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27Mar/1313

EU erwägt Steuer auf Plastiktüten

Liebe KHFP -  LeserInnen! Endlich komme ich wiedermal dazu Eure Kommentare zu lesen und selber zu posten. Beim Durchlesen der Kommentare ist mir gleich ein Link aufgefallen, den mir  Tanja  geschickt hat. Ich finde den Artikel so interessant, dass ich ihn hier auch gleich nochmal wiedergeben möchte! Genau darum würde es auf politischer Ebene  gehen: Endlich steuernde Maßnahmen zu ergreifen, um dieser unendlichen (und größtenteils sinnlosen) Plastikmüllflut Einhalt zu gebieten!

Aber macht Euch selbst ein Bild! Bin schon gespannt, was Ihr dazu sagt.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-03/plastiktueten-muell-steuer-kommission

Und hier der Artikel:

Die Kommission in Brüssel sagt den Wegwerfprodukten den Kampf an: Besonders verbreitete Kunststoffartikel könnten bald sondersteuerpflichtig sein.

Der Umweltschutz lässt sich aus Sicht der EU-Kommission mittels Sonderabgaben verbessern: Sie erwägt Umweltsteuern auf besonders verbreitete Kunststoffprodukte, insbesondere auf Plastiktüten. "Marktbasierte Instrumente" könnten "die Herstellung und den Verbrauch von kurzlebigen und Einweg-Erzeugnissen aus Kunststoff zu vermeiden" helfen, heißt es in einem Diskussionspapier der Brüsseler Behörde. Zugleich ist von möglichen Umweltsteuern die Rede.

Umweltkommissar Janez Potocnik stellte das Papier mit dem britischen Schauspieler und Oscar-Preisträger Jeremy Irons vor, der sich mit dem Film Trashed gegen Plastikmüll engagiert. Sie wollen damit eine öffentliche Debatte anstoßen.

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"Kunststofftragetaschen sind exemplarisch für die moderne Konsumgesellschaft – leicht, praktisch, wertlos und oft nach einer einzigen Benutzung weggeworfen", heißt es in dem Papier. 2010 wurden demnach EU-weit 95,5 Milliarden Plastiktüten benutzt. 92 Prozent fliegen nach einmaligem Gebrauch in den Müll – oder eben in der Umwelt umher.

Viele enden im Meer, laut Angaben der Grünen kommen dort jährlich zehn Millionen Tonnen Plastikmüll hinzu, der sich nur binnen Jahrzehnten abbaut. Laut EU-Angaben machen Tüten fast drei Viertel der von Trawlern vor der Küste der Toskana gesammelten Abfälle aus.

Grundsätzlich hält die Kommission Kunststoffe "für unverzichtbar". Gerade ihre eigentlich gewünschte Haltbarkeit machen sie aber auch so heikel. Ein Beispiel dafür ist ins Meer gelangtes Plastik, das zu winzigen Teilchen zerfällt und über die Fische in die Nahrungskette und damit in den Menschen gelangt.

Erkenntnis allein reicht nicht

Die Grünen im Europaparlament kritisierten, dass die Kommission nur ein sogenanntes Grünbuch zu den Plastiktüten vorlegt und nicht einen Gesetzentwurf. "Trotz weitreichender Konsultationen und einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung wurde der ursprünglich für das erste Vierteljahr 2013 vorgesehene Gesetzesvorschlag vertagt", sagte Fraktionschefin Rebecca Harms. Wegen dieser Verschiebung sei es unmöglich, diese Wahlperiode noch ein Gesetz zu verabschieden.

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Über Sandra

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Kommentare (13) Trackbacks (0)
  1. Bei uns in Deutschland kosten “richtige” (stabile) Plastiktüten schon lange etwas, meist so 20 oder 30 Cent. Die Leute kaufen sie trotzdem. Ich glaube nicht, dass eine Sondersteuer die Tüten an den Kassen verschwinden lassen würde. Die einzige Maßnahme ist ein Verbot, wie andere Länder es schon vormachen. Oder aber, da Deutsche sich ja immer schwer tun, wenn ihnen etwas verboten werden soll, die Erhöhung des Tütenpreises auf über zwei Euro – das ist in etwa das, was man an der Kasse für eine Baumwolltasche bezahlen muss. Wenn die Plastiksackerln definitiv teurer sind als ihre Stoffkollegen, hätte sich die Sache bald selbst erledigt.

