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18Dec/1211

Schenken ohne Kaufen

Bevor ich zu meinem heutigen  "Last minute Geschenktipp"  komme, möchte ich wieder einmal die Gelegenheit nutzen, um mich bei allen LeserInnen dieses Blogs und meines Buches für die nun teilweise schon jahrelange Anteilnahme an unserem "Dauerexperiment" zu bedanken! Gerade die letzten paar Kommentare zu meinem Buch hier auf dem Blog waren wieder so aufbauend und motiverend, dass ich am liebsten gleich noch ein Buch schreiben würde.... schließlich hat sich die "Plastikfreie Zone" seit ihrem Erscheinen schon wieder ganz schön weiterentwickelt....mal sehen..

Nun aber zum versprochenen Geschenktipp:

Da  die Konsumfreude erfreulicherweise in meiner gesamten Familie stark im Sinken begriffen ist,  haben meine Schwester und ich (wir schenken uns schon seit Jahren nur mehr "Zeitgeschenke") heuer beschlossen,  auch die wechselseitigen Geschenke für die Kinder "umzustellen". Die Tatsache, dass alle unsere Kinder sehr viel und gerne lesen und sich in unseren Haushalten über die Jahre dementsprechend viele Bücher angesammelt haben, hat mich auf die Idee gebracht, das Verleihen von Büchern zum Geschenk zu machen. Konkret heißt das in unserem Fall: Jede Familie sucht in ihrem Bücherfundus nach Exemplaren, die sie gerne jemandem aus der anderen Familie leihen möchte und schreibt dazu jeweils eine nette Weihnachtskarte. Je nach Lust und Laune werden die Bücher dann auch noch - natürlich plastikfrei - verpackt.

Allen, die etwas mehr Aufwand nicht scheuen, kann ich auch noch meine Weihnachtsidee von 2010 ans Herz legen:

Damals habe ich eine so genannte "Bücherkette" verschenkt: Ich wählte 12 FreundInnen und 12 meiner Lieblingsbücher aus und "verschenkte" meine Bücher für insgesamt ein Jahr. Für jedes Buch hatte jedes Mitglied der Bücherkette jeweils ein Monat Zeit, danach sollte das Buch in einer vorher festgelegten Reihenfolge an das nächste Mitlied der Bücherkette weitergegeben werden... auf diese Art hatten alle 12 zumindest theoretisch die Möglichkeit, monatlich ein neues Buch zu lesen und sich mit den anderen Mitgliedern darüber auszutauschen, ohne all diese Bücher zu Hause lagern zu müssen.

Ich denke mit etwas Phantasie und Kreativität kann man diese Ideen problemlos an die eigenen Bedürfnisse und Gegebenheiten anpassen und natürlich auch auf viel andere Bereiche (Kleidung, CDs, Spiele,..) anwenden. Letztlich  hat man damit ein sehr persönliche Geschenk, das auch dazu beitragen kann, persönliche Kontakte wieder zu intensivieren.  (Als "Verlegenheitsgeschenk" für Leute, denen man eigentlich gar nichts schenken will, ist es aus diesem Grund natürlich weniger geeignet....:-))

Wünsche Euch allen viel Freude beim kreativen stress- und einkaufsfreien Schenken und falls wir uns vorher nicht mehr hören schon jetzt eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für den Jahreswechsel.

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Über Sandra

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Kommentare (11) Trackbacks (0)
  1. Hallo Sandra,
    Respekt, dass ihr schon so lange durchhaltet. Ich bin erst vor einem Monat auf dein Buch aufmerksam geworden. Und freue mich, dass es hier im Blog eine aktuelle Weiterführung gibt!

    Zum Stichwort Bücherkette ist mir sofort Bookcrossing eingefallen. Unter http://www.bookcrossing.com kann man Bücher, die man weitergeben möchte “registrieren” und danach weiterschenken. Wer das Buch bekommt, kann dort einen Eintrag hinterlassen, so sieht man dann, wo das Buch gelandet ist. Ist auch eine gute Möglichkeit, um öffentliche Bücherschränke ausfindig zu machen ;-)

    Viele Grüße und weiter so!

