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6Jul/1093

Tipps fuer den “plastikfreien Einkauf”

Auf vielfachen Wunsch hier nun eine Zusammenfassung von Einkaufstipps und alternativen Möglichkeiten, die aus unseren bisherigen Erfahrungen mit dem „plastikfreien“ Einkaufen entstanden ist. (Für eifrige LeserInnen dieses Blogs wird sie natürlich eher eine „Wiederholung darstellen.)

Vorab möchte ich noch bemerken, dass diese Liste natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellt und sich in manchen Bereichen speziell auf die Gegebenheiten unserer Region bezieht. Ich habe diese Passagen aber dennoch unverändert gelassen, da sie meiner Meinung nach beispielhaft zeigen, dass es Sinn macht, im jeweiligen Lebensumfeld nach individuellen Lösungen zu suchen.

Im Umkehrschluss heißt das natürlich auch, dass ich niemandem, der in einer Großstadt lebt, empfehlen würde zum Milchholen mit dem Auto aufs Land zu fahren! In diesem Fall ist die Milch aus dem Tetrapack sicher dennoch die bessere Lösung, wobei es allerdings umso wichtiger wäre, sich dort, wo man täglich einkauft, für Milch in Mehrwegflaschen einzusetzen oder vielleicht eine Initiative zur Einführung eines Milchautomaten zu starten.

Ganz „normal“ plastikfrei zu bekommen: z.B. bei diversen Supermärkten, Bäckereien, Fleischhauereien, Drogeriemärkten…

Viele dieser Produkte, sind prinzipiell nicht in Plastik verpackt, bei anderen hat man zumindest die Wahl und kann sich für Glas-, Metall-, oder Papierverpackungen entscheiden.

-       Brot und Gebäck

-       Käse und Butter

-       Fleisch und Wurst

-       Obst und Gemüse (Auswahl aber teilweise natürlich sehr begrenzt)

-       Mehl, Zucker, Haferflocken, Salz

-       Nudeln („Despar“ nur bei Spar und teilweise „Barillia“)

-       Reis und verschiedene Getreideprodukte (z.B. Polenta, Gries,..)

-       Semmelbrösel und Knödelbrot (vor allem in Bäckereien)

-       Tee und Kakao

-       Marmelade und Honig

-       Eier

-       Müsli ( Spar: Natur pur 3 Sorten im Zellstoffbeutel)

-       Ketchup (z.B. bei DM in der Glasflasche)

-       Senf und Majonaise ( in der Alutube überall, besser allerdings im Glas z.B. bei DM)

-       passierte Tomaten (in der Glasflasch z.B. bei Spar oder DM)

-       Essig und Öl

-       Mineralwasser und Säfte, sowie manche Softdrinks

Für den plastikfreien Einkauf von Käse, Wurst und Fleisch nehme ich entweder einen eigenen Behälter aus Metall oder Glas mit oder ich bitte die Verkäuferin oder den Verkäufer, mir die Ware (Käse und Wurst) nur in ein Papiersackerl zu verpacken. Das funktioniert sehr gut. manchmal löst es zwar ein wenig Verwunderung aus, aber es wurde mir noch nie verweigert.

Für Obst und Gemüse verwende ich vorzugsweise Stoffsackerl, die zwischendurch hin und wieder gewaschen werden. Die „Preispickerl“ von der Waage klebe ich auf den Stoff und entferne sie nach dem Einkauf wieder.

Etwas schwieriger:

  • Milch: Wir holen die Milch zurzeit bei einem Bauern ganz in unserer Nähe. Außerdem habe ich in verschiedenen Bioläden und auch im Bio-Supermarkt noch Milch in Glasflaschen gefunden.

In Graz gibt es auch noch mehrere Milchautomaten! Seit Neuestem übrigens auch beim Lagerhaus in Gratwein!

Ich gehe davon aus, dass es in vielen größeren Städten  Milchautomaten gibt.

  • Sauerrahm, Schlagobers, Joghurt: Gibt´s ebenfalls in Bioläden und teilweise auch mit Metallschraubverschlüssen. Viele dieser Produkte sind außerdem in Mehrweggläsern erhältlich, was ich besonders sinnvoll finde.
  • Topfen: Habe ich in mehreren Bioläden „offen“ gefunden. Er schmeckt viel besser als herkömmlicher „Packerltopfen“. Ich lasse ihn mir in ein kleines Rexglas füllen.

Auch  bei Bauern in der Umgebung bekommt man teilweise den selbst gemachten Topfen direkt. Wer Lust hat, kann ihn aus Rohmilch auch selber machen.

  • Müsli und Getreideprodukte: Offen im Bioladen in sehr guter Qualität (verschiedene Mischungen) und teilweise sogar günstiger als abgepackte Müslis. Seit kurzem gibt es auch ein Spar Natur pur Müsli mit Innenbeutel aus Zellulose.

Verschiedene Getreidesorten, aber auch Linsen, Bohnen, Reis...usw. gibt es ebenfalls offen in Bioläden oder aber auch (besonders sinnvoll!!) bei Bauern in der Umgebung.

