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24Sep/128

Kompromissbereitschaft und Vernetzung

Der Kommentar von Barbara hat mich so gefreut, dass ich ihn hier auch nochmal als Beitrag posten möchte!

Was ich besonders schön daran finde,  dass er sowohl die Kompromissbereitschaft widergibt, die man einfach braucht, wenn man sein Leben in dieser Gesellschaft nachhaltig und langfristig verändern will, als auch die Auswirkung auf das gesamte Konsumverhalten und vor allem die positive Einstellung und Lebensfreude, die mit all dem verbunden ist. Lauter Aspekte, die ich auch in meinem Buch immer wieder beschrieben habe und die - hoffentlich - wieder andere Menschen motivieren und ermutigen, mit einfachen Umstellungen ihres Lebensstils zu beginnen.

Liebe Sandra!
Mittlerweile haben wir gebaut und sind Eltern! Plastic Planet und vorallem Euer Experiment hat unser Leben letztendlich gehörig verändert!
Angefangen haben wir klein, hier aussortieren, da umdenken,...
Unsere Kleidung besteht mittlerweile zB aus reiner Baumwolle, Wolle, etc, - das betrifft besonders unsere Tochter! Ihre Kleidung ist großteils gebraucht, gewickelt wird/wurde mit Stoffwindeln ohne Plastikanteil bzw mit Ökowindeln (WWW). Wir praktizieren Windelfrei, Bzw EC!
Wir haben sie nicht wirklich gebraucht, jedoch haben wir Glasflaschen, und Saugstücke aus Naturkautschuk verwendet, unsere Tochter trinkt bis jetzt Muttermilch und Ansonsten meist Wasser aus einem normalem Trinkglas.
Nur mit den Socken funktioniert das noch nicht so... Für die kleinen Kinder gibts zumindest Strumpfhosen mit Baumwollummanteltem Elasthan.
In der Küche verzichten wir zB auf diverse Geräte, rühren die Zutaten für Kuchen und Brote von Hand zusammen, schneiden Obst und Gemüse mit Messern und Metallhobeln.

Eingerichtet haben wir zwar doch vergleichsweise günstig aber sehr plastikarm, vom geöltem Vollholzboden über die Vollholzarbeitsplatte, bis hin zu Öko-Matratzen - im Kinderzimmer haben wir unsere alten Wohnzimmermöbeln mit gebrauchten aus Willhaben geschickt ergänzt! - als Kompromiss!

Im Kinderzimmer sucht man vergeblich Plastikspielzeug (das ist sowieso klar)!
Unser ganzes Kaufverhalten hat sich verändert, nach und nach. Leider haben wir bis heute Probleme gänzlich plastikfrei einzukaufen! Oft stehen wir dann vor der Entscheidung Bio oder Plastikfreie Verpackung, usw, aber es wird stets besser!

Also danke für die Lebensverändernde Öffentlichkeitsarbeit!

Ich kann den Dank nur zurückgeben!!!

2 interessante Blogs:
Da ich bei meinem letzten TV Auftritt (zum Thema "Verzicht" - wird am 29.9.ab 16 Uhr in ORF 2 bei "Stöckl am Samstag" ausgestrahlt) zwei äußerst interessante Frauen kennengelernt habe, möcht ich Euch heute auch noch deren Blogs empfehlen:

www.ichkaufnix.wordpress.com von Nunu Kaller

Hier geht es um den Selbstversuch 1 Jahr lang kein Shopping (speziell im Bereich Kleidung) zu betreiben, wirklich beeindruckend und vor allem sehr amüsant geschrieben

und

www.makeadifference.janegoodall.at

mit dem wirklich netten Untertitel: "Wie wir jeden Tag die Welt retten können"

von der Schauspielerin Lilian Klebow, die mich bei Gelegenheit vielleich mal aufs Set einladen wird, wo es anscheinend alleine beim Thema "Plastikbecher für den Kaffee" jede Menge Vermeidungspotential gibt...bin schon gespannt!

Jedenfalls war die Aufzeichnung für  "Stöckl am Samstag" ein ausgesprochen positives Erlebnis und ich war auch vom Vorgespräch und dem Interesse von Barabra Stöckel sehr angenehm überrascht.

Vor allem die Begegnung mit den anderen Gästen hat mich sehr motiviert und inspieriert. Es war wirklich beeindruckend, dass wir alle, von ganz unterschiedlichen Ausgangsthemen zu sehr änlichen Ergebnissen und Einstellungen kommen. Meine Entschlossenheit auch weiterhin zur Vernetzung von Menschen beizutragen, die Ihren Leben zukunftstauglich machen wollen, ist wieder sehr gestärkt worden!!!

In diesem Sinne mein heutiger Appell am Euch:

Schickt auch weiterhin Eure Tipps, Links, Adressen von interessanten Blogs zu verschiedenen "Weltrettungsthemen" (und das mein ich ganz und gar nicht zynisch!!) usw....

Jeder einzelne Beitrag ist wichtig - das ist mir nicht zuletzt durch die Begegnung mit Nunu und Lilian wieder ganz intensiv bewußt geworden!

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Kommentare (8) Trackbacks (0)
  1. Hallo liebe Sandra, mah, danke für die Verlinkung, das freut das BLoggerinnenherz ;) und hoffentlich bis bald!!!

