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23Nov/09167

Es gibt sie doch: Lebensmittel ohne Plastik

Es gibt eine gute Nachricht: Obwohl sehr viele Menschen es in der Fülle des „Plastikangebotes“ in Supermärkten nicht mehr wahrnehmen, gibt es sie noch – Lebensmittel ohne Plastikverpackung! Und entgegen so manche Prophezeiung schaffen wir es nun doch schon seit mehr als einer Woche, uns sehr gut (sowohl qualitativ als auch quantitativ) davon zu ernähren.

Nicht lebensnotwendig, aber unverzichtbar: plastikfreie Chips dringend gesucht!

Mein leichter Gewichtsverlust ist aber auf einen ungelösten Problemfall zurückzuführen, denn als leidenschaftliche „nach dem Abendessen Kartoffelchips-Nascherin“, fehlen mir jetzt anscheinend doch ein paar Kalorien. Aber da ich das „Problem“ jetzt erkannt habe, werde ich mir wohl hin und wieder Chips selber machen oder Nüsse essen (ist ja eh viel gesünder!).

Trotzdem ein dringender Aufruf: Sollte irgendjemand Kartoffelchips kennen, die nicht in Plastik verpackt sind, bitte bei mir melden. Dafür gibt es einen speziellen „Antiplastik-Orden“ von mir persönlich!

Aufmunternde Einkaufsliste für alle, die gleich mal einen Selbstversuch starten wollen

So, nun aber zu unserer ersten plastikfreien Lebensmittel-Einkaufsliste. Damit es nicht gleich zu schwierig wird, fange ich erstmal mit den Dingen an, die wir in verschiedenen Supermärkten wie Spar, Billa, Nah und Frisch, Merkur und teilweise sogar beim Hofer gefunden haben.

(Die Lebensmittel, die es auch beim Hofer ohne Plastikverpackung gibt, habe ich extra mit einem * gekennzeichnet.)

  • Brot
  • Gebäck
  • Käse
  • Wurst
  • Fleisch
  • Obst und Gemüse (z.B.: Zwiebel, Kraut*, Rettich, Rote Rüben, Tomaten*, Sellerie*, Lauch, Paprika*, Karfiol*, Erdäpfel, Knoblauch, Äpfel, Bananen, Orangen, Zwetschken,…)
  • Mehl*
  • Zucker*
  • Gries
  • Haferflocken*
  • Nudeln („Despar“ nur beim Spar und „Barillia“ im Großhandel)
  • Butter* (das ist noch ein “Streitfall“, aber dazu gibt es eine eigene Geschichte; vorläufig gehe ich davon aus, dass Butterverpackung kein Plastik beinhaltet)
  • Reis*
  • Semmelbrösel*
  • Tee*
  • Marmelade*
  • Honig*
  • Eier*
  • Müsli (bis jetzt nur „Gittis“ in der kleinen Packung)
  • Ketchup
  • Senf
  • Majonaise
  • passierte Tomaten
  • Salz
  • Essig*
  • Öl*
  • Kakao
  • Mineralwasser

Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Manche der angeführten Lebensmittel (wie zum Beispiel Eier) gibt es zum Glück überhaupt nur in Karton. Bei den meisten hat man aber die Wahl. Und das bedeutet, dass wir als Konsumentinnen und Konsumenten mit unserer Kaufentscheidung unmittelbar Einfluss nehmen und etwas bewirken können! Mir das bewusst zu machen, ist für mich ist ein gutes Gefühl.

Ein Kompromiss

Einen Kompromiss mussten wir allerdings eingehen: Wir akzeptieren die Kunststoffdichtung, die sich in den Drehverschlüssen von diversen Gläsern befindet. Die Auswahl an Lebensmitteln wäre sonst tatsächlich sehr gering.