  • Gewürze, Vanillezucker: Zum Beispiel bei „Brantner“ in Graz in der Gleisdorfergasse. (Auch hier nehme ich an, dass es in fast jeder größeren Stadt ähnliche Geschäfte oder Reformhäuser gibt, wo man Gewürze usw. offen kaufen kann.) Hier werden die Gewürze auch noch in großen Gläsern aufbewahrt und man kann sich alles in Papiersackerl oder mitgebrachte Behälter abfüllen lassen. Ich finde, es lohnt sich nach solchen und ähnlichen Geschäften zu suchen. Gewürze lassen sich ja gut auf Vorrat kaufen und somit kann man sich, wenn man ohnehin in der Nähe ist, gleich für einen längeren Zeitraum eindecken. Das ist für uns ziemlich wichtig, weil es ein Teil unseres Experiments ist, dass wir keine extra Wege (vor allem nicht mit dem Auto!!) fahren wollen. Die Firma „Sonnentor“ bietet seit kurzem angeblich auch Gewürze an die in Bioplastik und Papier verpackt sind. Habe ich persönlich aber noch nicht probiert.
  • Rosinen, Nüsse, Mandeln,Trockenobst: Auch hier bin ich in Bioläden, sowie bei der Fa. Brantner in der Gleisdorfergasse und teilweise auch auf Bauernmärkten fündig geworden. Allerdings sollte man sich immer einen Behälter oder Papiersackerl mitnehmen, da auf den Märkten leider fast immer nur Plastiksackerl verwendet werden.
  • Kaffee: Es gibt zwar z.B. bei Tchibo offenen Kaffee zu kaufen (und man kann ihn sich sogar in Papiersäcke verpacken lassen, aber nicht in der von mir bevorzugten Bio-und Fairtrade Qualität. Allerdings hatte ich letzte Woche (als ich diesbezüglich wieder mal in einer Tchibofiliale vorsprach) das Glück, dass gerade ein so genannter „Raritätenkaffee“ offen erhältlich war. Dabei handelt es sich lt. Auskunft der Verkäuferin um spezielle Kaffeesorten in Bioqualität aus kleinen Anbaugebieten, wo auf  Natur schonenden Anbau geachtet wird. Die verwendeten Papierverpackungen kann man übrigens ohne weiteres mehrmals wieder verwenden!
  • Taschentücher: „Soft und Sicher“ von DM aus Recyclingpapier und ohne Plastiklasche
  • Klopapier: dafür verwenden wir Papierhandtücher aus Recyclingpapier (Metro) in einer Kartongroßpackung. Zusätzlicher Einsparungseffekt, da die Kinder das Papier nicht in großen mengen abrollen, sondern einzeln (und einmal auseinander gerissen verwenden). Mit der Großpackung ( 25 €) kommen wir nun schon ein halbes Jahr aus und ich schätze, es wird noch mindestens 1 Monat reichen.
  • Shampoon, Duschgel, Zahnpasta,...: Shampoon und Zahnpasta gibt es von Weleda in der Metalltube (allerdings aus Alu und mit dem Nachteil, dass rundherum noch ein Karton ist).  Zahnputzsalz gibt es teilweise in Apotheken oder im Versand (z.b.Panda) und man kann Zahnpasta auch selber machen (zahlreiche Rezepte im Internet). Bei der Firma „Lush“ (Seiersberg) gibt es auch Haarshampoonseifen in fester Form, die überhaupt nicht verpackt werden müssen. Eine weitere Alternative ist „Wascherde“ (Lavaerde) z.b. von der Firma Tautropfen oder Logona, die in Karton verpackt ist und mit Wasser angerührt wird. Statt Duschgel ebenfalls Wascherde oder normale Seifen!
  • Putz und Waschmittel: Für Bad und WC in erster Linie Zitronensäure (in Pulverform) oder Essig. Zitronensäure eignet sich auch perfekt als WC-Reiniger (z.B. DM oder Schlecker). Als Handspülmittel verwende ich ein Mittel der Firma Sonett (Bioläden) aus dem Großkanister abgefüllt und dann in einen Seifenspender umgefüllt. Damit lässt es sich äußerst sparsam dosieren und es fallen keine Plastikflaschen mehr an. Außerdem sind diese Alternativen sehr kostengünstig!!

Da mir über in letzter Zeit auch sehr oft „Effektive Mikroorganismen“ empfohlen wurden, habe ich mir eine (Plastik-)Flasche davon zum Probieren besorgt. Erste Putzergebnisse waren sehr positiv. Im Internet gibt es aber zahlreiche Informationen dazu! Eignen sich anscheinend auch für unversiegelte Holzböden.

Statt der üblichen Schwammtücher (Wettex usw.) verwende ich übrigens jetzt alte Waschlappen oder zurechtgeschnittene alte Frotteleintücher. Das funktioniert prächtig, ist sehr hygienisch (da man sie alle paar Tage mit der Wäsche mitwaschen kann und sie nicht zu stinken beginnen) und Kosten sparend.

Für Putz- und Waschmittel jeglicher Art findet man im Internet auch jede Menge Rezepte und Anleitungen zum Selbermachen.

  • Wäschewaschen: Als Weichspüler bzw. Wasserenthärter verwende ich schon seit Jahren Essig, was einwandfrei funktioniert, günstig ist und auch der Waschmaschine bisher absolut nicht geschadet hat.

Plastikfreie und umweltschonende Waschmittel, die ich ausprobiert habe, sind unter anderem Waschnüsse, Seifenflocken und Ökowaschmittel der Fa. Ecovert, Sonett und Almawin, wobei es von Sonett auch ein aus dem Großkanister nachfüllbares Flüssigwaschmittel gibt (im Bioladen bzw. Biosupermarkt .)

  • Kosmetik: Eine einzige Firma, deren Produkte ich guten Gewissens empfehlen kann: „Grüne Erde“ (eine österreichische Firma, findet man aber auch im Internet)

Die Kosmetikartikel sind frei von synthetischen Konservierungsmitteln, Silikonen, Tensiden Duftstoffen und Mineralölen, zu mind.95% aus kontrolliertem biologischen Anbau und ohne Tierversuche hergestellt. Außerdem sind die Inhaltsstoffe (auch in Deutsch!) vollständig aufgelistet. Sehr viele Produkte sind in Glas oder Papier verpackt und die so genannte dekorative Kosmetik (Lidschatten, Lippenstift...usw) gibt es in wunderschönen und vor allem nachfüllbaren Holzverpackungen. Funktioniert auch sehr gut per Internetbestellung!

Zum Abschminken eignen sich übrigens auch die oben bereits erwähnten Baumwollfrotteleintücher in kleine Stücke geschnitten sehr gut!

  • Einfrieren und Aufbewahren von Lebensmitteln: mit Rexgläsern, Schraubverschlussgläsern, in Papiersäcken (z.B. Brot und Gebäck) oder notfalls (bei größeren Teilen) in Bioplastiksackerln.