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    Karin Wimmer Reply:

    Da schliesse ich mich gerne an!

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  2. Ich kann es einfach nicht fassen, (nach den Kommentaren zum Artikel in der ZEIT) das es Menschen gibt, die selbst solche Maßnahmen für Unsinnig halten. Natürlich bringt des dem Staat zusätzlich mehr Geld ein, aber durch einen niedrigeren Konsum (und dazu müssen die Tüten mind. 1€ kosten, mit Benzin geht es ja auch!) sind nicht die Bürger bestraft, sondern die Hersteller. Denn die Bürger haben eine günstige Mehrzweck alternative. Ob aber die alternative der Hersteller auch so Günstig ist, wird sich zeigen.

    [Reply]

  3. Ja, eine freiwillige Selbstbeschränkung der Industrie wird wenig bringen.
    Und auch auf den einzelnen Verbraucher zu setzen, ist wegen dessen häufiger Uninformiertheit, Gleichgültigkeit oder Bequemlichkeit wohl nur von geringem Erfolg gekrönt.

    Nein, ich finde auch, daß es ein generelles Plastiktütenverbot geben sollte.
    Und eine Lockerung der Hygienevorschriften, denn diese sind es u.a. auch, die dafür sorgen, daß es so viele, vor allem plastikverpackte Lebensmittel gibt – auch und gerade in Bioläden.

    Aber klar: wenn man den Leuten Angst vor Bakterien macht, so daß man ihnen schon antibakterielle Hand-Geschirrspülmittel anbieten kann oder Niedrigtemperatur-Hygienespüler für die Wäsche (UV-Licht tötet Bakterien ab, ganz ohne Chemie. Also öfter mal die Wäsche draußen aufhängen und trocknen lassen.), dann wird eine Kehrtwendung wohl schwierig werden.

    Vor allem, wenn man bei arte gesehen hat, mit wieviel Lobbyisten in Brüssel Politik gemacht wird.
    Leider gibt es zu wenig Leute, denen eine Regelung wichtig ist.
    Da ist man David gegen den Industrie-Goliath – also auf ziemlich aussichtslosen Posten. :-(

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  4. Der hat den ollen Phiister aber auch am Ende lahmgelegt ;)

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  5. Hallo ihr Lieben,
    ich versuche trotz niedrigem Budget auch schon eine Weile soviel Plastik wie möglich zu vermeiden. Plastiktüten zum einpacken der Ware im Supermarkt hab ich noch nie gekauft ,oder im Kleiderladen abgelehnt. Wo ich noch Probleme habe Alternativen zu finden bei Gefrierbeuteln oder Plastikbeutel für den Restmüll. Tu ich diesen so in den Mülleimer muss ich ihn jedesmal gründlich auswaschen, was jede Menge Wasser verbraucht. Wie macht ihr dass?
    Gruß Uschi

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  6. Ich friere ja eigentlich nicht ein, aber Sandra hat gute Erfahrungen mit Einmachgläsern gemacht. Was den restmüll betrifft, wandern da bei mir eigentlich nur trockene Sachen rein, wie vom Hund gekillte Socken, alte Filz- und Buntstifte, zerbrochenes Geschirr oder unbrauchbares Kleinspielzeug. Da wir eine Biotonne haben, dürfen da auch so Sachen wie Bananen- und Orangenschalen, Essensreste, Knochen etc. rein, was nicht in den Kompost darf. Aber der Inhalt der Biotonnen kommt bei uns ins Kompostiererk und die werden mit allem fertig ;) Ansonsten wäre es eine Alternative, unten in den Behälter eine dicke Schicht Zeitungspapier zu geben. Das saugt auf, wenn doch mal was ausläuft. Und evtl. den Behälter ne Nummer kleiner wählen und eben öfter raustragen. Das mit dem Wasserverbrauch sollte man nicht so eng sehen – D ist ein sehr wasserreiches Land, wenn man das Wasser nicht mit Öl oder Chemierückständen verschmutzt, kann man es gar nicht in dem Sinne “verbrauchen”. Im Gegenteil: Je weniger Wasser wir durch die Rohre jagen, umso stärker setzen diese zu und müssen dann von den Kanalarbeitern umso öfter gereinigt werden – mit Trinkwasser!

