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14Feb/1033

“Farbe ins Gesicht schmieren”

Heute komme ich also endlich zu dem Thema, das mein Sohn Samuel schon ganz zu Beginn des Experiments als eines der "Hauptprobleme" identifiziert hat (O-Ton Samuel: "Die Mama wird am meisten Probleme haben, weil ihre Kosmetiksachen sind alle aus Plastik!")

Obwohl aus meinem ursprünglichen Vorhaben einen Monat lang gänzlich auf Kosmetik zu verzichten, nichts geworden ist, möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass ich mich dennoch zu den Frauen zähle, die sich auch ungeschminkt aus dem Haus "wagen" – ich würde sogar sagen, dass das der Normalfall ist.

Wenn ich mir dann allerdings doch einmal "Farbe ins Gesicht schmiere" (so wird das in unserer Familie allgemein genannt), muss ich mit umfassender Kritik sämtlicher Familienmitglieder rechnen. Peter, der sowieso findet, dass ich ungeschminkt besser aussehe, hat eine leichte Allergie (um nicht zu sagen Hysterie) gegen Lippenstifte, was sich mittlerweile auch schon auf Samuel und Leonard übertragen hat.

"Warum machst du das eigentlich?" - Die Sinnfrage

Marlene hingegen steht während des Schminkens oft kopfschüttelnd, aber doch leicht fasziniert neben mir und stellt mir jedes Mal wieder dieselbe Frage: "Mama, warum machst du das?" Offensichtlich ist es mir bisher noch nicht gelungen, diese Frage für sie zufriedenstellend zu beantworten.

Als ich mich jedoch im Zuge des Experiments selbst gefragt habe, was hinter meinen Schminkgewohnheiten steckt, habe ich festgestellt, dass es dabei gar nicht nur darum geht, mich „schöner“ zu fühlen (böse Zungen behaupten ja sogar, ich würde geschminkt älter aussehen, was in meinem Alter nun wirklich kein Kompliment mehr ist), sondern dass das Schminken selbst als "Ritual" einfach irgendwie positiv besetzt ist. Auch wenn dieses Ritual natürlich in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist (Woher kommt eigentlich die Idee, dass wir mit Farbe im Gesicht schöner aussehen? Warum glauben das eigentlich fast nur Frauen?), werde ich mich hier darauf beschränken die – ohnehin sehr raren – Alternativen vorzustellen, die mir gesundheitlich und ökologisch zumindest einigermaßen verträglich erscheinen.

Im "Rausch der Farben" (Dekorative Kosmetik!) darf man natürlich nicht vergessen, dass auch noch jede Menge "pflegende Kosmetik" darauf wartet, zur Erhaltung unserer Schönheit beizutragen. (Dazu gleich vorweg noch ein weiteres Geständnis: Auch ich habe mir in einem Anflug von leicht verspäteter "30er-Krise" vor einigen Jahren schon mal eine Anti-Falten Creme gekauft. Sie ereilte allerdings dasselbe Schicksal wie das "Wunderwaschmittel" aus meiner Kindheit. Der versprochene Effekt war zumindest mit den mir zur Verfügung stehenden Methoden nicht nachweisbar - vielleicht sind meine Falten ja einfach noch nicht tief genug…?)

Nun aber zu den Alternativen:

Das ist diesmal wirklich sehr einfach, denn ich habe zumindest im Bereich der dekorativen Kosmetik nur eine einzige Firma gefunden, deren Produkte ich guten Gewissens empfehlen kann: "Grüne Erde".

Die Kosmetikartikel sind frei von synthetischen Konservierungsmitteln, Silikonen, Tensiden Duftstoffen und Mineralölen, zu mindestens 95 Prozent aus kontrolliertem biologischen Anbau und ohne Tierversuche hergestellt. Außerdem sind die Inhaltsstoffe (auch in Deutsch!) vollständig aufgelistet.

Besonders erfreulich ist, dass es von der Marke "Angana" tatsächlich auch Rouge, Make-up, Lidschatten und Lippenstift in Ahornholzverpackungen gibt, die man nicht wegwerfen muss,  sondern wiederbefüllen kann, wenn der Inhalt aufgebraucht ist. Wenn man bedenkt, wie viel Verpackungsmüll bei Kosmetikartikeln im Verhältnis zum Inhalt normalerweise anfällt, ist alleine das schon ein wirklich guter Grund, umzusteigen!