Als Jausenboxen verwenden wir Edelstahldosen aus der Campingbedarfsabteilung und für Getränke Edelstahlflaschen. Die Boxen eignen sich natürlich auch sehr gut für die Aufbewahrung von Lebensmitteln im Kühlschrank.

  • Pflanzen und Blumen: Eine Neuigkeit, die ich gerade erst entdeckt habe: Die Firma „Plantobio“ vertreibt Blumentöpfe und alle möglichen Artikel für den Garten, die aus Holzfaser hergestellt werden und über einen längeren Zeitraum sogar verrottbar sind.
  • Kleidung und Schuhe: Abgesehen von der Kunststoffvermeidung sollte speziell auf Herkunftsländer (lange Transportwege, Arbeitsbedingungen,…usw.) geachtet werden. Bei Baumwollkleidung empfiehlt es sich auch, auf biologischen Anbau zu achten.

Eine sehr gute Alternative zu Baumwolle (auch im Bereich der Funktionskleidung) stellt auch Kleidung aus Bambus dar (siehe Alternativprodukte!). Grundsätzlich gilt hier das Motto: Lieber weniger und dafür hochwertiger einkaufen! Gerade bei Kinderkleidung bieten sich natürlich auch Secondhandshops und Tauschmärkte an, was noch dazu den Vorteil hat, dass diese Kleidung natürlich nicht mehr so schadstoffbelastet ist.

Bei Schuhen gibt es bereits recht viele Firmen, die hauptsächlich Naturmaterialien und schadstoffarme Gerb- und Färbemethoden verwenden und noch dazu meist sehr Fuß freundliche Modelle anbieten, die auch modischen Ansprüchen durchaus gerecht werden.

Allgemeine Einkaufstipps:

Das Wichtigste zuerst: Einkaufsverhalten ganz allgemein überdenken! Vor jedem Einkauf noch einmal genau Überlegen, ob man das gewünschte Produkt in der angebotenen Qualität wirklich braucht und haben will! (Sehr wichtig bei den „Schnäppchenkäufen“!)

Bei Billigprodukten vor dem Kauf zumindest 1 Minute darüber nachdenken, wodurch der Preis so günstig ist (Qualität, Haltbarkeit, Produktionsbedingungen, Transportwege, Ausbeutung von Menschen, Tieren, Umwelt…). Das Selbe gilt allerdings auch für teure „Modemarken“ die gerade was Produktionsbedingungen und Transportwege betrifft, oft sehr fraglich sind.

  • Grundsätzlich alle Produkte, die im großen Stil beworben werden, besonders kritisch hinterfragen!
  • In den Geschäften gezielt  Mehrwegflaschen kaufen und danach fragen, wenn es keine gibt! Lobend erwähnen, wenn es sie gibt!
  • Unverpackte oder verpackungsarme Produkte bevorzugen. Eigene Behälter und Stoffsackerl oder Einkaufskörbe für den Transport mitnehmen. Am besten in jeder Handtasche und im Auto ein Stoffsackerl deponieren, damit man auch für überraschende Einkäufe immer gewappnet ist!
  • Gratisplastiksackerl ablehnen!!! Das kann wirklich JEDE/R machen, es kostet nichts und ist doch ein deutliches Zeichen und ein wichtiger Beitrag zur Müllvermeidung!!
  • Qualitativ hochwertige, langlebige Produkte bevorzugen, die notfalls auch repariert werden können!
  • Grundsätzlich immer unter dem Motto „Weniger ist mehr!“ einkaufen gehen!
  • Nach „alten“ Lösungen suchen: So bin ich z.B. darauf gekommen, Lebensmittel in Rexgläsern ein zufrieren.
  • Grundsätzlich weniger Putzmittel verwenden und wo notwendig auf größtmögliche Umweltverträglichkeit achten.
  • Gezielt nachfragen und sich umhören, welche Lebensmittel oder sonstige Verbrauchsgüter es in der unmittelbaren Umgebung zu kaufen gibt.
  • Wo immer möglich Naturmaterialien bevorzugen.
  • Sinnvolle Produkte in der eigenen Region ausfindig machen und wenn möglich „Einkaufsgemeinschaften“ organisieren. Das trägt gerade im ländlichen Bereich entscheidend dazu bei, unnötige Autofahrten zu vermeiden.

Und zum (vorläufigen) Abschluss noch ein Tipp zur Erhaltung der eigenen Motivation:

Am besten mit 1 oder 2 kleinen Umstellungen beginnen und sich langsam aber sicher in weiter Bereiche vorarbeiten! Denn mit Spaß und einem guten Gefühl funktioniert es erfahrungsgemäß viel besser (und nachhaltiger) als mit Stress und schlechtem Gewissen.

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Kommentare (93) Trackbacks (5)
  1. Erst einmal vielen Dank für die Mühe der Zusammenfassung, da sind auch für mich noch Tipps dabei :) Eine Anmerkung habe ich aber doch: Duftöl in den Wäschetrockner zu geben, ist eine gute Idee, wenn es (synthetisches) Parfümöl ist. Und eine ganz schlechte, wenn es sich um ätherisches Öl handelt! Ätherische Öle sind brennbar und entzündlich und im Trockner entsteht aus dem verdampften ätherischen Öl zusammen mit Luft (Sauerstoff) eine geradezu explosive Mischung. Wem dabei noch nicht der Trockner abgefackelt ist, der hat schlicht Glück gehabt.

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Ich bin dazu übergegangen, nur noch Waschpulver bzw. Flüssigwaschmittel ohne Duftstoff zu benutzen und die Wäsche auch nicht selber noch zu beduften.

    Denn gerade Duftstoffe, vor allem die künstlichen, sind nur sehr schwer aus dem Abwasser zu entfernen.
    Warum dann also erst hineingeben?
    Und der Duft ist auch nicht von langer Dauer.

    Warum nicht ganz ohne Duftstoffe waschen? Dann riecht die Wäsche eben nach nichts. Ist das so schlimm? Hauptsache, sie ist sauber und stinkt nicht mehr.

