Viele liebe Grüße

    [Reply]

  10. Was “das Kinderzimmer plastkfrei gestalten” angeht: ich bin sehr gegen wie auch immer geartete Indoktrination von Kindern. Ich habe drei erachsene Mädchen, die alle mehr oder weniger selbstverständlich mit Plastik und Supermarkt-nahrung aufgewachsen sind. Zwei von denen interessieren sich inzwischen sehr für gesunde Ernährung; Königstochter Jüngste hat mir vor einem Jahr sogar mein Shampoo “verboten”, weil es eine Art flüssigen Kunststoff enthielt, der zwar die Haare schön glatt macht, aber eben Plastik ist! Der Jüngste würde nie seine Thomas-Eisenbahn oder seine Lego-Steine (die noch zum größten teil von mir “geerbt” sind) weggeben. Aber er sieht an manch Plastikspielzeug schon die Auswirkungen “geplanter Obsoleszenz” und regt sich darüber auf. Wir versuchen allgemein, den Konsum zu beschränken und fragen nicht so sehr, ob es Kunststoff ist oder nicht. Hie und da ist Kunststoff sinnvoll – es kommt darauf an, ob wir billig kaufen, weil wir immer wieder neues wollen, oder ob wir Dinge anschaffen, die wir brauchen und die viele Jahre zu nutzen wir dann auch bereit sind. Man kann auch mit Naturmaterialien verschwenderisch umgehen. Undich versuche den Kindern beizubringen, nicht zu verschwenden.

    [Reply]

    Maria Ahnen Reply:

    Hallo zusammen,

    zwar hatte ich bisher noch keine Gelegenheit den Film Plastic Planet zu schauen, habe aber das Buch zum Film gelesen und vor kurzem auch das Buch Plastikfreie Zone von Sandra. Zum Thema Kinderzimmer: Ich bin 34 Jahre alt und habe einen 9 Monate alten Sohn. Zur Zeit spielt er am liebsten mit Holzbauklötzen die er von mir “geerbt” hat. Außerdem bin ich stolz darauf, dass ich die gesamte Babyausstattung von Klamotten bis zum Kinderbett gebraucht und mit einem relativ geringen Plastikanteil (z. B. Kinderwagen, Autositz) gekauft habe. Ich denke dass es auf jeden Fall immer eine gute Sache ist gebrauchte Gegenstände zu kaufen und Dinge die man nicht mehr braucht weiterzugeben. Vom Typ her bin ich eh mehr der “Konsumverweigerer” und benutze Dinge die ich kaufe grundsätzlich sehr lange.

    Ein anderes Thema beschäftigt mich wieder mehr seit ich das Buch gelesen habe.
    Ich kaufe grundsätzlich Getränke nur in Glas-Mehrwegflaschen (werde dafür zwar immer wieder für verrückt erklärt weil Plastik doch angeblich so viel praktischer ist…) Zum Glück gibt es bei uns im Supermarkt noch ein reichliches Sortiment an Glasflaschen. Ein gutes Beispiel die eine bestimmte Apfelschorle, die mein Mann bevorzugt. Lange Zeit gab es diese nur in Glasflaschen. Vor ca. 2 Jahren ist dann die Plastik-Variante aufgetaucht. Neben einer großen Menge Plastikflaschen standen grade noch 5 Kisten mit Glasflaschen. Wir dachten zuerst, na das war’s dann wohl. Wir haben wie immer eine Kiste gekauft und uns drauf eingestellt auf ein anderes Produkt umzusteigen. Aber beim nächsten Einkauf waren wieder genau 5 Kisten da. So geht das jetzt seit Jahren, bin gespannt wie lange noch :-)
    Aber es zeigt dass anscheinend selbst unsere bescheidene Nachfrage von 1 Kiste pro Woche dazu beiträgt dass das Produkt im Sortiment bleibt.

    Dadurch komme ich jetzt ein bißchen in einen Zwiespalt: Was ist besser, etwas gar nicht zu kaufen oder den Verkauf von “guten” Produkten zu unterstützen? Wir haben z. B. einen großen Garten, in dem wir auch Gemüse anbauen. Das restliche Gemüse kaufen wir unverpackt und in Bio-Qualität auf dem Wochenmarkt. Wir könnten auch mehr Gemüse pflanzen und dann entsprechend weniger kaufen.
    Ein anderes Beispiel wäre Mineralwasser, das ich ebenfalls in Glasflaschen kaufe.
    Ich könnte auch darauf verzichten und Leitungswasser trinken. Es gibt sicher noch mehr Beispiele…
    Ich finde das ist gar nicht so einfach zu entscheiden was denn nun besser ist und es würde mich interessieren wie andere darüber denken.

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Ob etwas besser als etwas anderes ist, hängt von den Begleitumständen ab.

    Besser mehr Gemüse anbauen: Das wäre sinnvoll, wenn der Wochenmarkt weiter entfernt ist, so daß man mit dem Auto dorthin fährt und die Waren einkauft. Wenn man zu Fuß oder mit dem Rad hinfährt, kann man auch guten Gewissens auf dem Wochenmarkt einkaufen.

    Mineralwasser oder Leitungswasser:

    Mineralwasser ist teuer und meist von weiterher herantransportiert worden.
    Leitungswasser ist viel billiger, immer verfügbar und viel besser kontrolliert.
    Wenn es aber im Haus noch Bleileitungen gibt (heutzutage recht selten geworden), ist Mineralwasser die bessere Wahl, bis die Bleirohre ausgewechselt wurden.