Ich persönlich habe bisher allerdings nur den Lidschatten ausprobiert. Lippenstift verwende ich kaum (Peter!) und Make-up habe ich überhaupt noch nie verwendet und wollte auch für das Experiment nicht extra damit anfangen. Für alle, die so etwas verwenden wollen, sind die "Grüne Erde" Produkte aber meiner Meinung nach eine wirklich gute Alternative.

Auch im Bereich der "pflegenden Kosmetik" gibt es bei der "Grünen Erde" noch sehr viele Artikel, die entweder in Papier oder in Glas verpackt sind und deren Inhaltsstoffe ebenfalls den oben genannten Kriterien entsprechen.

Erdöl ins Gesicht schmieren?

Ein Skeptiker aus meinem Bekanntenkreis hat übrigens unlängst erst zu mir gesagt: "Wenn du so auf Natur stehst, kannst du ja eh Erdölprodukte verwenden. Erdöl ist ja auch ein reines Naturprodukt!"

Nun ja, ich musste ihm prinzipiell Recht geben, allerdings mit der kleinen Zusatzbemerkung, dass wohl kaum jemand auf die Idee kommen würde, das reine Naturprodukt Erdöl direkt auf die Haut aufzutragen. Die Tatsache, dass ich mir gar nicht vorstellen mag, wie aus einem giftigen, stinkenden, braunen Stoff all die netten Kosmetikprodukte und ihre Verpackungen werden können, wird mich wohl zukünftig davor bewahren zum Zwecke der "Verschönerung" zu solchen Mitteln zu greifen.

Im Zweifelsfall gilt wie so oft das "Weniger ist mehr - Prinzip", wodurch sich auch die höheren Kosten von qualitativ hochwertigen Kosmetikartikeln wieder relativieren!

Ein persönliches Kaufkriterium noch zum Abschluss: Nichts kaufen, was Inhaltsstoffe enthält, die mein siebenjähriger Sohn Leonard nicht problemlos lesen und aussprechen kann!

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Über Sandra

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Kommentare (33) Trackbacks (0)
  1. Eine Heil-Salbe, die mit medizinischen Zusatzstoffen versetzt ist, wird auf die Haut aufgetragen, damit diese Stoffe in den Körper eindringen und ihre Wirkung tun. Warum kommt uns niemals der Gedanke, daß die möglicherweise problematischen Zusatzstoffe jener “kosmetischen” Salben und Cremen, die auf Erdöl basieren, in uns eindringen können? Ebenso wird eine Hautcreme, die sich wochenlang in einer Plastikflasche oder in einem Plastikdöschen befindet, Problemstoffe aus dem Plastik aufnehmen. Von dort gelangen sie auf unsere Haut und damit weiter in unseren Körper. Tag für Tag. Manche dieser Cremen riechen ja schon wie Plastik (wenn das Parfum zu schwach ist).

    [Reply]

  2. Vielen Dank für die Produktempfehlung! Ich verwende selten Make Up, habe mir aber auch schon die Frage gestellt, wo es Make Up in plastikfreier Verpackung gibt!
    Was mir bei grüner Erde gefällt, dass sie typgerechte (Wintertyp, Sommertyp,…) Lidschatten haben. Das habe ich noch nirgendwo gesehen. Statt allen Farben (grellpink, neon etc…was sowieso wie angemalt wirkt) natürlich Nuancen :)

    Lg, Laura

    [Reply]

  3. Als Pharmzeut muss ich anmerken, dass Salbengrundlagen auf Erdölbasis (Paraffine) gerne verwendet werden, da es (mehr oder weniger) die einzigen sind, die normalerweise keine Allergien auslösen bzw. diesbezgl. am unkritischsten sind. Dafür gibt es bei hohem Paraffingehalt ggf. andere Probleme: http://de.wikipedia.org/wiki/Paraffin#Gefahren
    Bei pflanzlichen Produkten (Avocado, Soja…) ist es andererseits oft so, dass der eine oder andere allergisch auf die eine oder andere Salbe oder Creme reagiert, außerdem sind sie nicht so lange haltbar. Das bedeutet nicht, dass sie schlechter sind, aber man muss evtl. als Allergiker mehr rumprobieren. Die Pharma möchte natürlich möglichst viele Kunden mit der gleichen Creme erreichen…

    [Reply]

  4. Ich wollte nur noch auf Lush verweisen (http://www.lush-shop.de/ oder https://www.lush.at/lushat/home.nsf etc). Ich benutze deren Produkte schon seit Jahren und habe auch schon viele andere (inkl. diverse Männer) davon überzeugen können.

