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31Dec/103

Resümee und Aufruf zum Jahreswechsel 2011

Nach mehr als einem Jahr „Kein Heim für Plastik“ gilt es nun erneut ein Resümee zu ziehen.

Für uns als Familie war es sicher eines der ereignisreichsten Jahre überhaupt. Erst vor Kurzem haben Peter und ich darüber gesprochen, was dieses Experiment für uns bedeutet und haben dabei beide festgestellt, dass es für uns nach wie vor eine spannende, lustige und sinnvolle Erfahrung ist.

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Vor allem bedingt durch ein gewisses mediales Interesse hat es natürlich auch hin und wieder etwas anstrengende Momente gegeben, aber dafür haben Peter und ich uns nun mal sehr bewusst entschieden. Die Kinder haben sich nach einem der letzten Interviews ein wenig beschwert, dass die Interviewer „immer die selben Fragen“ stellen. Für sie ist die ganze Sache mittlerweile einfach nichts Besonderes mehr, die erste Euphorie, sich selbst einmal im Fernsehen oder in der Zeitung gesehen zu haben, ist abgeflaut und aus ihrer Sicht müssten jetzt längst alle kapiert haben, worum es (uns) geht – so viel zur kindlichen Naivität, von der ich im Übrigen auch oft noch eine kleine Portion besitze…..

Es gibt auch sinnvolle Verpackungen:

Meine persönliche Überzeugung, dass Menschen für ein Thema offen und bereit sein müssen, damit sie auch den Bezug zu ihrem persönlichen Handeln herstellen und sich entschließen, bisherige Gewohnheiten zu verändern, hat sich in diesem Jahr weiter verstärkt. Wie es zu dieser Bereitschaft kommt, ist im Einzelfall nicht vorhersehbar, aber wenn es dafür ein einfaches „Rezept“  gäbe, wäre das wahrscheinlich der Schlüssel zur Lösung all unserer „Umweltprobleme“. Solange es so ein Rezept nicht gibt, müssen wir wohl oder übel  jede Chance nützen, uns selbst und andere auf der Suche nach einem menschen- und naturverträglichen Lebensstil zu motivieren und zu stärken.  Aufgrund meiner eigenen Erfahrung bin ich mir allerdings sicher, dass Informationen alleine dafür nicht reichen, sondern, dass es viel mehr auf die „Verpackung“ und Intensität bzw. Frequenz dieser Informationen ankommt. „Plastic Planet“ war in meinem Fall wohl eindeutig die richtige Verpackung.

Wie sich die Dinge zueinanderfügen:

Dass aus der ursprünglich ganz „kleinen“ Idee für ein Familienexperiment, schließlich dieser Webblog entstanden ist, habe ich von Anfang an als große Chance gesehen. Das Selbe gilt für diverse Berichte im Fernsehen oder in Zeitungen, auch wenn diese nicht immer alle Aspekte unseres Versuchs ganz vollständig und korrekt wiedergeben. Nun, nach mehr als einem Jahr hat sich für mich eine weitere großartige „Verpackungs-Möglichkeit“ ergeben. Ich habe von einem Verlag ein konkretes Angebot, für ein Buch über den Verlauf und die Entwicklung unseres Experiments und da es immer schon ein Traum von mir war, ein Buch zu schreiben, wird das Jahr 2011 wohl einen deutlichen schriftstellerischen Schwerpunkt bekommen. In diesem Buch sehe ich eine großartige Möglichkeit, unser Projekt und seinen Verlauf  authentisch und mit vielen, teilweise sehr amüsanten Details und Zusamenhängen zu beschreiben.

Das Schöne an dieser Entwicklung ist, dass in diesem Fall die Erfüllung eines persönlichen Traums auch wieder zur Weiterentwicklung der ursprünglichen Idee von „Keinheimfürplastik“ beitragen kann. Ich möchte natürlich auch weiterhin aktuelle Geschichten über unser Experiment für den Blog schreiben, aber ich habe schon in den letzten Monaten immer wieder darüber nachgedacht, wie man die vielen guten Ideen, Projekte, Anregungen und Tipps, von denen mir LeserInnen im letzten Jahr berichtet haben, besser in den Blog integrieren und damit vielleicht noch mehr Menschen zu einer Veränderung ihres Lebensstils motivieren könnte.

Es gibt im Moment bereits ein paar Bekannte von mir, die an einer Datenbank für plastikfreie Produkte arbeiten, es gibt eine Gruppe aus Kassel, die einen Brief an Biofirmen entwirft, in dem sie dazu aufgefordert werden sollen, ihr Produkte plastikärmer zu verpacken, es gibt verschiedenen  KünstlerInnen, die sich  mit dem Thema Plastik auseinandersetzen und es gibt viele Menschen, die eigene Projekte in ihrem Lebensumfeld umzusetzen oder einfach motiviert durch „Plastic Planet“ und/oder „Keinheimfürplastik“ versuchen in ihrem Alltag weniger Plastik zu (ver)brauchen.