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  7. Hier ein Link, der Anlass zur Hoffnung gibt, den Plastikmüll wieder aus den Meeren zu bekommen, um dann hoffentlich nicht mehr dort zu landen…
    http://www.weeyoo.de/19-jaehriger-erfindet-moeglichkeit-gegen-plastikmuell-in-den-ozeanen/

    Wie wundervoll die Seite ist! Herzlichen Dank, liebe Familie Krautwaschl

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  8. Besonders die ganz dünnen Plastiktüten in den Supermärkten (welche sich schon beim anschauen in Einzelteile zerlegen und überall in der Umwelt wiederfinden) werden sowieso nicht besteuert. Die stabileren Tüten zum einkäufe nachhause tragen sind m. E. das kleinere Übel in einer langen Reihe von Übeln.
    Es geht nur ums Geld abkassieren und nicht um den Umweltschutz.

    WelcheR PolitikerIn würde schon sagen, daß ab sofort kein Erdöl mehr gefördert werden darf ?!

    [Reply]

    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Plastiktüten ganz allgemein, ob dünne oder die typischen Tragetüten, sollte man vermeiden, denn es gibt Alternativen dafür: Baumwollbeutel oder die guten alten Weidenkörbe.

    Da die Leute leider meist nicht von sich aus an die Umwelt denken, sondern im Gegenteil eher bequem sind, werden sie nicht freiwillig ihr Verhalten ändern.

    So wurde der Gurt im Auto auch nur vermehrt angelegt, weil sonst Strafen drohen; man hatte es eine Weile mit der Freiwilligkeit versucht, aber das funktioniert eben nicht.

    Wenn die Leute aber (mehr) Geld zahlen müssen, ändern sie ihr Verhalten, wenn auch nur quasi gezwungenermaßen.
    Aber darauf kommt es ja nicht an.
    Wichtig allein ist die geänderte Verhaltensweise!

    Die Erdölförderung wird sich schon bald von allein reduzieren.
    Deswegen sollte man sich überlegen, was man mit dem Erdöl dann überhaupt noch produzieren will.
    Plastikbeutel und -verpackungen sind da wohl kaum die erste Priorität, vor allem, da es, wie oben erwähnt, einfache und natürliche Alternativen gibt.

    [Reply]

  9. Hallo,
    habe gerade einen Bericht gesehen. Recycelte Papp-Verpackungen enthalten Mineralöl, das stammt wohl aus der Druckerschwärze von Zeitungen. In den Lebensmitteln ist das Mineralöl nachweisbar. Auch wenn es nochmal in Plastik verpackt ist, ist Öl nachweisbar. Leidiglich in Alu-Verpackungen ist es nicht nachweisbar. Jetzt bin ich total verwirrt.

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    Sandra Reply:

    Liebe Sabine!

    Ich würd mich von soclhen Berichten nicht allzusehr verwirren lassen. Grunsätzlich können wir nur beginnen, die schädlichen Güter für unsere gesundheit und umwelt zu reduzieren, aber wir können sicher nicht alles auf einmal weglassen – das halten wir schon aus.
    Für mich ist das oberste Prinzip, mit der Verschwendung aufzuhören!
    Aber Dein Kommentar animiert mich dazu einen Beitrag zu schreiben, den ich eh schon länger im Kopf habe,….
    lG Sandra

    [Reply]

  10. So ist es. Das Allerschlimmste – Stoffe, die die eigenen Gesundheit gefährden – sollte man weglassen und ansonsten nicht allzu dogmatisch sein. Man muss alles mit einem Augenzwinkern sehen und ansonsten in seinen Bemühungen nicht nachlassen, den Konsum einzudämmen. Sanfter Konsum ist das Zauberwort, glaub’ ich.

    [Reply]


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