    Viele Produkte werden ohne Umverpackung verkauft, z.B. Seifen, Gesichtsreiniger (teilweise), Shampoos (!) und Deodorants. Ich hatte lange nach einem Deo ohne Aluminium gesucht und neben einem aus der Apotheke (teuer und mit Umverpackung), hatte ich nur die von Lush entdeckt und lieben gelernt. Generell versucht die Firma so ökologisch wie möglich die Produkte herzustellen und über Herstellung, Transport und Recycling kritisch nachzudenken, auch wenn einiges wahrscheinlich auch noch verbesserungswürdig ist (so hat es lange gedauert, bis die Firma sich dazu entschieden hat, die Umverpackungen von Cremes etc zurückzunehmen und zu recyceln).

    Soweit ich weiss, bietet Lush kein Make up an, eher Seifen und Cremes, da ich aber auch sehr selten Make-Up verwende war das für mich bisher kein Problem.

    [Reply]

    Ly Reply:

    Liebe Juliane,

    viiiiieeeelen Dank für den Hinweis auf Lush, über deren Internetseite wäre ich sonst wohl nie gestolpert! Die Produkte kommen ja (zu einem großen Teil) nicht nur ohne Plastikverpackung aus, sondern sind auch noch vegan :-)
    Da werde ich sicher so einiges ausprobieren.

    [Reply]

  5. als pflege-kosmetika koennte ich evt. noch weleda empfehlen (”natur”kosmetik in metall/glas/papier)
    erhaeltlich bei der drogeriekette mit dem kuerzeren namen.

    [Reply]

  6. Nachdem ich eben unter der Dusche stand und der Einweg-Rasierer mal wieder stumpf war, habe ich mich gefragt, ob schon jemand eine Alternative zu den handelsüblichen Rasierern gefunden hat?
    Das Einwegrasierer die schlechteste Alternative sind, das weiß ich. Aber auch solche Frauenrasierer, deren Klinge man beim dritten Mal auswechseln muss, sind für mich keine super Alternative, da die Klingen meistens sehr teuer sind.
    Weiß vielleicht jemand, ob man irgendwo Rasierer kaufen kann, deren Klingen man selbst schärfen kann? Und die trotzdem für jeglichen Rasuren geeignet sind?

    [Reply]

    Sabine Reply:

    Warum eigentlich “Frauenrasierer” benutzen, die normalen Rasierer mit auswechselbarer Klinge, die die Männer benutzen, tuns doch auch? Gibts nämlich auch in schön ohne Plastik.

    [Reply]

  7. Hallöchen Respekt, ich bin seit Jahren dabei umzustellen, weil mich massive Migräneanfälle (jeden 2. Tag geplagt hatten), ein Aufenthalt in der Migräneklinik brachte auch keine Erkenntnisse, so musste ich selber Aktiv werden, Ernährungsumstellung sowie Umstellung im Bereich Kosmetika, und ich muss sagen Naturkosmtik ist das beste was es gibt, denn es ist Tierversuchsfrei und erheblich ergibiger als konventionelle Kosmetika, abgesehen von der Einsparung von Schadstoffen… meine favorisierten Marken sind Lavera, Alverde, Sante, Alterra etc… allerdings würde ich von Lush Sachen die Finger lassen, ich weiß eine Kommentatorin schwärmte dafür, aber Lush sachen enthalten Konserfvierungsmittel undkrebserregende Nitrosamine. Das musste ich einfach noch mal loswerden.Liebe Grüße aus dem hohen Norden

    [Reply]

  8. Liebe Chrissy!

    Danke für Deinen Kommentar und Deine Hinweise.
    Soweit ich mich erinnere bin ich auf die Fa. Lush wegen der Haarshamponseife hingewiesen worden. Ich habe inzwischen einige davon ausprobiert, bin aber prinzipiell bei allen größeren Ketten immer eher skeptisch. Ich habe bezüglich Konservierungsmittel aber nicht dezitiert nachgefragt.