Diese Überlegungen gemeinsam mit der Tatsache, dass sich meine Zeit für das Schreiben der Geschichten im nächsten Jahr durch die Arbeit am Buch sicher reduzieren wird, haben in mir die Idee für den nun folgenden Aufruf an Euch alle reifen lassen.

Aufruf zum Jahreswechsel:

Ich rufe hiermit also alle LeserInnen von „Keinheimfürplastik“ und natürlich auch alle Fans von „Plastic Planet“ auf, mir Berichte oder kurze Schilderungen über eigene Aktivitäten oder Ideen zu den Themenfeldern dieses Blogs oder zu Bereichen, die in irgendeiner Weise damit zusammenhängen, zu schicken. Es geht dabei nicht nur um große Umstellungen und Projekte, sondern auch um ganz „kleine“  Veränderungen, wie zum Beispiel das Weglassen von Gratisplastiksacklern oder andere alltägliche Bemühungen, Plastik in euren Haushalten zu reduzieren. Bitte beschreibt auch kurz, was oder wer Euch auf die Idee gebracht hat.

Ich würde es aber auch sehr interessant finden, wenn sich Menschen melden, die durch ganz anderen Ausgangsthemen vielleicht zu ähnlichen Schlüssen gekommen sind...

Jedenfalls werde ich versuchen möglichst viele dieser Berichte auf dem Blog als eigene Geschichten zu veröffentlichen. Solltet Ihr keine direkte Veröffentlichung wünschen, gebt das bitte in Euren Berichten an. Die Mailadresse, an die ihr eure Berichte schicken könnt, ist extra dafür eingerichtet und lautet: keinheimfuerplastik@aon.at . Sie wird nur von mir persönlich bearbeitet und es wäre toll, wenn Ihr mir eine Kontaktmöglichkeit für eventuelle Rückfragen angeben würdet.

Besonders freuen würde ich mich auch über Rückmeldungen von einigen von Euch, die unser Experiment in gewissen Bereichen zur Nachahmung animiert hat. Auch wenn Ihr dazu teilweise schon Kommentare in den Blog gestellt habt, wäre es schön, wenn Ihr Eure Erfahrungen  noch einmal kurz zusammenfassen und schicken würdet.

Vom Experiment zur Bewegung....

Ich denke einfach, dass es nun an der Zeit ist, dass „Keinheimfürplastik“ sich auch „offiziell“ vom Familienexperiment zu einer größeren Bewegung weiterentwickelt und die Sammlung und Veröffentlichung Eurer Beiträge, wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Die schon erwähnte Datenbank und der Musterbrief an Firmen werden, sobald sie fertig sind im kommenden Jahr ebenfalls auf dieser Seite veröffentlicht bzw. verlinkt werden und natürlich werde ich auch über das Fortschreiten meines Buchprojektes berichten.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass auf diese Weise die „Plastikfreie Fangemeinde“ weiter wachsen wird und finde es  in Zeiten von Facebook und Co. durchaus sinnvoll, auch diese Kanäle für die Vergrößerung der Fangemeinde zu nutzen!

...und voller Hoffnung ins neue Jahr

In diesem Sinne wünsche ich allen LeserInnen einen guten, plastik- und raketenfreien Jahreswechsel, viel Motivation für die Vorhaben im neuen Jahr und uns allen gemeinsam, dass es im Jahr 2011 gelingt, viele weitere Menschen für ihr persönliches "Keinheimfürplastik" zu begeistern!

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Über Sandra

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Kommentare (3) Trackbacks (0)
  1. Hallo!
    Gratulation zum Jahresresumee.

    In unserem Haushalt werden neue Plastiksackerl nun mit einem Straf-EURO “besteuert”, die wiederum in die Haushaltskassa fließt.
    Komisch – nach einiger Zeit wurde die Masse an unnützen Sackerln weniger bzw. werden bestehende Sackerln häufiger genützt.
    Oftmals gehört ein wenig Druck oder “Strafe” dazu, um überzeugender zum Umdenken zu bewegen.

    Liebe Grüße,
    Dietmar

    [Reply]

  2. Tolle Idee, Projekte rund um das Thema Plastikvermeidung vorzustellen. Und herzlichen Glückwunsch natürlich zum Buch. Klingt nach einem tollen Start ins neue Jahr.

    Liebe Grüße
    Stella

    [Reply]

  3. Liebe Stella!

    Danke!

    Ich freu mich auch schon sehr auf die neuen Herausforderungen im 2. “Plastikfreien” Jahr und natürlich auf viele Beiträge von LeserInnen des Blogs!

    LG sandra

    [Reply]


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