    [Reply]

  2. Hallo Sandra,

    mir gefällt die Seite http://www.schwingelschwingeldingdong.com/ von Frau Ding Dong sehr gut. Hier geht es vorwiegend um Minimalismus.

    lg Sabrina

    [Reply]

  3. Hallo Sandra,

    so oft wie möglich lese ich hier mit. Und zum Thema Kaffee in Plastikbechern musste ich an meine Umstellung von Fertigpads auf Pads zum Selberfüllen denken. Die sind zwar leider aus Plastik, aber es gibt auch Alternativen aus wenigstens teilweise Metall und sind auf jeden Fall umweltverträglicher. Wenn es ok ist, schick ich dir den Link zu meinen Erfahrungen. http://moorlicht.wordpress.com/2013/02/21/ein-erstes-fazit/

    [Reply]

  4. Hm, wir haben ja so nen alten Kaffeevollautomaten. Eine Jura Impressa, die wird noch ganz altmodisch mit Kaffeebohnen befüllt ;) Genau wie mit einer Pad- oder Kapselmaschine kann man sich hier den Kaffeee Tasse für Tasse “zapfen” und es ist kein Problem, bio- und fairtrade-Bohnen zu bekommen (dass die dann dennoch in Metall-Kunststoff-Tüte verkauft werden, ist ne andere Geschichte). Für uns jedenfalls, auch aufgrund der Langlebigkeit dieser Maschine, eine echte Alternative zu normalen Kaffeemaschinen oder dem Handfiltern, wo man doch dazu neigt, sich mehr Kaffee zu kochen, als man letztendlch trinkt. Das Aufbrühen mit Filtertüte und Porzellanfilter ist natürlich in puncto Plastikvermeidung unschlagbar, aber es bedarf dazu mehr Disziplin, als wir aufbringen können *schäm*

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Ich kaufe mir seit neuestem losen Kaffee, auch Bio und Fairtrade, in einem Kaffeehaus, das von der Lebenshilfe geführt wird.
    Als ich vor einigen Tagen darum bat, mir in einer mitgebrachten Espresso-Dose mit Kunststoffdeckel 250 g ganze Kaffeebohnen (ich habe eine Kaffeemühle daheim, um die Bohnen frisch zu mahlen) einzufüllen, war man, auch als nicht-behinderter Mitarbeiter, leicht überfordert.

    Naja, das zeigt, daß der Einkauf ohne die übliche Papierverpackung noch sehr unüblich ist.
    (Ich versuche nämlich, wenn möglich, auch Papiermüll zu vermeiden, und benutze daher auch Brot- und Brötchentüten oder auch die Kartoffeltüten von Markt mehrmals, wenn ich eine bekomme.)

    Ansonsten gibt es doch auch bei Tchibo oder in anderen kleinen Kaffeegeschäften noch losen Kaffee.

    Tja, wenn man plastikfrei einkaufen will, geht das nicht mehr so einfach im nahen Supermarkt, Discounter oder auch Weltladen, für viele Dinge muß man sich anderswo Alternativen suchen.

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    Morgan Reply:

    Das mir den Papiertüten mach ich auch so.
    Tchibo und andere Röster kommen nicht infrage, da nicht bio und fairtrade. Weite Wege zu fahren für Dinge, die man oft braucht, kommt für uns allerdings nicht infrage, dann nehmen wir hie und da Plastik in Kauf. Ansonsten lassen wir uns halt auch vieles schicken. Das Postauto fährt ja nicht für uns allein.

    [Reply]

  5. Ich nutze seit nun schon 11 Jahren einen Siebträger-Halbautomaten, eine Saeco Aroma in metallic.
    Das schöne ist: ich hatte bislang keine Reparaturen, ab und an mal entkalken und man hat ganz schnell seine Tasse Espresso oder, in meinem Falle – Milchkaffee, den ich als doppelten Espresso mache und dann kühle Milch dazugieße.
    Da ich nur ein- bis maximal zweimal am Tag Kaffee trinke, reicht mir so ein Siebträgergerät. Einen Vollautomaten finde ich für mich überdimensioniert und man hat wohl auch öfter Reparaturen.

    Ich habe mir vor kurzem einen Walküre-Tassenfilter, der der Karlsbader Kanne ähnelt, gekauft. Dieser Tassenfilter kommt ganz ohne Filterpapier aus. Einfach das grobe Kaffeepulver auf das Porzellan- Sieb geben, mit heißem Wasser übergießen – fertig.
    Da man recht grobes Kaffeepulver braucht, das so üblicherweise nicht erhältlich ist, braucht man eine Kaffeemühle.
    Ich habe eine Handmühle von Zassenhaus. Leider enthält sie im Inneren doch ein Kunststoffteil. In den älteren Modellen kam man noch gänzlich ohne Kunststoff aus.
    Warum aber muß man den Anschein erwecken, es sei so wie in alter Zeit – und dann doch Kunststoff darin verbauen?

    [Reply]

  6. Weil Kunststoff billiger ist als Metall und weil es schneller kaputt geht. Dann muss man was neues kaufen.

    Unser Vollautomat war est ein einziges Mal in bald 12 Jahren zur Reparatur. Und das, obwohl er täglich mehrere Tassen brühen muss. Fraglich ist allerdings, ob man HEUTE noch so eine Qualität finden würde.
    Ich wollte ja auch nur sagen, dass es durchaus auch heutzutage praktikable Alternativen zu Pads und Kapseln gibt ;)

    [Reply]


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