    Grundsätzlich ist es mir lieber und finde ich es sinnvoller Produkte zu verwenden, die ich ganz in der Nähe kaufen kann und die aus kleineren Produktionen stammen bzw. tatsächlich Biokosmetikkriterien erfüllen.
    Inzwischen habe ich davon zum Glück sehr viele verschiedene Quellen gefunden und habe daher eine wirklich gute Auswahl zur Verfügung.

    Lg Sandra

    [Reply]

  9. Hallo
    Wollte nur darauf hinweisen dass die Grundlage für fast jedes Duschgel/Schampo(sonstige kosmetik) Erdöl ist.
    Meine alternative ist Ringana. Produziert wird in Österreich. Erhältlich über Internet wird es frisch produziert und dierekt zum Kunden geliefert innerhalb weniger Tage. (ohne Zwischenhändler)Es ist nicht nur Bio- und Naturkosmetik sondern auch “Frischekosmetik”. Es werden keinerlei chemische konservierungsstoffe verwendet! Ausdem wird mit der dermatologie in Graz zusammengearbeitet wegen ev. allergischen reaktionen.
    Der einzige Nachteil es werden teilweise Plastikbehälter verwendet.

    [Reply]

  10. BeschwerdeIch suche schon seit 2 Tagen Antworten auf meine Schulische Fragen von Eiweidf. Bis jetzt habe ich noch nichts gneeudfn ****grrrrrrr ggggrrrr***Ich bin schon stinke sauer .und was mir noch aufgefallen ist, in jeder anderen Seite stehen andere Informationen drin.wie soll ich mich denn da auskennen??????Ich bin doch nur eine Schfclerin!!!!Grudf Milka

    [Reply]

  11. Ich bin jedesmal geschockt, wenn ich mich im Badezimmer anderer Frauen befinde: da steht so viel Chemie herum, dann noch mehrere Produkte mit eigentlich der gleichen Wirkung, und es wird ausserdem aufs heftigste geschminkt, bei vielen täglich, und viel zu schwer desodoriert mit stinkenden Produkten. Selbst Biokosmetik hat mächtig viele Inhaltsstoffe, die, auf die Haut aufgetragen, auch dort eindringen können und in den Körper wandern. Es gibt sogar Vermutungen (ich weiß leider nicht mehr, in welchem Artikel ich das gelesen habe), dass intensiver Kosmetik-Gebrauch u.U. zu Brustkrebs führen könnte (viel Fettgewebe dort, in dem sich Stoffe ansammeln).
    Ich finde es schade, das viele Frauen meinen, ohne Kosmetik nicht schön genug auszusehen. Oft ist genau das Gegenteil der Fall, und Männer lieben meiner Erfahrung nach auch eher das natürliche Aussehen der Frauen als das Künstliche. Wer küsst schon gern einen Lippenstift?
    Was braucht Mensch eigentlich mehr als ein einfaches Shampoo, ein Stück Seife und etwas Naturdeo aus dem Reformhaus oder Bioladen (mit Zitrone, Alkohol, Salbei z.B.), zum Schluss für jedes dazu auserkorene Körperteil eine einzige Creme oder Lotion (alles andere hat erwiesenermaßen keinen höheren Nutzen und dient nur der Bereicherung der Hersteller).

    [Reply]

  12. Schminke ist das einzige, wo ich immer noch auf alle Werbeversprechen reinfall und mir immer das neueste hole. Ich hoffe immer noch, eines tages DIE Wimperntusche zu entdecken, die mir mit einmal Auftragen soooooooooooo lange Wimpern macht ;)
    Es stimmt, mein Mann mag mich auch lieber ungeschminkt, aber ich mich nicht.