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  2. Liebe Sandra, auch dir und den Deinen ein wunderbares Weihnachtsfest!

    Ideen hast du, das muss man dir lassen :) Aber diese Ideen sind nix für unsere Familie – Bücher gehen ohnehin schon viel öfter auf Reisen, als mir lieb ist (und finden nann meist nicht mehr nach Hause…)
    . Dennoch möchte ich mich auch mit einem Geschenktipp beteiligen.
    Wir richten nämlich immer das Weihnachtsessen für die Familie – also wir drei, Schwiegereltern und die zwei Schwäger – aus. Gegessen werden “muss” ja doch und dann kann man es auch etwas aufwändiger gestalten. Das ist dann unser Geschenk an alle.
    Mein Mann und ich schenken uns an Weihnachten immer etwas Besonderes – das kann das ersehnte Essservice sein vom ersten Weihnachten oder der Hund, den wir letztes Jahr ins Haus holten – und wenn es keinen Herzenswunsch gibt, der erfüllbar ist, gibt;s eben nur ein Busserl ;) so wie heuer.

    Unseren Weihnachtsbaum haben wir heuer tatsächlich (bis auf die Lichterkette) plastikfrei hingebracht!
    Strohsterne und -figürlein hängen daran, Formen aus hellem Sperrholz, künstliche Äpfel aus Holz, gläserne Kugen und selbstgebackene, mit Mandeln verzierte Herzen aus Lebkuchenteig.

    [Reply]

  3. Liebe Sandra,
    ja bitte schreib schnell ein neues Buch!!!!!!
    Wir haben heuer erstmalig einen “alternativen” Christbaum. Er ist kegelförmig, doch irgendwie baumförmig, aus Zweigen, Grass und Moos und für die Kerzen sind Glasphiolen mit Draht angebracht. Habe das Schmuckstück aus einer regionalen Gärtnerei und angeblich hält das ewig. Man muss nur das Moos immer wieder nass ansprühen. Für uns wird nie wieder ein Baum sterben.
    Habe auch alle Verwandten instruiert heuer kein Geld und Gutscheine zu schenken, sondern wirklich nur eine Kleinigkeit die vom Herzen kommt. Das wird sicher spannend und ich freue mich schon so sehr wie schon lange nicht mehr auf Weihnachten.
    Liebe Grüße
    Sibylle

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  4. Wir haben – nach meinem Empfinden – das schönste Weihnachten seit langem verbracht (obwohl es eigentlich immer schön ist) und bis auf das Geschenk für den Junior wurde auch kein Plastik verschenkt! (Der Kleine ist 7 und liebt “Thomas, die kleine Lokomotive” über alles.). So schön und fried- und freudvoll. Da geht man gleich noch einmal so motiviert ins neue Jahr :)

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  5. Ein bisschen spät vielleicht für dieses Weihnachten, aber nach dem Fest ist ja bekanntlich vor dem Fest ;)
    Statt Verlegenheitsgeschenken und kleinen Mitbringseln wie gekauften Pralinen etc. freut sich (fast) jeder über nett eingepacktes Selbstgemachtes. Warum nicht ein Marmeladeglas mit selbstgemachtem gelee, eine hübsche Flasche mit Sirup oder Likör aus eigener Produktion oder etwas Ähnliches verschenken. Ein Kräutersalz kann mit gutem Meersalz und Kräutern aus dem Vorratsschrank buchstäblich in letzter Minute hergestellt und mit wenig Aufwand zB in ein Steinguttöpfchen mit Korkstopfen verpackt werden, wie man es als Verpackung zB für Senf oder Honig bekommen kann. und wenn man dran denkt, die selbstgemachten Köstlichkeiten schon von vornherein in hübsche Flaschen oder Gläser zu füllen, hat man immer ein geschenk parat, das nur noch mit einer Schleife, etwas Bast, einem Stoffdeckchen oder etwas grün aus dem Garten “aufgehübscht” werden muss.