Noch ein Tipp zum Abschluss

Für den plastikfreien Einkauf von Käse, Wurst und Fleisch nehme ich entweder einen eigenen Behälter aus Metall oder Glas mit, oder ich bitte die Verkäuferin oder den Verkäufer, mir die Ware nur in ein Papiersackerl zu verpacken. Das funktioniert sehr gut. Manchmal löst es zwar ein wenig Verwunderung aus, aber es wurde mir noch nie verweigert.

Fettfleckprophezeiung und beherzter Serviettentrick

Nur einmal war es ein bisschen schwierig: Als ich unlängst für Samuel und mich einen Kornspitz mit warmem Schweinsbrüstel und Senf nur in ein Papiersackerl verpackt haben wollte, löste das bei der Verkäuferin massive Zweifel an der „Beständigkeit“ dieser Kombination aus. Während der Zubereitung wiederholte sie einige Male kopfschüttelnd ungefähr Folgendes: “Das wird ihnen auseinander fallen, dann haben´s den ganzen Senf und das Fett im Sackerl und das ist net dicht, dann haben´s das alles überall…“. Da mir die Ernsthaftigkeit ihrer Bedenken zu Herzen ging und ich grundsätzlich ein kompromissbereiter Mensch bin, stimmte ich schließlich ihrem Vorschlag zu, die beiden Kornspitze noch in eine Serviette einzudrehen, bevor sie ins Papiersackerl kamen. So waren wir beide zufrieden und beim anschließenden Verzehr der Kornspitze war ich für die Serviette wirklich sehr dankbar!

Fortsetzung folgt: „Plastikfreie Einkaufsliste für Fortgeschrittene“

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Kommentare (167) Trackbacks (1)
  1. Hallo zusammen,
    Erstmal sorry, wenn ich den Beitrag nicht am die richtige Stelle gesetzt habe, aber ich blicke hier noch nicht ganz durch.
    Hat jemand eine Idee, wo man plastikfreie Schokolade her bekommt? Ich sag schon mal im voraus, dass für mich die Schokolade m, die in Alu eingepackt ist und dann auch noch Papier drumm ist, keine Alternative ist. Schon mal danke für eure Antworten.
    LG Cosima

    [Reply]

    painteddog Reply:

    Warum nicht eine Schokolade von der Firma Zotter?

    Innen- und Außenverpackung aus Papier
    Fairtrade (keine Kinderarbeit bei der Kakaoernte!!! Nur Kleinbauern!)
    Verpackung mit ungiftigen Farben bedruckt
    Zutaten aus biologischer Landwirtschaft
    unüberschaubar große Sortenauswahl, tw. sehr ungewöhnliche Sorten
    schmeckt – je nach persönl. Geschmack natürlich – ausgezeichnet

    Hat aber ihren Preis! Eine Tafel (ca. 70g) kostet ca. 3,20€ – Qualität kostet! Erhältlich in Bioläden, in 3. Weltläden und auch bei der Firma Zotter über deren Online-Shop.

    Sonst gibt es auch von der Firma Schönenberger (Schweiz) ausschließlich in Papier verpackte (hauchdünne Tafeln, in einer Packung sind 2x 50g), ist auch Bio und Fairtrade, gibts im Bioladen.

    Liebe Grüße painteddog

    [Reply]

  2. Kakaopulver im Glas – endlich hab ich es gefunden. Unter folgendem Link könnt ihr euch das mal ansehen!

    http://www.keimling.at/kakaopulver.html

    [Reply]

  3. Hallo zusammen,
    hallo Sandra,

    Ich habe eine Frage, wie kann ich dann Sachen in der Kuehltruhe einfrieren ohne Plastiktueten???

    Gibt es da Alternativen?
    Vielen Dank! :-)

    [Reply]

    painteddog Reply:

    Einfrieren ohne Plastik – geht wunderbar!