    [Reply]

  13. Hallo und guten Abend,
    heute Nacht habe ich das Buch nun endlich fertig gelesen :) .
    Aufmerksam darauf wurde ich in unserer Abfallbroschüre, in welcher ein Beitrag darüber stand.
    Auch ich ärgere mich schon geraume Zeit darüber, dass ausgerechnet Bio-Produkte in Plastik verpackt werden und vor allem Milch nicht mehr (jedenfalls nicht in unserer Gegend rund um Baden bei Wien) in Glasflaschen erhältlich ist. Extra dafür nach Wien zu fahren, wo dies nach ersten Internet-Recherchen noch möglich sein soll, jedenfalls auf Bestellung, erscheint mir unökologisch und unwirtschaftlich.
    Auch mit meiner Familie, welcher ich heute morgen beim Frühstück das Thema versucht habe nahezubringen, wird es nicht gar so einfach werden.
    Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass schon sehr viel gewonnen ist, Unnötiges zu vermeiden und gar nicht mehr zu kaufen, und erstmal einfache Dinge auszuwechseln, wie Du, liebe Sandra (ich hoffe, das “Du” ist in Ordnung?) auch immer wieder darauf hinweist. Auch ich habe die letzten Jahre schon versucht, je nach Budget und Möglichkeit auf “ökologisch” umzustellen, was mir mit mehr oder weniger gutem Erfolg gelungen ist. Die Kunststoffthematik war mir wohl bewusst, kam aber dennoch zu kurz.
    Jedenfalls habe ich mit dieser Plattform, wie es scheint, doch eine große Unterstützung und werde nun auch Schritt für Schritt dem unnötigen Verpackungswahnsinn den Garaus machen, jedenfalls in meinem Einflussbereich.
    Vielen Dank für dieses Experiment, es macht auch mir Mut, weiter in diese Richtung zu gehen.
    Liebe Grüße
    Bine

    [Reply]

  14. Im Verpackungsbereich, das muss ich nach etlichen Monaten nun sagen, tut sich bei uns nicht mehr viel. Bio in Plastik eingepackt – wenn ich das nicht will, muss ich im Bio-Laden einkaufen, wo das gleiche Produkt mindestens ein Drittel mehr kostet. Dabei ist Bio schon teurer, auch im Supermarkt. Putz- und Waschmittel kann man im Bioladen zwar im 5-l-Kanister kaufen, aber eben nicht zum selbstabfüllen. Der Kanister ist dann auch ohne Pfand. Man muss also selbst sehen, wie man den entsorgt. Reis gibts nimmer im Pappkarton, Nudeln, Getreide etc. gibts wohl in Papiertüten, allerdings haben die immer auch ein Plastikfenster dabei. Mlch kaufen wir in Glasflaschen, die Sahne, den Schmand, den Joghurt gibts als unsere Bio-Marke nicht im Glas, sondern nur im pappummantelten Plastikbecher. Gleiches gilt für Topfen. Was sehr gut klappt, ist im Bereich Möbel, Deko, Haushaltswaren auf Plastik zu verzichten. Das ist schon eine Menge, reicht mir aber nicht wirlich…

    [Reply]

    Bine Reply:

