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9Apr/1420

Einkaufsparadies für Verpackungsmuffel

Mehrere von Euch haben mich in letzter Zeit schon auf die neue Wiener „Maßgreißlerei“ Lunzers hingewiesen (Ähnliches gibt es meines Wissens ausgehend von London schon in mehreren Großstädten in Europa).

Was in herkömmlichen Supermärkten normalerweise unmöglich ist, ist hier ganz normal:

Einkaufen von „offenen“ Lebensmittel nach Maß und Ziel, mit mitgebrachten Behältern oder vor Ort verfügbaren wieder verwendbaren Verpackungen.

Man kauft also tatsächlich nur das, was man wirklich braucht (also die Lebensmittel) und erzeugt normalerweise überhaupt keinen Müll.

Ich kann nur hoffen, dass das Beispiel Schule macht.

Nach meiner letzten großen Veranstaltung zum Thema „Plastikfreie Zone“ habe ich diesbezüglich aber wieder einen großen Hoffnungsschub bekommen.

Dort hat mich ein Kaufmann aus der Umgebung direkt auf das Thema angesprochen und möchte in weiterer Folge gerne sein Sortiment mit meiner Unterstützung erweitern bzw. verändern. Über die weiteren Fortschritte in dieser Sache werde ich an dieser Stelle natürlich berichten.

Inzwischen habe ich aber noch eine Bitte an Euch:

Schreibt mir, wenn Ihr in Eurem Umfeld ähnliche Geschäftsideen oder zumindest Initiativen in diese Richtung beobachtet. Ich möchte gerne auch auf diesem Blog Menschen aus der Wirtschaft unterstützen, die keine  "Misswirtschaft" mehr betreiben, sondern einen zukunftstauglichen, nachhaltigen Weg beschreiten wollen.

Untenstehend findet ihr noch die Links zu Lunzers Wien!

http://mass-greisslerei.at/

http://www.w24.at/Wiener-Greisslerei-verzichtet-auf-Verpackungen/797405

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Kommentare (20) Trackbacks (0)
  1. Hallo,

    ich muss sagen, ich bin inzwischen furchtbar deprimiert, gerade was die täglichen Einkäufe angeht. Der Bioladen die reinste Plastikhölle, Vollkornnudeln sind nicht plastikfrei zu bekommen (selbst Barilla, deren Chef im Übrigen mit homophoben Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht hat, bieten gerade die Vollkornprodukte mit Plastiksichtfenster an), Hülsenfrüchte und Körner sind bis auf ein, zwei Sorten, die es im Glas gibt, ebenso hoffnungslos. Biokartoffeln gibt es nur (im Plastiknetz) abgepackt, auch die Abokiste entwickelt sich mehr und mehr zum Plastikcontainer. Ich habe derzeit nicht einmal eine Möglichkeit, Holste Waschsoda (die in Papier verpackte) zu bekommen, unser DM bietet, wenn überhaupt, nur seine in Plastik verpackte Hausmarke an. Reis-, Soja- und ähnliche “Milch” ist nur im Tetrapack zu bekommen. Selbst regelmäßiges Nachfragen konnte in “meinem” Bioladen (dem einzigen im Umfeld) niemanden dazu bewegen, Shampooseife ins Sortiment aufzunehmen.

    Alles in allem ein rundum trauriges Bild, dass ich, selbst ganz ohne Weltrettungsambitionen, nicht einmal für mich ganz egoistisch die Möglichkeit habe, solchen Giftstoffen gerade bei Lebensmitteln aus dem Weg zu gehen (von der Verpackungslawine ganz zu schweigen).

    [Reply]

  2. Mir geht es ganz ähnlich wie dir. Je nachdem wo man wohnt, ist es wirklich ein unmögliches Unterfangen. Wir lösen das so, dass wir plastikfrei kaufen, was es plastikfrei gibt und ansonsten vor allem auf bio und fair trade achten. Auch wenn das bedeutet, Plastik buchstäblich in Kauf zu nehmen. Unser Fokus liegt seitdem viel stärker auf Neuanschaffungen wie Kleidung, Schuhe Hausrat, wo man wirklich viel Auswahl bei Nicht-Plastik bw. Nicht-Synthetik hat. Und auch mehr Möglichkeiten, den Lebenszyklus der Gegenstände zu verlängern, zB duch Second Hand Käufe oder Tausch.

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    Sandra Reply:

    Liebe Sarina, liebe Morgan!