    Bin gerade dabei diverse Früchte (entsteinte Kirschen, Weichseln, geschnittene Marillen, Beeren,…) einzufrieren. Dafür habe ich mir Wannen aus Edelstahl (sog. Fleischbecken) in entsprechenden Größen (sollten ja in eine Gefrierschranklade passen) bestellt.
    Man findet derartige z.B. unter http://www.edelstahl-in-bestform.de/shop-1/0314-fleischbecken-wannen.html (die haben dort auch sehr viele andere wunderbare plastikfreie Dinge, Lieferung dauert ein bisschen, aber die Edelstahlqualität ist sehr gut).
    Die geschnittenen, entsteinten,… ev. mit Küchenrolle abgetupften Früchte lege ich möglichst trocken in diese Wannen und friere sie vor. Am nächsten Tag fülle ich die gefrorenen Früchte in Papiersäcke. Qualitativ hält das einwandfrei, habe diese Methode schon seit zwei Jahren in Verwendung und kann nicht klagen.

    LG painteddog

    [Reply]

  4. Statt Geschirrspültabs kann man auch Soda (Natriumcarbonat) im Geschirrspüler verwenden, die ist ein ausgezeichneter Fettlöser. Deshalb ergibt das auch einen klasse Reiniger für alle Küchenoberflächen. Ich fülle dazu einfach 2..3 EL Soda mit Wasser in eine leere Sprühflasche, die damit “recycled” wird. Etliche teure gekaufte Küchen- bzw. Fettreiniger aus der Werbung funktionieren nicht mal halb so gut.
    Schneidbrettchen lassen sich damit ebenfalls sauberhalten, da Soda mit einem pH-Wert um 11 stark alkalisch ist, Bakterien gedeihen in diesem Millieu nicht.
    Seit einem halben Jahr stelle ich damit auch mein eigenes Waschmittel her und das funktioniert hervorragend. Das Rezept, das im Wesentlichen nur aus Soda + Kernseife besteht, hat schon jemand im Kommentarbereich hier beschrieben, kann man aber auch googeln.

    Früher wurde Soda in jeder Küche benutzt, mittlerweile entdecken die Leute dieses alte Wissen gerade wieder. Ein halbes Kilo kostet in Drogerien oder besseren Supermärkten etwa einen Euro und ist ziemlich ergiebig, so spart man auch noch einen Haufen Geld. Die Firma H….. bietet Soda meines Wissens auch in einer plastikfreien Verpackung an.

    Gesundheitlich ist Soda unbedenklich, man sollte nur den Staub nicht einatmen (Warnhinweis: Reizend). Im Gegensatz zu den ganzen Chemikalien in gekauften Reinigern, die wir sonst so sorglos überall versprühen, ist das aber Kindergeburtstag.

    P.S. Nicht verwechseln mit Natron (Natriumhydrogencarbonat), Soda findet man in der Waschmittelabteilung.

    [Reply]

  5. Kartoffelchips (Rezept von meiner Großen, 13, Realschule – Hauswirtschaft): Kartoffel schälen, in kleine Scheibchen schneiden (sehr dünn!), auf Backpapier ausbreiten, beidseitig ölen, nach Belieben salzen, pfeffern – je nach Ofen (wir haben einen Miniofen, da ca. 40 min bis 50 min) in den Ofen geben, abwarten. Lecker! Und gesund – und sie sättigen (da dass nicht die Kohlenhydrate können, nur dass Fett… ) und sie lassen sich gut von Chipsliebhabern auf dem Sofa knabbern. Wenn sie nicht hart genug werden, einfach etwas länger drin lassen – bis zur Dunkelbräunung. Ansonsten danke für Deine Tipps, ich lerne viel tolles auf der HP und bin aus dem gleichen Grund wie Du den Weg gegangen – allerdings leben wir hier schon mit gravierenden gesundheitlichen Folgen, und stehen ganz am Anfang der Rebellion – aber sinnvoll, wirklich umsetzbar und mit mehreren guten Gründen dahinter! Lg, Bine

    Ach ja: Statt einem Orden wären Deine Quellen toll, bzw. weitere Blogs/Bücher/Filme/Mitstreiter. Ich bin um jede Info dankbar, sie retten meine Große evtl. vor der Geschlossenen und mir – auf Dauer – das Leben. Danke Dir!

