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12Sep/122

Gläser im “Mantel” und erste Urlaubsimpressionen

Heute habe ich wieder ein sehr nettes Mail mit 2 guten Tipps bekommen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte!

Hallo Sandra,

nachdem mein Liebster im Internet auf "Plastic Planet" gestoßen ist, ist er ganz angepickt und möchte euch nacheifern. Bisher viel Theorie ;-) , aber ich lese mich ebenfalls ein und halte die Augen offen. Mir war von eurer Seite im Gedächtnis geblieben, dass nach Spültuch-Alternativen nach wie vor gesucht wird. Für die, die keine Gästehandtücher im Spülbecken mögen könnte ein Schwammtuch von "memo clean" etwas sein. In unserem Bio-Supermarkt (denn´s) habe ich sie heute entdeckt und gleich zum ausprobieren mitgenommen. Ausschließlich natürliche Rohstoffe, keine künstlichen Feuchtmacher, kochfest und zu 100% verrottbar (nach EMPA-Test, der mir nichts sagt). Und verpackt nur mit einem Stück Recycling-Pappe - ok, und 5 cm Tesafilm....

Ich bin ein großer Freund von Schwammtüchern und gespannt auf einen Test. Lt. www.memoworld.com werden die Produkte auch in Österreich vertrieben, auch wenn der Rest der Hygiene-Palette leider in Polyethylen-Folie verpackt ist.

Eine zweite kleine Änderung, die wir vorgenommen haben ist Joghurt im Glas. Um für die Kinder etwas abzufüllen habe ich bisher vor allem Platikdöschen verwendet. Da ich viel nähe haben nun zwei kleine Marmeladen-Gläser ein "Mäntelchen" aus dickem Filz bekommen. So wandern die Gläser sicher im Rucksack mit in den Kindergarten und zurück und sind nach dem Spülen wieder einsatzbereit. Das Design ist noch ein wenig provisorisch, aber funktioniert bisher tadellos und auch der Kindergarten hatte bisher nichts zu beanstanden. Zum Tauschen wird es nun noch zwei weitere Mantelgläschen geben.

LG und weiter viel Erfolg und vor allem viel Spaß,

Nina


Gut, dass es immer wieder so aufmunternde Erfahrungsberichte von Eurer Seite gibt...

Bei unserem heurigen Kroatienurlaub  auf einem Campingplatz der Insel Murter  hat sich nämlich, nun nicht mehr ganz unerwartet, wieder einmal die typische Ernüchterung eingestellt.

Obwohl sich unser eigener Plastikmüll auch diesmal wieder auf einige spezielle Ausnahmen beschränkt hat,  die da waren: Eine Literflasche Joghurt, ein Tetrapack Milch, 6 Eislutscherverpackungen  und natürlich das obligate Packerl  "Urlaubschips" - für eine Woche in einem fremden Land eine akzeptabel Menge, finde ich.

Unser erster Besuch im kleinen Restaurant auf dem Campingplatzgelände sorgte allerdings für eine unerwartete Plastiküberraschung.  Die von uns arglos bestellten Getränke kamen bis auf Peters Bier ausnahmslos in Plastikflaschen und damit nicht genug auch noch alle mit einem extra Plastikbecher garniert daher. Der Versuch, zumindest die Becher zurückzuschicken gestaltete sich daraufhin auch nicht wirklich erfolgreich, da der Kellner sie zwar wieder mitnahm, sie aber trotz ihrer absoluten Unberührtheit direkt im "Gesamtmüll" (von Restmüll will ich in diesem Zusammenhang gar nicht sprechen) landeten. Und als dann schließlich die Pommes für die Kinder und meine Tomaten mit Mozarella serviert wurden war das "Plastikmenü" perfekt: alles auf Plastiktellern und mit Plastikbesteck!

Gegessen haben wir trotzdem - allen abbrechenden und zersplitternden Plastikgabeln und Messern zum Trotz -  doch von unserem ursprünglichen Plan, in dieser Woche öfter mal im Lokal zu speisen, hat uns dieses Menü abgebracht. Lediglich Peters Lieblingsgetränk - offenbar das einzige, das es weltweit in Pfandflaschen gibt - haben wir noch 2,3mal dort eingenommen.

Das einzig Positive, das ich diesem Erlebnis abgewinnen konnte, war die abermalige Bestätigung der Erkenntnis, dass Resaurantbesuche auch ohne derartige Plastikexzesse sicher niemals so "müllarm" sein können wie selber Kochen!!

Weitere "Plastikerlebnisse" aus Murter folgen in Kürze!


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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Das Selberkochen ist ohnehin das beste!
    Wenn, wie bei uns – und, wie ich aus eurem Buch und zahlreichen Blogbeiträgen entnehmen kann, auch bei euch – der Verzicht auf tierische Produkte aus Massentierhaltung, Fake-Nahrungsmittel, Süß-, Aroma- und Konservierungsstoffe oben auf der Liste steht, bleibt kaum ein Restaurant übrig, wo man noch guten Gewissens essen kann. In Großstädten, wo es vegetarische und vegane Restaurants gibt, mag man da mehr Glück haben, aber “auf dem plattten Land” – nope!
    Im November habe ich Geburtstag und “eigentlich” wollen wir da essen gehen. Auch, damit Junior mal sieht, warum wir ihn seit Jahren mit “Hände auf den Tisch, Ellenbogen vom Tisch, grade sitzen, schmatz net!” nerven. Trotzdem bin ich schon am Überlegen, ob wir das “Restaurant” nicht kurzerhand zu uns nach Haus verlegen. Denn Fleisch vom freilaufenden Rind, das sein Futter vom of bekommt, gibts im Lokal sicher net. Und vegetarisch ess ich schon 5 von 7 Tagen… Mal sehen. Wenn Christoph sich bereit erklärt, zu kochen.. das kann er nämlich. UND SPÜLEN müsst er dann ;)

    [Reply]

  2. Hallo, ich bin neu hier und vertiefe mich gerade erst in das Thema: Ohne Plastik leben. Bei Ninas Kommentar fiel mir auf, dass sie ihren Supermarkt benennt: “denn’s” – da haben wir wieder einen bösen Buben im Spiel. Die denn’s Kette gehört zu Nestlé und sollte eben auch nicht unterstützt werden.
    Es ist weiterhin ein schwieriger aber nicht unmöglicher Weg, bewußter zu leben.

    Beste Grüße Anu

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