    Ja, da hast du wohl recht, bloß dass bei uns kein Bioladen “einfach so um die Ecke ist”. Also werde ich Großeinkäufe (noch) besser planen als bisher. Bei den größeren Sparmärkten, von dem wir in der Nähe einen “besitzen”, soll es schon Bioplastikverpackungen geben, hat mir eine Freundin erzählt. Das werde ich heute gleich einmal nachschauen. Wenn ich das auf unserem Kompost kompostieren kann, so wäre das für mich eine gangbare Alternative. Zumal ich es auch nicht sooooo radikal angehen möchte, weil ich das in keinem Lebensbereich als sonderlich förderlich empfinde.
    Im Moment bin ich grade dabei, die Edelstahlflaschen und Jausenboxen zu inspizieren. Alu ist für mich keine Alternative, da diese gerade im Lebensmittelbereich ebenfalls sehr giftig sein sollen (habe ich erst vor kurzem einen Bericht über Getränke in Aludosen gelesen), von der Herstellung und Entsorgung rede ich da gar nicht…
    Heute beim Geschirrspülereinschalten hab ich mir überlegt, ob es nicht möglich wäre, denselben einfach mit Zitronensäure und Essig zu bestücken??? Er ist allerdings schon ein alter Herr und ich möchte ihn nicht mit Gewalt ruinieren. Andererseits: wenn er die hochaggresiven Geschirrspültabs heil übersteht, sollte so bisschen Zitronensäure und Essig auch kein Problem sein.
    Bezüglich der Milch habe ich noch keine Flaschen gefunden in meiner Nähe, aber ich suche weiter.
    Nachdem Du schon ne Weile dran bist, denke ich, dass Deine Ansprüche bereits höher sind. Ich habe in meinem bisherigen Leben für mich die Erfahrung gemacht, dass ich meine Ansprüche nicht von Anfang an zu hoch stecken darf, weil ich (als ziemlich perfektionistisch veranlagter Mensch) dann dazu neige, die Sache ganz zu lassen, wenns nicht perfekt umzusetzen ist. Deshalb hat mir auch der Ansatz im Buch sehr gut gefallen, erstmal das einfachere zu reduzieren, und sich nach und nach vorzutasten.
    In dem Sinne wünsche ich ein schönes WE :)
    PS: Das mit dem Reis finde ich auch ärgerlich, habe noch einen in Karton verpackten zu Hause, die Umstellung dürfte erst vor kurzem stattgefunden haben. Um Kompromisse werden wir wohl oder übel nicht herumkommen, aber besser “nur” Sichtfenster als “Ganzkörperummantelung”….
    Außerdem denke ich, dass man immer wieder danach fragen sollte. Bioprodukte sind auch nicht vermehrt auf den Markt gekommen, weil uns die Industrie plötzlich gesünder ernähren möchte (sonst würden sie sie nicht in Plastik einpacken…) sondern weil vermehrt danach gefragt wurde… also: die Hoffnung lebt :) .

    [Reply]

    Fussel Reply:

    Auch wenn das zwei Jahre zu spät kommt:
    Säure ist für die Spülmaschine völlig verkehrt! Die Methode basiert auf basischen Mitteln (Laugen), also diametral entgegengesetzt zu Säuren. Soweit ich das bisher weiß, gibt es dafür keinen “Selbermachersatz”.

    [Reply]

    painteddog Reply:

    “Deshalb hat mir auch der Ansatz im Buch sehr gut gefallen, erstmal das einfachere zu reduzieren, und sich nach und nach vorzutasten.”

    Ausgehend von deinem Zitat möchte ich dir noch meinen Ansatz zur Vermeidung von Plastik vorstellen:
    Mir ging es anfangs (vor ca. 3-4 Jahren) mit dem Ziel den Plastikmüll zu reduzieren gar nicht gut. Ich habe überall nur noch Plastikverpackungen wahrgenommen, aber konnte keine Lösung finden, dieses zu vermeiden. Dazu sei gesagt wir kaufen grundsätzlich nur Bio und da gibt es zwangsläufig diverse Artikel die IMMER irgendwie in Plastik verpackt sind (z.B. Zucker, Nudeln, Reis).
    Ich habe dann begonnen nach jeder Leerung meiner Plastiktonne aufzuschreiben wann ich wieviel geleert habe (dazu hab ich einfach auf die Tonnenrückseite einen weißen Aufkleber angebracht und Datum und Füllmenge bei der Leerung aufgeschrieben). Das war sehr interessant, denn:
    Ich habe bemerkt, im Vergleich zu anderen Haushalten, dass unsere Monatsmenge oft der Wochenmenge anderer Haushalte entsprach. Weiters sehe ich nun nach diesen paar Jahren, dass es von Jahr zu Jahr deutlich weniger wird, und das ist ungemein motivierend! Ich schaue mir dann manchmal an, was sich da in der Tonne so angesammelt hat und versuche für diese Artikel Lösungen zu finden. Das können (oft nach langem Suchen) dann tatsächlich alternative Verpackungen sein, oder ich entdecke eine Großpackung (unverderblicher Waren, z.B. Waschmittel,…) oder Nachfüllpackung oder ich versuche das betreffende Produkt weniger oft zu kaufen oder selber zu machen (z.B: Topfen/Quark, Mozarella). Je nachdem.
    Und so nach und nach schrumpft mein Plastikmüll…

    LG painteddog

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Ist nicht vielleicht ein Biobauer in der Nähe, der selber Getreide anbaut und vermarktet? Mein Biobauer hier vor Ort verkauft das Getreide in dicken braunen Papiertüten, ganz ohne Sichtfenster.
    Oder vielleicht gibt es auf dem Wochenmarkt einen solchen Biobauern?