    Und Wäschetrockner? Ich trockne meine Wäsche immer auf dem Trockengestell, in der Wohnung. Gut, meine Wohnung ist nicht fassadengedämmt (nur neue Fenster und Dach- und Kellerdeckenisolierung, aber das reicht ja völlig, wenn man die Wohnung dann nicht auf T-Shirt-Temperatur aufheizt, sondern sich mit Pullover-Temperatur begnügt), so daß ich auch ruhig 60% relative Luftfeuchte im Raum haben kann, ohne Schimmel befürchten zu müssen.

    Aber es ist was schönes, so eine hohe Luftfeuchte im Raum. Warum bekommt man denn im Winter eine Erkältung? Wegen der trockenen Heizungsluft in den Wohnräumen. Dies trocknet die Schleimhäute in den Atemwegen aus und macht sie dadurch empfänglicher für virale Infekte. Dieses Problem läßt sich gut durch Wäschetrocknen in der Wohnung oder durch viele Topfpflanzen beseitigen. Besser als jeder Luftbefeuchter, der Strom verbraucht und Pilzsporen durch die Gegend pustet.

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Ergänzung: Gleiches gilt auch für Handspülmittel. Warum muß das duften? Geschirr und Besteck sollen doch nur sauber werden. Oder soll es wirklich nach Weihnachten etc duften?

    Von den Ökoanbietern gibt es ja zum Glück teilweise auch Varianten ohne Beduftung, für die Allergiker. Aber das kann ja auch jeder andere, der keine Beduftung will, benutzen.

    Wenn es im Raum duften soll, kann man sich ja entsprechende Pflanzen in den Raum stellen.

    Auch Farbstoff sind nur schwer wieder aus dem Wasser heraus zu bekommen.
    In Deutschland ist, wenn ich mich richtig an einen Test erinnere, vor allem gelb und grün beliebt, andere Nationen lieben andere Farben. Nur farblos war bei allen durchgefallen.

    Dabei geht es doch bei Reinigungsmitteln nur um die Wasch- und Reinigungswirkung; Farbe und Duft haben darauf keinerlei Einfluß!

    [Reply]

    Fussel Reply:

    Wäsche duftet wunderbar, wenn man sie draußen an der frischen Luft trocknet. Balkon reicht dafür, es muß nicht die Wäscheleine im Garten sein. Nicht alle haben diese Möglichkeit, aber wer sie hat, unbedingt nutzen!
    Ich mache das schon sehr lange so, weil ich Weichspüler und ähnliches duftstofflastiges Zeugs schlecht vertrage. Und frische Luft ist zu allem Überfluß auch noch deutlich billiger als der Duftkram :-)

    [Reply]

  2. Nun, ich oute mich hier mal als absoluten Duft-Junkie.
    Aber ich nehme fast nur noch ätherische Öle, Räucherungen aus Pflanzen und Kräutern und duftende Kräuter wie Steinklee oder Echtes Labkraut, Lavendel oder Duftrosen, um Wäsche, Möbeln und Raumluft einen schönen Duft zu geben.
    Allerdings gehe ich damit auch nicht inflationär um – ich wohne ja nicht alleine und während ich Lavendel sehr mag, hat mein Mann es gar nicht damit.

    Grundsätzlich sind Farb- und Duftstoffe, besonders wenn sie synthetisch sind, sehr kritisch zu betrachten, da schließe ich mich Mechthild voll und ganz an.

    [Reply]

  3. Hallo!
    Wir machen dasselbe mit meinem Ehemann (komplett ohne verpackung leben nicht nur ohne Plastik…) und wohnen in Wien. Ich konnte leider diese nachfüllbare Sonett Produkten nicht finden. Ich finde zwar SONETT Produkten aber in Plastik Flaschen (oder Kanister) verpackt und die kann man nicht nachfüllen. Gibt es einen besonderen Ort wo wir die nachfüllen konnten?
    Und was benutzst du für Geschirrspülmittel (zum Handwaschen)?
    Andere Tipp für euch: LUSH, man kann alle Verpackungen zurück bringen und sie haben sehr viele unverpackte Seife, Haarshampoo, sogar body lotion udn die Säckel sind kompostierbar.

    [Reply]

  4. Hi noch einmal, ich hab gerade die Tipps zur plastikfreien Küche und dem Milchkauf gelesen. Dazu ein kurzer Hinweis:
    Bei Interspar habe ich doch tatsächlich Milch in den braunen 1 l Glasflaschen (Pfand) gesehen, die ich noch aus meiner Kindheit im Waldviertel kenne. Leider ist es nicht die Bio-Milch, aber immerhin. Ich hab sie trotzdem einmal gekauft, einfach, um so eine braune Milchflasche zu bekommen, in die ich in Zukunft meine Bio-Milch (oder sonstwas Flüssiges) umfüllen kann. Auch wenn die Milch nicht Bio ist, finde ich die Pfandflaschen aus Glas toll – es ist ein Schritt auf dem richtigen Weg.
    Ich wohne erst kurze Zeit in Hirtenberg und kenne hier noch niemanden. Falls jemand einen Bauern in der Region weiß, vielleicht mit Hofladen, würde ich mich über eine Nachricht freuen – ich lese die Kommentare hier regelmäßig.

