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24Jan/1097

Shampoo, Zahnpasta und Co. oder “Kann man auch ohne Plastik sauber sein?“

Mein erster und letzter Versuch, mir mit Schichtseife die Haare zu waschen

Meine Haare halten zugegebenermaßen Einiges aus, daher habe ich mir die Umstellung auf  Schichtseife nicht so gravierend vorgestellt, wie bei jemandem, dessen Frisur mit Spezialpflegeshampoos, Packungen, Kuren, Sprays, Gel und sonstigen am Markt erhältlichen Haarpflege- oder Stylingprodukten in Schuss gehalten wird. Ich muss aber zugeben, dass meine Naturwelle nach der Waschung mit Schichtseife tatsächlich noch schwieriger zu bändigen war als bisher („struppig“ wurde meine Frisur sogar von jemandem genannt!!), was ich im Rahmen unseres Experiments sogar in Kauf  genommen hätte, wenn ich nicht doch noch bessere Alternativen gefunden hätte.

Was es alles gibt! Haarschampooseife und Rezepte zum Selbermachen

Zum Glück hat Peter nämlich zwei nette Arbeitskolleginnen, die sich schon seit einiger Zeit mit der Herstellung von natürlichen Körper- und Haarpflegeprodukten beschäftigen. Durch diese beiden haben wir zum ersten Mal etwas über „Haarshampooseifen“ erfahren und konnten diese Dank großzügiger Spenden inzwischen auch schon ausgiebig testen.

Die Shampooseifen kommen gänzlich ohne Verpackung aus und pflegen das Haar ganz wunderbar (wäre doch ein netter Werbespruch, oder?).

Bei mir hat sich sogar noch ein positiver Pflegeeffekt eingestellt: Mein ansonsten gar nicht seidiges Haar, lässt sich tatsächlich auf einmal leichter frisieren und sieht nicht mehr so trocken aus. (Das ist zumindest mein subjektiver Eindruck, denn Peter, der allerdings auch nach Friseurbesuchen meinerseits noch kaum jemals eine Veränderung bemerkt hat, kann natürlich auch hier keinen Unterschied feststellen.)

Haarshampooseifen gibt es übrigens auch im „Großen Stil“ z.B. von der Firma „Lush“, allerdings kann ich da über die Inhaltsstoffe nichts Genaues sagen, da ich sie selber noch nicht gekauft habe.

Denjenigen, denen die Vorstellung von einem Stück Seife als Shampoo nicht behagt, kann ich als Alternative noch die Haarpflegeprodukte der Firma Weleda empfehlen. Es gibt Kastanien- und Salbeishampoon in der Metalltube (nur mit Plastikschraubverschluss) mit natürlichen Inhaltsstoffen und ich finde beide sehr empfehlenswert und extrem ergiebig.

Eine weitere Variante möchte ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen:

Man kann Shampoo auch (angeblich relativ einfach) selber machen. Zahnpasta übrigens ebenso. Ich habe im Internet dazu schon viele Rezepte gefunden, bin aber mangels zeitlicher Ressourcen bisher noch nicht dazugekommen, sie selber  auszuprobieren. Dass es funktioniert, beweisen einige geschenkte Glasfläschchen mit selbst gemachtem Shampoos  aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis. (Leider konnte ich noch nicht alle testen.)

Ganz Ähnliches wie für Shampoo gilt natürlich auch für Duschgel, wobei wir in diesem Bereich mittlerweile feste Seifen mit möglichst natürlichen Inhaltsstoffen bevorzugen. Ich finde, dass diese in der Anwendung weitaus sparsamer sind und außerdem (wenn eine gute Qualität gekauft wird) auch die Haut nicht so stark austrocknen.

Die Sache mit der Zahnpasta oder warum Peter kein Salz mehr in der Küche fand

Was Zahnpasta anbelangt, gibt es ebenfalls einige Varianten: Ich selbst bin ja eine Verfechterin der Theorie, dass Zahnpasta für eine gute Zahnhygiene nur marginal von Bedeutung ist. Diese Theorie stützt sich auf die Aussage eines Zahnarztes, der mir vor vielen Jahren einmal erklärt hat, dass es vielmehr auf das richtige und gründliche Putzen ankommt und normales Kochsalz eine absolut ausreichende Alternative zu Zahnpasta darstellt.

Diese Möglichkeit habe ich im Zuge des Experiments natürlich ausprobiert und sie wäre für mich auch absolut befriedigend gewesen, wenn Peter das Salz nicht ständig in der Küche gesucht hätte. (Mittlerweile haben wir es geschafft, ein eigenes Salzglas fürs Badezimmer zu organisieren.)