    Hier auch noch ein Artikel zum Thema: Einkauf im Bio-Supermarkt klimaschädlicher als im Supermarkt
    http://www.faireinkaufenaberwie.blogspot.de/2013/08/einkauf-im-biosupermarkt.html

    [Reply]

  11. Ich wollte noch ergänzen: Wem das Thema Intersexualität nicht interessiert – der Beitrag über die Umweltverschmutzung startet nach ca. 40. Minuten in dem Film http://www.youtube.com/watch?v=rNg8NhVwb5s

    Liebe Grüße

    [Reply]

  12. Liebe Sandra Krautwaschl,
    nachdem ich Ihr Buch gelesen und den Film von Werner Boote gesehen habe, ist für mich klar, dass einiges geändert werden muss und auch ich bin der Meinung, dass man klein bei sich selbst anfangen muss und dass die Vernetzung per Blogs (u.a. Social Media) eine große Chance bietet, das zu tun, weil man so viele Tipps bekommt.

    Eines kommt mir ein wenig zu kurz … Sie haben es selber erwähnt (die Sache mit den Geschirrspülerreinigungstabs): der Inhalt ist oft ein noch größeres Problem als die Plastikverpackung. Da ist z.B. die von Ihnen erwähnte Firma L., die Shampooseifen anbietet. Wenn man sich aber die Inhaltsstoffe anguckt, kann ich nur sagen: nein danke! Erdölbasierte Pflegemittel (PEG) will ich nach Möglichkeit vermeiden.

    Man muss also ein wenig abwägen und man kommt nicht drum herum, in der Fülle der Möglichkeiten so lange zu suchen, bis man etwas Geeignetes, Akzeptables gefunden hat.

    Herzliche Grüße
    Franka

    [Reply]

  13. Liebe Sandra Krautwaschl,
    auch wir sind jetzt dabei, mit so wenig Plastik wie möglich vor allem im Alltag zu leben!
    Vor ein paar Jahren erschien ein längerer Artikel über Ihr Buch und Projekt in der Taz, das fanden wir sehr spannend.
    Ausschlaggebend war jedoch eine Reportage im Juli dieses Jahres bei uns im NDR, in der es um die gesundheitlichen Bedenken und messbaren Belastungen durch Weichmacher etc im Körper ging.
    Dies überzeugte dann auch meinen Mann den Plastikverpackungsmüll an erster Stelle zu vermeiden.
    Wir arbeiten so langsam unseren Haushalt durch, ersetzen Plastik durch Edelstahl, Glas oder Papier.
    Zum Glück findet man über das Internet viele Tips und Anregungen zu Alternativen. Unser Einkaufsverhalten hat sich seit dem sehr verändert. Wir kaufen viel regional, auf dem Markt, direkt beim Erzeuger. Im Supermarkt geht es häufig sehr schnell, da das Angebot an nicht plastikverpacktem übersichtlich ist.
    Leider bieten Bioläden häufig nicht mehr Auswahl an Alternativverpackungen, wie Papier, Karton, oder dem “organischen” Plastik aus Stärke. So habe ich z.B. noch kein Müsli und keinen Quark ohne Plastik gefunden. Auch die Naturkosmetik wird überwiegend in Plastik angeboten.
    Ich hoffe sehr, dass sich das Kaufverhalten der Konsumenten irgendwann auf die Produktion auswirkt.
    Es sind viele Menschen, die umdenken und etwas verändern wollen. Die weder den Müll noch die Gifte wollen.
    Mein Interesse ist es jedoch gezielter an die Produzenten heranzutreten, zurückzumelden was ich nicht mehr kaufe und warum.
    Gibt es hierzu einen “Interessenverband”, der sich hierzu organisiert hat diese Thema zu vertreten?
    Ich will nicht jede Verkäuferin missionieren, wenn ich Wurst oder Käse kaufe, ich möchte lieber den Firmen, die die Waren herstellen und abfüllen direkt Rückmeldung geben.
    Vielen Dank für Ihr Projekt und dass Sie dabei geblieben sind und es auch öffentlich tun!
    Ich werde Ihre Internetseite weiterhin besuchen.
    Herzliche Grüße
    Annette

    [Reply]

    sandra Krautwaschl Reply:

    Liebe Anette

    Vielen Dank für diese schöne Rückmeldung und Eure eigene Initiative!

    Ich persönlich bestelle immer ein “Biokisterl” bei einem Biobauern aus unserer Region und der füllt mir den (übrigens ausgezeichneten!!) Bauerntopfen (Quark) einfach immer in eine Glas mit Schraubverschluss. Für mich auch ein sehr schönes Beispiel, dass “kleine” Unternehmer eben noch viel erhe auf den sogenannten “Kundenwunsch” eingehen.

    LG und weiterhin alles Gute
    Sandra

    [Reply]

  14. Hallo,
    Ich finde es toll, dass es diese Seite gibt. Sie macht mir Mut. Vielen lieben Dank dafür :)
    Ihre Arbeit lohnt sich. Die Filme über die Krautwascherls haben mich ermutigt mein eigens “Plastikfrei” Experiment zu starten. Es ist erst vier Tage jung und noch sehr ausbaufähig. Unglaublich wieviel einem bewusst wird, wenn man plastikfrei einkaufen will!
    Liebe Grüße
    ….und…..bitte weiter machen :) )))

    [Reply]

  15. Avez-vous l’intention d’acheter une robe de mariage en ligne?

    [Reply]


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