    [Reply]

  5. Hallo Sandra,
    Ich bin über deine Seite und euer Experiment auf den Film
    “Plastic Planet” aufmerksam geworden.
    Und dieser hat mir ordentlich die Augen geöffnet, ich bin wirklich
    sehr entsetzt gewesen über die vielen Giftstoffe die z.B. in Plastikbeuteln
    enthalten sind. Viel zu selbstverständlich ist es mittlerweile im Supermarkt eben
    eine Plastiktüte mitzunehmen statt einen Stoffbeutel.
    Erst gestern wurde ich als ich mir ein paar Äpfel gekauft habe an der Kasse noch
    Gefragt ob ich nicht einen Plastikbeutel fürs Obst haben möchte.
    So um jetzt aber nicht allzu sehr abzuschweifen komme ich endlich mal auf den Punkt
    ich finde es sehr bemerkenswert das es Menschen wie dich und deine Familie gibt
    die mit guten Beispiel voran gehen und anderen wie mir Mut machen einfach
    Nachhaltig und so Umweltschonend wie möglich zu leben.
    Tatsächlich hätte ich niemals gedacht das es mir soviel Spaß machrn könnte umweltbewusst
    Einzukaufen. Als ich z.B. vor ein paar Tagen zum ersten Mal in meinem leben in
    Einem Bioladen stand fand ich das einfach nur super interessant.
    Also Danke, das ihr mir die Augen geöffnet habt und das Gefühl etwas bewirken zu können
    anstatt nur zu meckern. ;)
    Lg Johannes

    [Reply]

    Sandra Reply:

    Lieber Johannes!

    Es ehrt mich natürlich sehr, dass es inzwischen schon umgekehrt laufen kann:
    Ich bin ja damals direkt durch “Plastic Planet” auf die Idee gekommen, das Experiment mit meiner Familie zu machen und habe danach begonnen, meine Tipps unter anderem auf diesem Blog zu sammeln.
    Ich wünsch Dir bei Deinen Bemühungen viel Glück und vor allem auch viel Spaß und natürlich auch bald einige neue “Mitstreiter”, lg Sandra

    [Reply]

  6. Hallo,

    ich hab auch einmal ne Frage oder mehrere ;) . Ich würde gerne auch Plastikfrei sein soweit es geht. Allerdings hab ich viel Tupperware, die seit Jahren in Gebrauch sind. Ist es nicht unsinnig all das wegzuwerfen, oder kann ich das nicht weiter benutzen? Ich spare mir dann doch den Müll und kann nach und nach wenn etwas kaputt geht ersetzen. Die nächste Frage wäre, wie macht ihr das mit den Schulbedarf? Ich gehe noch zu Uni und benutze ja Lineal und etc , dieses besteht auch aus Plastik. Ich habe auch ein Füller den ich durch ein Holzfüller ersetzen wollte, allerdings hemmte mich hierbei auch der Preis 220 Euro und wiederum die Plastikpatronen. Sonst gehe ich schon seit Jahren mit meinen Stoffsack einkaufen und versuche hier Plastik zu vermeiden, mein Wasser kommt auch in Glasflaschen und sogar meine Cola :) . Was ich sehr schwierig finde ist das einkaufen, ich habe ja kein Auto und den Markt kann ich nur einmal in der Woche besuchen:)….Was ich noch als Tipp beisteuern kann sind Waschnüsse! Die sparen Geld und die Wäsche wird auch sauber. Leider aber meistens in Plastik gehüllt aber 1 Kg hält locker 2 Jahre!

    Grüße
    Melanie

    [Reply]

    Painteddog Reply:

    Hallo Melanie,
    ich glaube ich kann dir ein bisschen weiter helfen;

    Tupperware: da hast du natürlich recht, wenn du meinst funktionsfähige Produkte einfach so zu entsorgen ist unsinnig, denn die dafür nötige Energie und die Rohstoffe sind damit eigentlich verschwendet worden.
    ABER: je länger Plastik verwendet wird, umso spröder wird es, und damit brechen immer mehr Kleinstpartikel ab und vermischen sich mit den darin gelagerten Lebensmitteln, also nicht wirklich ideal. Ich hatte auch (zum Glück nur ein paar weniger) Tupperwarestücke, in diesen lagere ich nun Werkzeug, Schrauben etc., für diesen Kleinkram braucht man ja auch irgend welche Gefäße.
    Alternativ kann ich dir folgende plastikfreie Produkte empfehlen:

    http://www.kleankanteen.com/products/klean-kanteen-food-canisters.php

    http://www.kivanta.de/Brotosen?gclid=CO3Tmb6Jn7wCFQhc3godxXMAUg

    http://www.lidl.de/de/Vorratsdosen/LUMINARC-Dosen-Set-3-tlg-KEEP-N-BOX?et_cid=9&et_lid=795670&et_sub=ladenzeile

    Der letzte Link ist nicht ganz plastikfrei, aber immerhin kommen die Lebensmitteln nicht direkt mit Kunststoff in Kontakt.

    Schulbedarf: Es gibt da eine sehr umweltfreundliche Möglichkeit. Schau mal unter: http://www.memo.de/?reference=INSMEC&adword=SMEC/memo.
    Die haben vieles aus Holz, Lineale z.B. auch aus Biokunststoff (wobei da Holz sicher ökologischer wäre). Bei Füllfedern kann man auch das System “Nachfüllen aus dem Tintenfass” (aus Glas) anwenden, vorausgesetzt du findest eine passende Füllfeder.

    Vielleicht war ja der eine oder andere Tipp für dich dabei,

    lg painteddog

    [Reply]

    sandra Krautwaschl Reply:

    Liebe Melanie!

    Was Tupperware anbelangt, geht es ja in erster Linie um die gesundheitlichen Aspekte, denn zur Müllvermeidung ist es natürlich auch bestens geeignet. Wir haben es damals ganz aus unserem Haushalt entfernt, weil ich unsere Lebensmittel nicht mehr in Plastik aufbewahren wollte. Weggeworfen haben wir die Sachen allerdings nicht. Sie lagern teilweise immer noch in unserem Stall und die neueren Stücke hab ich größtenteils verschenkt. Ersetzt hab ich sie hauptsächlich durch alte Einmachgläser (von meiner Schwiegermutter) und ein paar Keramik -, Holz – oder Metallbehälter.
    Grundsätzlich finde ich aber Deinen Vorschlag, die Dinge nach und nach zu ersetzen auch durchaus ok.
    Was die Schulartikel anbelangt, haben wir Kinderfüllfedern aus Holz (aber mit Plastikkappe) um ca 30 € und ich habe eine aus Metall um ca 40 €. Alle Füllfedern haben statt der normalen Patronen einen so genannten Konverter (Patronen, die man aus einem Tintenfass wiederbefüllen kann). Holzlineale sin auch recht günstig erhältlich. Ansonsten müssen wir natürlich in diesem Bereich auch manchmal Kompromisse eingehen, z.B. erst unlängst, als Leonard für den Unterricht unbedingt Filzstifte benötigte. Dabei achte ich dann aber zumindest darauf, dass si möglichst in Österreich produziert und von guer Qualität sind (teilweise gibt es auch schon nachfüllbare Stifte).
    Lg und viel erfolg bei der Plastikvermeidung
    Sandra