Da reines Kochsalz in unserer Familie aber außer mir niemand verwenden will, haben wir auch weiterhin „normale“ Zahnpasta im Gebrauch. Diese gibt es ebenfalls von der Firma Weleda in Metalltuben (und in 5 verschiedenen Sorten).

Fortsetzung folgt:

Dem Thema „Kosmetik“, das mein Sohn Samuel ja zu Beginn des Experiments als eines der Hauptprobleme meinerseits einstufte, werde ich demnächst ein eigenes kleines Kapitel widmen.

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Über Sandra

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Kommentare (97) Trackbacks (2)
  1. statt Zahnpasta: Kokusoel:) Damit kann man Oelziehen oder Putzen. Superzeug!
    statt Shampoo/Duschgel: Einen ganz einfachen Block Olivenseife.

    :)

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  2. natron – das einzig wahre. zum duschen, baden und haarewaschen. zum zähneputzen nehme ich birkenzucker, auch als xylit bekannt.

    [Reply]

  3. Brauche Eure Meinung: Platikmüll vermeiden versus dubiose Ideologien NICHT unterstützen …

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1511963222365520&set=a.1379947125567131.1073741828.100006555694352&type=1&theater

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  4. Tolles festes Shampoo ohne Sodium Laureth Sulfate: http://de.dawanda.com/shop/naturseifen-manufaktur

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  5. Hallo allerseits,
    ich bin 36 und komme aus dem Hamelner Raum. Mein erster Eintrag heute ist zum Thema Schampoo.
    Das Buch habe ich vor ca 3 Jahren gelesen und meine Einkäufe radikal umgestellt. Natürlich hatte ich vorher schon vieles vermieden, durch das Buch hat mich aber mein Ehrgeiz und der kleine Revolutionär in mir gepackt.
    Seifen und Schampooseifen gibt es gut regional bei Seifenherstellern. Die gibt es sogar vegan und in guten Qualitäten. Wer nichts in der Nähe findet, kann mal einen Bummel über Mittelaltermärkte machen. Da gibt es oft verschiedene Kunsthandwerker wo man auch andere Dinge gut kaufen kann. Z. B. Behälter vom Keramiker, oder Körbe (ohne Plastiküberzug und unbehandelt) von Korbmachern.
    Keine Alternative habe ich bisher zu Toilettenpapier und Küchentüchern gefunden. Hat einer Ideen?
    Taschentücher kaufe ich in Pappschachteln und packe sie dann in Taschentuch-Stofftäschchenen.

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    Diane Reply:

    Eine prima Altenative zu Küchentüchern (benutze ich seit Jahren): Ich habe von Schwiemutter einen Riesenstapel Stoffservietten (bestimmt 50 Stück, unterschiedliche Ausführungen) geschenkt bekommen. Die benutzen wir nicht nur als tägliche Tischservietten (ohne sie gebügelt zu haben, für sowas hab ich keine Zeit!), sondern auch in der Küche als kurz-mal-wisch-und-weg-Tücher. Wenn dreckig und nass, werfe ich sie in eine Baumwolleinkaufstasche, die auch in der Küche hängt. Wenn die Tasche prall gefüllt mit gebrauchten Servietten ist, wasche ich sie mit anderer Weißwäsche einfach bei 60 Grad mit.

    Kaufe seit Jahren keine Küchenrollen mehr! Übrigens auch keine Taschentücher mehr, haben von unserem Opa einen ebenfalls Riesenstapel Stofftaschentücher geerbt, sind großartig! Nach Gebrauch einfach in die Wäsche – fertig! Bügeln entfällt auch hier, ich werfe sie ungebügelt in einen Korb woraus sich die Familie bedient.

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  6. Ich habe in einem anderen blog gelesen dass sie zum zähneputzen auf schlämmkreide umgestiegen sind. Kann man in der apotheke kaufen (selber abpacken lassen). Liebe grüße

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  7. Hallo,
    ich habe letztes Jahr angefangen so wenig Plastik zu kaufen wie es in meinem Rahmen geht. Im Bad benutze ich sehr viele Lushprodukte und bin sehr zufrieden damit. Von Lush benutze ich das feste Shampoo
    und unterschiedlichste Seifen.
    http://www.lush-shop.de/shampoo-fest.656.0.html

    Jetzt ganz neu habe ich die Zahnpaster entdeckt.
    http://www.lush-shop.de/zahnpflege.734.0.html

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    painteddog Reply:

    Oft habe ich in diesem Forum Empfehlungen für Artikel der Firma Lush gelesen. Die plastikfreie Seite ist die eine Seite, Lush hat jedoch auch eine andere Seite, die mich abhält deren Produkte zu kaufen. Siehe folgender Link!

    http://www.t-online.de/wirtschaft/unternehmen/id_47704576/lush-eine-schmierige-naturkosmetikkette-.html

    Ich denke man findet auch im tatsächlichen Naturkosmetiksektor plastikfreie/-arme Produkte.