    [Reply]

  6. Geheimtipp!!!
    Plastikfrei einkaufen kann man im Ayurveda Naturladen in Graz auch Online möglich und das Porto ist ab 30 Euro Gratis. Voll fein. Und günstig sind die Lebensmittel auch noch. Es gibt die Grundnahrungsmittel und einige Superfoods, Seifen, Kräuter, Kakao nach Gewicht. Alle Produkte sind im Online Shop nicht drinnen. Sehr Nostalgisch der Laden. Da ist das Einkaufen wirklich ein Erlebnis.

    http://www.ayushop.at

    [Reply]

  7. Hallo !
    Ich finde es total toll was ihr macht leider könnte ich es nicht ganz umsetzen versuche aber
    So gut wie es möglich ist Plastik einzusparen :) Ich habe eine Alternative für die Sonnencreme gefunden
    Von Lush gibt es die Sonnencreme am Stück als Art Seife ohne Plastikverpackung. Lush kann man auch online
    Bestellen .
    Lg Tamara

    [Reply]

    painteddog Reply:

    Hallo Tamara,
    die Fa. Lush wird leider in diversen Foren, Produkttests etc. sehr kontrovers diskutiert. Die Verpackung ist das eine, jedoch der Inhalt und die Arbeitsbedingungen das andere! Mir würden viele Produkte auch grundsätzlich gut gefallen, aber ich lasse aus genannten Gründen lieber die Finger davon.

    LG painteddog

    [Reply]

  8. Entschuldigung, aber Eier gibt es nicht nur in Pappe, das wäre sehr schön! Natürlich werden sie leider auch in Plastikverpackungen verkauft.

    [Reply]

    Nadine Reply:

    Stimmt die gekochten gibt’s auch in Plastikverpackung

    [Reply]

  9. Ich gehe auch zum Metzger mit meinen Glasdosen, die mögen die Verkäuferinnen lieber als Plastik oder Metalldosen. Ich ernte aber immer noch verwunderte Blicke vor allem von anderen Kunden…die Damen hinter der Theke haben sich dran gewöhnt. Zum Bäcker nehme ich mein Stoffbeutelchen mit auch das geht prima.Im Fischladen,auf dem Markt…aber man ist fast immer die Ausnahme und meinen Kindern ist es manchmal sogar peinlich. Müssen sie aber durch…ist ja auch ihre Umwelt. Habt Mut und nehmt eure Dosen und Behälter mit.
    Eine Verkäuferin meinte sie könnte meine Ware nicht in meine Döschen packen, das wäre unhygienisch. Der Satz… Mein Geld nehmen sie doch auch über die Theke, meinen sie das hat weniger Keime? hat Super geholfen.

    [Reply]

  10. Hallo, ich lese im Moment immer mal wieder deine/eure Seite und finde es toll, was und wie ihr es macht.
    Um eventuell eine Alternative für den geliebten Mozarella zu finden, schaut euch doch mal folgende Seite an: http://www.peta.de/kaese#.V2WQ0DUZEW8
    Dort ist unter Anderem eine vegane Mozarella Alternative aufgeführt. Ausprobiert habe ich das noch nicht, aber vielleicht ist es für euch eine Option für den Sommer :)
    Liebe Grüße,
    Steffi

    [Reply]

  11. Hey, wollte nur mal eben sagen, dass es traurigerweise auch Eier mittlerweile in Plastik gibt.

    [Reply]

  12. Ihr Lieben, hier gibt es süße Leckereien ohne Plastik und sogar zuckerfrei (nur reine Fruchtsüße): http://www.simiundich.de

    [Reply]

  13. Very rapidly this web site will be famous amid all blogging and site-building visitors, due to
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    [Reply]

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    [Reply]


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