    Ich habe mir nämlich abgewöhnt, in Discountern und Supermärkten einzukaufen, sondern stattdessen im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt, wo ich auch direkt vom Erzeuger kaufe (es gibt dort Stände von zwei Bioland-Gärtnereien – eine ist jedoch in der Nähe des Kernkraftwerks Lingen gelegen, so daß ich fast ausschließlich bei der anderen, weiter davon entfernt liegenden kaufe). Auf dem Wochenmarkt und im Hofladen ist es kein Problem, die Ware lose zu kaufen bzw. sich selber Behältnisse dafür mitzubringen.

    So schaffe ich es, nicht nur Verpackungs- und hier besonders Plastikmüll zu vermeiden, sondern auch saisonal und regional zu essen.

    [Reply]

    Bine Reply:

    Ich habe meinen Fokus bisher eher auf Bio-Produkte im Allgemeinen gerichtet und weniger auf dessen Verpackung, wobei ich mich schon über die Plastikverpackungen geärgert habe. Deshalb wurde ich auch auf den Artikel und das Buch aufmerksam.
    Nun muss ich mich über die Möglichkeiten erst schlau machen, aber das mit dem Bio-Plastik bei Spar hat heute wirklich funktioniert :) .
    Wobei die Tomaten aus Italien waren…. aber immerhin. Ich habe bisher erst im Internet recherchiert, aber ich denke, die kleineren Geschäfte sind da nicht vertreten. Ich werde sie aber trotzdem ausfindig machen, so paar Kilometer würde ich schon in Kauf nehmen.
    Wochenmarkt gibts bei uns erst wieder ab März, wenns nicht mehr so kalt ist. Leider habe ich nicht allzuviele Freundinnen, die meinen Gesundheits- und Umweltgedanken teilen und das eher als “eine meiner Spinnereien” abtun. Nichts desto trotz fühle ich mich auf einem guten Weg, den ich doch schon immerhin einige Jahre gehe, und jetzt noch wesentlich verfeinern werde.
    Danke jedenfalls für Deine Antwort, ich freue mich über diesen Blog mit Gleichgesinnten :)

    [Reply]

  15. Wochenmarkt und Hofladen sind für uns keine Alternative. Auf dem Wochenmarkt kann ich ein bisschen loses Gemüse und Obst fürs Wochenende einkaufen, das ist dann aber nicht bio und nur eine Alternative, wenn es aus Deutschland stammt. Getreide, Nudeln etc. gibts da nicht. Ist ein ganz kleiner Markt. Und der nächste Hofladen ist etwa 30 oder 40 km einfache Strecke von uns entfernt. Getreide gibts da auch nicht zu kaufen. Wir sind hier zwar auf dem platten Land, aber im Hunsrück wächst eben nicht viel außer Mais, Kartoffeln und Äpfeln…

    [Reply]

  16. Reines Kokosöl fair trade im Glas eignet sich wunderbar als Gesichtscreme und Körperlotion. Wer den Geruch nicht so mag: Reines Kokosfett. Es macht keine weißen Flecken auf den Kleidern – keine Sorge. Und es wird Kosmetik ja schon lange zugeführt. Ich nehme Olivenöl zum Abschminken von Wimperntusche (kann nicht drauf verzichten). Ich möchte auch meinen Plastik Planet (meine Wohnung) reduzieren. Und bin ganz fasziniert von dir, liebe Sandra.

    [Reply]

  17. Hallo!
    Kann es sein, dass es bei Grüne Erde die oben angepriesene Make-Up Sorten nicht mehr gibt? Ich kann nichts finden…

    [Reply]

    Kelikine Reply:

    Nö, wurde eingestellt … leider!