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  6. Hallo Sandra,
    ich lese gerade Dein Buch und wollte auf Deiner Seite den Fortgang des Projektes verfolgen.
    Deinen Vorschlag für den Buchverleih an Weihnachten finde ich ja ganz gut.
    Aber nachdem ich selbst eine kleine Stadtbücherei leite…. ;-) Warum nicht einen Gutschein für 1 Jahresbeitrag in der Stadtbücherei verschenken? Wir haben z.B. solche Gutscheine entworfen. Und vor Weihnachten kommen manche unserer Leser und fragen danach. Stadtbüchereien sind durchaus ökologisch. Bookcrossing – wie oben genannt – ist natürlich auch eine Idee.
    Wenn es eine Bücherei in der Nähe gibt: Einfach mal nachfragen, ob es Gutscheine gibt!

    Ansonsten: Vielen Dank für das Buch und Euer Experiment! Ich werde sicherlich ein paar Eurer Dinge umsetzen. Besonders die Fragen zum Einfrieren ohne Plastik konntest Du mir schon beantworten.
    Liebe Grüße aus Bayern

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  7. Liebe Andrea!

    Den Tipp mit den Büchereigutscheinen finde ich großartig und ich finde man kann das durchaus auch dort anregen, wo es bisher noch nicht üblich ist!
    Vielen Dank für diese gute Idee!!
    LG Sandra

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  8. Dieses Jahr gab es erstmals seit langem Nachwuchs in unserer Familie. Mein Neffe ist im November zur Welt gekommen. Zur Geburt hat er natürlich von allen Familienmitglieder, Freunden und Nachbarn etc. was geschenkt bekommen. Meine Schwester klagt schon, dass sie sogar die unnötigsten Dinge mindestens 3mal hat.
    Mit sechs Wochen kriegt er von Weihnachten ja noch nicht viel mit, aber irgendetwas wollte ich ihm dann doch schenken. Also habe ich bei Misereor zwei Impfungen in seinem Namen gespendet. Dafür konnte ich dann einen Geschenkgutschein für ihn ausdrucken und unter den Baum legen. Meine Schwester war total begeistert von dem Geschenk. Danke, dass ist auch eine sinnvolle Alternative für Erwachsene, die eh schon alles haben.

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  9. Das ist natürlich auch ne schöne Idee, kommt aber nicht bei allen an…
    Ich schenke in solchen Fällen gerne ganz Profanes wie 3 Kartons Windeln oder nen Gutschein für ein Kaufhaus oder einen Versand, wo es Baby- / Kindersachen gibt. Dann können die jungen Eltern selbst entscheiden, was sie wann kaufen. Erfahrungsgemäß lässt der Zustrom an Geschenken ja relativ rasch nach…
    Eine nette Idee sind auch “Zeitgutscheine”, wo man sich bereit erklärt, dasKkleinchen zu hüten. Meist besteht bei jungen Eltern eine gewisse Scheu, ihr Kind jemandem “zuzumuten”. Man kann dann auch gleich nen Kino- oder Wellness-Gutschein dazupacken ;)

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  10. Für alle Leseratten sind vielleicht auch Bücherschränke ein Thema. Hier bei uns in NRW gibt es mittlerweile in vielen Städten und Gemeinden Bücherschränke oder Bücherregale. Man kann Bücher hingeben und auch welche herausnehmen oder nur das eine oder das andere. Manche stehen in Räumen, andere stehen auf der Straße an öffentlichen Plätzen und immer sind sie umlagert.
    Lieben Gruß

    [Reply]

  11. Auch wenn der Beitrag schon etwas länger her ist.
    “Zeit statt Zeug” schenken ist eine wunderbare Sache. Wer Anregungen braucht,
    kann sich hier das passende Zeitgeschenk aussuchen und per E-Mail versenden:
    http://www.zeit-statt-zeug.de/

    Liebe Grüße

    [Reply]


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