    [Reply]

  7. Liebe Familie Krautwaschl!

    Erst mal Hut ab vor eurer Vorreiterrolle in Sachen Müll/Plastikvermeidung und Nachhaltigkeit! Ich hab inzwischen viel über euch und euer Projekt bzw. eure Lebensweise gelesen und ihr wart der Anstoß, dass sich in unserem Haushalt seit Dezember 2013 auch so einiges verändert. Wir haben damit angefangen gewisse Dinge nicht mehr zu kaufen die wir eigentlich nicht brauchen oder mit wenig Aufwand selber machen können. Da ich derzeit in Karenz bin, funktioniert das mit dem Selbermachen ganz gut, weil ich Zeit und Lust habe Neues auszuprobieren. Die Umstellung auf BIO und Fairtrade bei Lebensmitteln und Kleidung muss aus finanziellen Gründen noch etwas warten.
    Eure Tipps waren bisher sehr nützlich bei der Suche nach sinnvollen und vor allem kostengünstigen Alternativen. Mit den (euren) Leitsätzen “Weniger ist mehr” und “Mut zur Unvollkommenheit” versuchen wir mit kleinen Veränderungen langsam aber sicher unsere Vorsätze zu verwirklichen.
    Ich bin gespannt, was sich bei uns in einem Jahr alles verändert hat…
    Liebe Grüße
    Bettina

    [Reply]

    Sandra Reply:

    Liebe Bettina!

    Das freut mich sehr! Und ich finde, es genau der richtige Ansatz mit kleinen aber beständigen Schritten zu beginnen. Bin schon gespannt, was Du in einem Jahr zu berichten hast.
    LG Sandra

    [Reply]

  8. Liebe Sandra!

    Es ist jetzt fast 3 Monate her seit wir uns entschlossen haben bewusster zu leben und Plastik Schritt für Schritt aus unserem Haushalt zu verbannen. Leider fällt das bei unserer Müllbilanz noch nicht so sehr ins Gewicht wie ich es mir erhofft hatte, aber das liegt wohl an unseren plastikverpackten Vorräten die wir ja auch aufbrauchen. Alles in allem läufts aber ganz gut: die meisten Kosmetikartikel (außer Zahnpasta und Rasierschaum)stell ich inzwischen (sehr viel verpackungsärmer und auch kostengünstiger-man glaubt es kaum) selber her, ebenso Waschpulver, Geschirrspülmittel und Essigreiniger. Die Fenster putz ich sowieso seit 3 Jahren ausschließlich mit Wasser. Müllsäcke spar ich mir dank deines Tipps mit dem Zeitungspapier mittlerweile auch.
    Was Lebensmittel betrifft, mach ich Nudeln (dank Nudelmaschine vom Christkind) und Joghurt selber. Ich hab mich (leider mit mäßigem Erfolg) auch schon im Brotbacken versucht, da muss ich allerdings noch üben bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.
    In puncto Obst und Gemüse schaffen wir’s den Sommer über quasi verpackungsfrei weil wir da alles was wir brauchen im eigenen Garten anbauen. Äpfel und Sauerkraut gibt’s den ganzen Winter über vom Bauern in der Nachbarschaft (ist zwar nicht BIO, aber dafür musste sich niemand ins Auto setzen, die Sachen hol ich zu Fuß oder mit dem Rad).
    Ach ja, DANKE für den link zu ichkaufnix. Das hat mich mit meinem Kleiderschrank ausgesöhnt. Da ich seit der Geburt meiner Tochter vor eineinhalb Jahren noch nicht in meine alte Form zurückgefunden habe, hab ich jetzt folgenden Plan: ich kauf mir solange nichts zum Anziehen bis ich wieder mein Wohlfühlgewicht habe, dann passe ich wieder in meine alten Lieblingssachen rein UND kann mir um das bis dahin gesparte Geld eine Fairtrade- Shoppingtour leisten. Das wär dann im Idealfall doppelt gut: für mich und die Umwelt. (Hoffentlich klappts!)
    Unsere Tupperware wird nach und nach zu Behältern für NICHT-Essbares. Schon komisch dass ich die Sachen bisher ausschließlich in der Küche verwendet habe, ich wär vorher nie auf die Idee gekommen etwas anderes als Essen hineinzutun. Naja, besser spät, als nie!
    Tja, soweit unsere Zwischenbilanz, es gibt noch viel zu tun, aber es ist immerhin ein Anfang!
    Ach ja, eine Frage hätte ich noch:
    Was nimmst du beim Abwasch statt den Putzschwämmen? Die Topfreiniger aus Alu sind ja keine echte Alternative (in Plastik verpackt und nicht für jedes Geschirr geeignet) Oder weichst du alles ein was man sonst schrubben müsste?

    Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg bei der Plastikvermeidung

    Bettina

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Hallo Bettina,

    ich bin zwar nicht Sandra, aber ich kann Dir sagen, wie ich es mit dem Abwasch halte:
    Es gibt doch Handtücher, Geschirrtücher oder alte Leinenbettlaken etc., die nach langem Gebrauch verschlissen sind. Die kann man klein schneiden, mit der Nähmaschine umsäumen und hat dann noch gut nutzbare Spültücher, die auch noch kochbar sind.
    Und um den Abwasch zu erleichtern, kann man das Geschirr auch vorher noch einweichen, ja.

    Viele Grüße

    Mechthild

    [Reply]

    Bettina Reply:

    Danke für den Tipp! Ich hab sowieso noch ein paar alte geerbte Handtücher die farblich nicht unbedingt in unser Badezimmer passen und deswegen im Schrank liegen. Die Näharbeit wird was für den nächsten Regentag.