    [Reply]

  18. hiermit lade ich dich herzlich in meinen kleinen aber feinen seifenladen in graz mariatrost ein :) fr. 14-19uhr und sa 9-12uhr.

    hier wirst du neben naturseifen auch alle naturkosmetischen rohstoffe fürs naturkosmetik selber machen finden UND natürlich auch kurse rund ums thema kosmetik selbermachen bis hin zu seine eigene naturseife sieden besuchen können.

    glg!
    inge

    [Reply]

  19. Liebe Inge!

    Da komme ich wirklich gerne einmal. Vielleichjt kannst Du mir über keinheimfuerplastik@aon.at Deine Telefonnummer schicken, damit wir uns was ausmachen können!

    LG Sandra

    [Reply]

  20. Zum Thema Abschminken bzw. Gesichtsreinigung habe ich einen tollen Tipp gefunden – natürlich und in Glasflaschen erhältlich:

    Distelöl

    siehe Video auf folgendem link: http://www.kosmetik-vegan.de/erbse/abschminken-disteloel/

    Ich werde es ausprobieren sobald meine Reingungsmilch (in Glasflasche :-) ) alle ist :-)

    [Reply]

    Ines M. Reply:

    Hallo!
    Bin auf der Suche nach plastikfreien Alternativen zum Abschminken außer den Öl-Varianten. Kennt jemand Abschminkmittel in der Glasflasche o.ä. bzw. wo kann ich diese bekommen (in Graz oder in Linz)?
    LG und danke schon mal!
    Ines

    [Reply]

  21. Hallo!
    Zum Thema “Grüne Erde Kosmetik”:
    Da ich in Deutschland/Stuttgart einen Grüne Erde Shop entdeckt habe, dachte ich, ich muss da auf jeden Fall mal rein und mich nach diesen nachfüllbaren Kosmetika in Holzverpackung umsehen. Dann die Enttäuschung: Die Verkäuferin Nr. 1 wusste garnicht, was ich meine und Verkäuferin Nr. 2 meinte, das gebe es wohl garnichtmehr. Sie hätten das nicht mehr im Sortiment. Das fand ich seeeeeeehr schade! Hätte da sofort etwas gekauft!
    Naja…von anderen Marken kenne ich aber zumindest Lippenstifte, die als Holzstift verfügbar sind. Aber eben mit Plastikdeckel.

    [Reply]

  22. Nachdem es in Ktn keinen „Grüne Erde“-Shop mehr gibt, und dieser generell leider auch die Angana-Linie für dekorative Kosmetik nicht mehr führt, bin ich was Liedschatten, Puder und Rouge betrifft verzweifelt auf der Suche nach etwas plastikfreiem.

    Beim Blog „Trash is for Tossers“ bin ich auf die Beautylinie „RMS Beauty“ aufmerksam geworden, die lt. der Homepage auch in Österreich in ein paar wenigen Shops erhältlich ist (z.B. im StattGarten, Kettenbrückengasse in Wien – wenige Meter vom Naschmarkt). Die Tiegel sind aus Glas, der Verschluss aus Metall und die Verpackung aus Papier und kann somit recycelt werden. Hab bis jetzt „lip2cheek“ (Lippenfarbe + Cremerouge), „un-coverUp“ (MakeUp bzw. Concealer) und das „eye polish“ (Cremeliedschatten) probiert und bin begeistert. Vor allem auch weil es sich um Bioprodukte ohne Zusatzstoffe und Duftstoffe handelt. Der Preis ist zwar stattlich, aber ich denke man kommt gut und lange damit aus.

    Was ich noch suche ist Mascara! Hat jemand Erfahrungen mit der Mascara von LUSH? Ist zumindest unten in Glas verpackt. Bin auch offen für andere Alternativen.

    [Reply]

  23. Und noch was vergessen: Lidschatten in der Bambus-Dose, auch nachfüllbar, wobei das Nachfüll-Pack ziemlich plastikmäßig ausschaut: http://www.ecoco-organics.com/epages/64304424.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/64304424/Products/ZAO_101086

    [Reply]

  24. Und noch was vergessen vor lauter Begeisterung über Couleur Caramel :)
    Living Crafts, diese benutzen recyceltes Plastik für Ihre Verpackungen und zum Weichmachen der Verpackung nehmen sie Kreide – hört sich auch interessant an, trotz Plastikverpackung…
    https://www.living-nature.de/ueber-uns

    [Reply]


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