    Nachdenkliche Grüße, painteddog

    [Reply]

  8. Hallo, auch ich gehöre jetzt zu den Umsteiger von Plastik auf Natur, wie auch einem der Nachhaltigkeit.
    Ich freue mich die Seite gefunden zu habe und lese ganz fleißig mit.
    Zu den Zähneputzen habe ich irgendwo ein Rezept gelesen und zwar:
    4 Teile Ingwer
    0,5 Teile gemahlene Eichenrinde
    0,5 Teile Minzblätter im Pulverform
    0,5 Teile Natron.
    Alles im Pulverform.
    Zahnbürste anfeuchten und in das Pulver drücken.
    Demnächst werde ich es ausprobieren.
    Mit freundlichen Grüssen
    Dana

    [Reply]

  9. Liebe Leute,

    hab was zum Zähneputzen ohne Plastik: Die Toothytabs von LUSH! Das sind so kleine Tabletten die man zwischen den Zähnen kurz zerkaut und dann mit der nassen Zahnbürste putzt! Sind in einem kleinen handlichen und leichten Karton verpackt, auch praktisch zum verreisen! Gibts in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Dirty ist klassisch minzig, ich mag auch gern Chou chou I love you … süßlich rosig, einmal was anderes) Sie sind zu 40 Stk. verpackt und kosten knapp € 6,-. Man kann die Tabletten auch in zwei Teile brechen, so kommt man länger aus! Erhältlich im Lush Shop oder Online unter http://www.lush.at (kommt im Karton verpackt, Füllmaterial ist aus Stärke und somit kompostierbar!)

    Wer gerne Zahnpasta selber machen möchte empfehle ich den Blog “Trash is for Tossers”, dort wird aus Kokosöl, Natron und Minzöl eine abfallfreie Zahnpasta!

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  10. Hallo Sandra,

    also ich habe super Erfahrung mit der Haarseife von Lush gemacht. Lush gibts im Internet unter http://www.lush.de bzw. in vielen deutschen Städten. Hier in Bremen hatte ich Glück einen solchen Shop zu finden.
    Ich muss sagen, ich war sehr sehr skeptisch. Aber nun benutze ich die Haarseife seit ca. 2 Monaten und bin total begeistert. Ich brauche keine Spülung oder ähnliches, einfach die Seife mit Wasser in der Hand reiben und den Schaum in die Haare bringen, kurz einwirken lassen, ausspülen, fertig.
    Einziges Manko ist der Preis. Ca. 9 EUR für die Haarseife. ich denke mal, dass sie aber so ca. 3 Monate hält, keine Plastikverpacken (sondern in Papier). Also soweit ganz gut. :)

    Probiere es gerne mal aus.
    LG Sabrina

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  11. Ein Rückschritt! Seit Jahren kaufe ich nun von Finigrana die Aleppo-Seife. Nicht nur wegen der Qualität und Palmölfreiheit der Seife, sondern auch da diese plastikfrei – nur mit Papierschleife – verpackt ist. Jahrelang ist das sehr gut gegangen, bis jetzt. Nun braucht es auf einmal eine Plastikfolie um die Seife – es ist mir absolut unverständlich!
    Zweiter Rückschritt: Lange Zeit habe ich immer Deos der Marke Lavera gekauft – diese waren in einer Glasflasche – perfekt dachte ich mir, diese Marke gefällt mir! Nun aber ist alles anders: eine Plastikflasche ersetzt nun die Glasflasche!
    Eine traurige Entwicklung! Täglich gibt es Meldungen über die zunehmende Verschmutzung durch Plastik. Und die Reaktion der Firmen? Sie machen nicht nur weiter, nein, die bisher plastikfreien Artikel werden nun an den Trend der Zeit angepasst.
    Für mich steht jedenfalls fest, dass ich mich schnellstens nach Alternativen umsehen werde.

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    Michi Reply:

    Ich benutze die Marke alterra von Rossmann. Diese werden auch von lavera hergestellt (weiß ich von einem ehemaligen Mitarbeiter von lavera) und gibt es in Glasflaschen außerdem sind sie auch noch viel günstiger!

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  12. Wir benutzen ein seifenfreies Waschstück (sebamed oder Balea verpackt im Karton) zum Haarewaschen und sind sehr zufrieden damit. Ist sehr ergiebig und gibt es in jeder Drogerie.

    [Reply]


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