    Liebe Grüße Bettina

    [Reply]

  9. Liebe Sandra,

    bin durch Zufall in einer Zeitschrift auf dein neues Leben aufmerksam geworden. Es hat mich wachgerüttelt wie gedankenlos ich bisher zum Thema Plastik war. Seither versuche ich mal mehr mal weniger erfolgreich plastikfrei einzukaufen, auch in bezug auf Kosmetik habe ich mich umorientiert weniger ist mehr.
    Mein Kleiderschrank ist voll und ich kaufe mir nichts mehr. Die bestehenden T-dosen werden weiterverwendet .
    Bei Neukäufen werde ich auf plastikfreie und umweltfreundliche Produkte ausweichen.
    Habe mir gerade heute eine Emaille Milchkanne gekauft die kommt jetzt zum einsatz beim Bauern um die Ecke und Joghurt selbermachen ist das nächste Projekt.
    Danke für die vielen anregungen von allen.
    Grüße aus Bayern

    Martha

    [Reply]

  10. Es gibt ein supertolles Projekt unter http://www.startnext.de/original-unverpackt ein Laden völlig ohne Verpackungen. Ich gehöre nicht zu dem Team, aber ich finde, dass es auf jeden Fall jeder wissen sollte, dass es ein so tolles projekt gibt. Helft mit, damit es bald viele dieser Läden in Deutschland gibt!!
    LG, Tessi

    [Reply]

  11. Echt ein zeitloser Beitrag! Btw. tolle Seite…

    Wir (ein kleines StartUp) kämpfen für ein Plastiktütenverbot und wollen die Menschen wachrütteln. Als Plastiktütenmonster waren wir vor kurzem in Berlin unterwegs: http://bagmonster.de/ist-ein-plastiktuetenmonster . Außerdem bieten wir produkte, die den Einkauf Einwegtütenfrei gestalten: http://repetbags.de/reblog/taschen-recycelten-materialien-obst-gemueseeinkauf … Wir würden uns freuen, von dir zu hören :) !
    LG,
    Tobias

    [Reply]

  12. Das ist alles super und ich stimme zu, Plastik ist schlecht. Aber kann sich das ein normaler Mensch leisten? Mit Kindern? Ich meine finanziell?

    [Reply]

    painteddog Reply:

    Hallo Olga,
    ich würde sagen: JEIN
    Natürlich sind viele Dinge aus dem plastikfreien Sektor teurer – sicher aber nicht alle!
    Oft lässt sich auch mit kleinen Änderungen schon einiges bewirken (z.B. Käse oder Wurst an der Theke in mitgebrachte Glas-/Metallgefäße verpacken lassen; statt Mineralwasser Leitungswasser trinken – sofern es in deiner Region trinkbar ist, Obst und Gemüse offen kaufen, bei Lebensmitteln die sich lange halten billigere (plastikfreie) Großpackungen kaufen und zuhause ev. in Gläser abfüllen, Weißbrot vom Vortag reduziert kaufen und daraus plastikfreie Brösel, Knödelbrot, etc. selber machen,…).
    Ich überlege mir oft beim Einkaufen was die Leute so an unnützen und gleichzeitig teuren Lebensmitteln kaufen, gerade der Sektor Süßigkeiten, Knabbergebäck oder Kleinstpackungen z.B. bei Milchprodukten kommt da eigentlich recht teuer. Es stellt sich mir dabei die Frage, wieviel von diesen Sachen braucht man wirklich? Und könnte ich dieses Geld nicht in sinnvollere/hochwertigere Produkte investieren?
    Auch selber machen – sofern es die Zeit erlaubt – gehört für mich zu einer plastikarmen Lebensweise (z.B. Kuchen, Brot, Mittagessen sowieso,…)
    Ich habe in meiner Küche auch vieles in Gläsern mit Schraubverschluss gefüllt, dafür muss man eigentlich gar nichts investieren, außer die Gläser sammeln.
    Wenn man die Möglichkeit hat, wäre auch der Obst- und Gemüseanbau eine billige, gesunde, plastikfreie Variante (kostet natürlich Zeit).

    Für mich ist das plastikfreie/-arme Leben und Konsumieren eher eine Frage der Zeit und Bequemlichkeit, als eine Frage des Geldes.

    Vielleicht waren ja für dich ein paar Anregungen dabei, lG painteddog

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    Sigrid herrfurth Reply:

    Hallo painteddog,

    welch ein wahres Wort. Da bin ich auch deiner Meinung. Für ein plastikfreies/-armes Leben und Konsumieren ist es eher eine Frage der Zeit und Bequemlichkeit, als eine Frage des Geldes. Es gibt so viel unsinniges Zeug was man nicht braucht, dieses Geld sollte man lieber in hochwertige Sachen investieren. Oft wenn man beim Einkaufen in der Schlange steht und ich mir die Einkaufskörbe so angucke, dann denke ich auch so, wer braucht in Plastik eingeschweißte, gekochte, rote Beete?
    Frische vom Markt oder selbst angebaute bekommt man für ein paar Cent .Es gibt so viele Beispiele, da kann man beibleiben. Man muss sich halt über jeden Einkauf klar sein, brauch ich das wirklich?
    Wir waren diese Woche im Urlaub auf Amrum (eine Insel in der Nordsee im Wattenmeer).Bei Ebbe konnte man gut erkennen was alles angespült wurde. Bei jedem Spaziergang hatten wir einen Beutel mit, so dass wir alle Plastikteile eingesammelt und fachgerecht entsorgt haben. Da wir begeisterte Angler sind, haben uns viele Leute angesprochen oder wir sind mit vielen ins Gespräch gekommen. Beim Kaufmann in Wittdün gibt es nur Stoffbeutel und Papiertragetaschen zu kaufen, aber keine Plastikeinkaufstüten. Auf der Nachbarinsel Föhr gibt es einmal im Monat einen plastikfreien Tag, wo die Geschäfte keine Plastiktüten verkaufen.

    Es tut sich doch was, auch wenn es in kleinen Schritten passiert.

    Liebe Grüße
    Sigrid

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  13. Plastikfreies Einkaufen bei PLASNO unter folgendem Link:

    http://www.plasno.de/31/de/alltaegliches.html

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  14. wir leben mittlerweile komplett plastikfrei.
    wir waschen unsere wäsche seit über 20 Jahren nur mit Wasser und wenn gewollt + äth. Öl.
    Uns selbst waschen wir nur mit Wasser.
    Haare mit Wascherde, ausgesiebtem Sud aus Zitronen,- und Orangenschalen, die wir nach Essen der Frucht immer aufheben ( aus der Schale stellen wir auch Süßigkeiten und Teezusatz her ), Bier, Essigwasser…was immer gewollt ist.
    Wir waschen Geschirr nur mit Wasser ab oder mit dem ausgesiebten aus Zitronen und Orangenschalen.
    Toilette, Waschbecken mit feinstem Trester aus Orangen,- und Zitronenschalen. Und das riiiiechtt super !

    Waschlappen aus alten Baumwolltüchern !

    Habe immer ne Riesentasche mit Baumwolltaschen im Auto für unsere Einkäufe, die nur aus Obst und Gemüse bestehen bis auf mal ein Kokosöl, Olivenöl z.B.
    Oliven,- und Kokosöl sind auch hervorragende Körperöle. Mit ein wenig Wasser vermischt, ziehen sie wunderbar ein und pflegen ideal. Eine Emulsion herstellen ein Kinderspiel – je nach Bedarf.
    Zähneputzen mit Zahnpulver, nur mit Wasser oder grüner Mineralerde plus Sabei etc…auch nach Bedarf…mit Holzzahnbürste, Fingern oder zerfransten Holzstücken- wir haben alle weisse Zähne und keine Löcher in den Zähnen. Meine Älteste ist 23.
    Toilettengang ohne Toilettenpapier – mit Wasser und Hand oder aber mit Waschlappen. Die kommen dann regelmäßig in unsere Waschmaschine – mit klarem Wasser ausgewaschen.
    Süssigkeiten, Chips und viele Leckereinen stellen wir alle selbst her – auch Weihnachten und die Kinder, Familie und Freunde lieben es.
    Jetzt brauchen wir nur noch ne Umgebung, die mal hier und da mitmacht…..
    Und sämtliche Nussorthttp://www.utopia.de/galerie/geplante-obsoleszenz-beispiele-murks-produkte/6n, icht in Plastik verpackt und niicht zum KIlopreis von 22 Euro, wenn lose…….z.B.

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  15. Super, diese vielen Ideen! – Danke! – Übrigens, die Produkte von EM (effektive Microorganismen) von Prof. Teruo Higa, sie SIND FANTASTISCH für sehr VIELES…
    Ich benutze sie seit etwa 14 Jahren! – Für Haus, Garten, Tiere und Mensch (u.a. Kosmetik, etc.) EM – Produkte sind absolut und SEHR EMPFEHLENSWERT! – Ich durfte schon die “verrücktesten” Erfahrungen machen! Und ich nehme praktisch täglich davon, mal Eines mal ein Anderes…

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  16. ein toller Tipp zum Wäsche waschen: Kastanien kosten nix und schonen die Umwelt

    ich verwende die Kastanien-Lauge eigentlich nur für dunkle Wäsche die auch nicht arg verschmutz ist (Jeans, Socken, Pullis und T-Shirts)
    - im Herbst sammle ich Kastanien und trockne sie als ganzes im Heizraum
    - 5-8 Stück (je nach Größe) gebe ich in einen alten Socken
    - mit einem großen Hammer verschlage ich die Schalen der Kastanien im Socken
    - die Bruchstücke kommen in ein großes Gurkenglas oder auch in 2 Gläser aufgeteilt
    - ich lasse die Kastanienstücke im Wasser immer ca. 24 Stunden stehen
    - schütteln
    - abseihen vielleicht mit einem feinen Sieb, damit keine Krümmelchen auf der Wäsche hängen bleiben
    - ich gebe die Lauge direkt in die Trommel
    - Wäsche ganz normal waschen
    - die getrocknete Wäsche ist völlig geruchsneutral (außer ein TShirt war sehr verschwitzt, dann kommt es einfach nochmal in die Wäsche :-) kostet ja nix)

    Kleidungsstücke die sehr verschmutzt sind müssen vorbehandelt werden, das schaffen die Kastanien nicht
    und ich muss sagen für weiße und helle Wäsche bzw 60° Wäsche verwende ich schon Waschmittel aber ökologisches und eigentlich immer nur die Hälfte der angegeben Menge und unsere Wäsche ist auch super sauber

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  17. Was das Thema Spülen und Putzen angeht:
    Beim Spülen ist vor allem heißes Wasser wichtig, um Geschirr fettfrei usw. zu bekommen. Das geht meist sogar ganz ohne Spülmittel oder mit Reinigungsseifen am Stück. Für eingebrannte Rückstände in Töpfen und Pfannen benutze ich herkömmliches Waschsoda, das es von der Firma Holste in der Papierverpackung gibt: auf die eingebrannten Stellen geben- Wasser drauf und aufkochen- get wie von alleine wieder runter. Waschsoda kann man auch prima zum Boden-Wischen benutzen. Und zum Einweichen von Wäsche eignet es sich sowieso.
    Wer eine Spülmaschine besitzt, kann als Ersatz für den Klarspüler Zitronenscheiben ins Besteckkörbchen tun- so hat das jedenfalls mein Exfreund gehandhabt und das hat auch ganz gut funktioniert…

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  18. Hallo zusammen,

    da in den Einkaufstipps Salz erwähnt wurde möchte ich doch direkt mal nachfragen: Welche Salze gibt es denn, die garantiert plastikfrei verpackt sind? Also bei denen die Verpackung auch innen ohne Kunststoffbeschichtung auskommt.

    Viele Grüße

    S.

    [Reply]


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