    Mir wird immer wieder bewußt, dass unser Wohnort (am Land, aber sehr nahe an einer größeren Stadt) in Bezug auf den Einkauf von regionalen, Bio und plastikfrei verpackten Produkten tatsächlich große Vorteile bietet.
    Gerade die von Sarina erwähnten “Milchersatzprodukte” gibt es aber auch bei uns nur in einem einzigen Bioladen in Glaspfandflaschen (bzw. handelt es sich dabei um eine Sorte Sojamilch!).
    Insgesamt finde ich Morgans pragmatischen Zugang sehr hilfreich. Ich persönlich habe zum Glück habe immer schon sehr gerne Second Hand gekauft und versuche gerade diese Schiene auch im Freundes- und Bekanntenkreis noch populärer zu machen. (dazu gibt´s auch bald einen Bericht über unseren Kleidertauschmarkt).
    Ich habe jedenfalls das gefühl, dass steter Tropfen doch den Stein höhlt und sich jedenfalls in meinem Umfeld auch immer mehr Alternativen eröffnen. Aber es ist definitiv noch sehr viel zu tun!
    Ich hofffe, Du bleibst trotz mancher Schwierigkeiten dran und lässt Dich nicht entmutigen!

    LG Sandra

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  3. Ich kann mich glücklich schätzen, ich verzichte seit Herbst letzten Jahres auf Plastik und im Februar dieses Jahres hat bei mir in Kiel nur 2 Straßen von mir entfernt ein Geschäft namens “Unverpackt” aufgemacht. Soweit ich weiß ist es neben einem Geschäft in München bisher das einzige dieser Art in Deutschland. Es ist ein recht kleines Geschäft, aber es gibt neben allen trockenen Grundnahrungsmitteln auch Öle, Gewürze, Tee & Kaffee, Süßigkeiten (!!!) und auch Wasch-und Putzmittel. Und auch etwas regionales Obst und Gemüse. Ich bin da seit der Eröffnung Stammkundin und es macht total Spass dort einzukaufen. Ich wünsche euch, dass es das auch bald in anderen STädten gibt, es ist wirklich toll!

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  4. Mir ergeht es da eher wie Sarina und Morgan. Einige, leider wenige, Dinge kann ich direkt vom Produzenten und ohne Verpackung haben. Manches bekomme ich in Pfandgläsern und -flaschen in der Bioabteilung des Supermarktes.

    Ärgerlich finde ich, dass jegliches Bioobst und Gemüse in Plastik verpackt ist. Irgendwie wird damit der Biogedanke ad absurdum geführt. Protestmails an die Marktleitung und die Biofirma halfen bisher nicht. Mein kleiner Protest gegen diese Ignoranz: Ich lasse jeglichen Verpackungsmüll beim Laden zurück. Schön wäre, würden das mehr Kunden so machen und die Läden mit dem unnützen Müll “fluten”. Vielleicht würde dann endlich ein Umdenken einsetzen und die Verbraucherwünsche ernst genommen.

    Ich befürchte allerdings, dass bis dahin noch viel Wasser die Berge runterkommt. So wurschtele ich mich eben so gut es geht durch, vermeide Müll wo immer es möglich ist und suche weiter nach Alternativen.

    Manchmal ist es schon ein bissel frustrierend und es kommt auch mal der Gedanke an die Windmühlenflügel auf…..

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    Mechthild (Nähe Emsland) Reply:

    Hallo Kehua,

    gibt es keinen Wochenmarkt in Deiner Nähe?
    Dort gibt es Obst und Gemüse unverpackt.
    Dort kaufe ich immer ein – und im Hofladen eines Biobauern.
    Da ich selber koche, vermisse ich Supermärkte nicht.

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  5. servus kehua,

    wenn du keine möglichkeit hast in einem bioladen einzukaufe, wo fast alles offen verkauft wird, finde ich deine methode, plastik im markt zu lassen, sehr gut.
    ob es zum erfolg führt kann man nicht wissen. aber bleib bei deiner methode. lass dich nicht frustrieren.

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  6. In Berlin öffnet im Sommer Original Unverpackt – der Laden/Supermarkt wurde hier schon vorgestellt.
    Die 2 jungen Frauen betreiben im Moment crowd funding – einfach mal googlen.
    Ein absolut unterstützenswertes Projekt wie ich finde.

    [Reply]

  7. “Original unverpackt” – Berliner Startup Unternehmen: Ein Supermarkt komplett ohne Verpackungen, sollte jeder, der gerne plastikfrei einkauft, drüber nachdenken, denn sehr unterstützenswerte Idee..!!

    http://original-unverpackt.de/idee/

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  8. In Bonn gibt es seit knapp 2 Wochen auch einen verpackungsfreien Laden :-) http://www.freikost.de/

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  9. Hallo,
    so einen Laden mit offenen Lebensmittel habe ich auch noch nicht gefunden.
    Ich habe einmal folgende Idee gelesen (leider habe ich den Artikel nicht mehr wieder gefunden).Ein paar Orte weiter will eine Gärtnerei (eigener Anbau) auf Plastiktüten verzichten.Dafür können die Kunden Mehrwegpaletten mitnehmen.Ich glaube,diese können dann wieder zurück gebracht werden.Erde wird von der Gärtnerei angeliefert.
    Liebe Grüße

    [Reply]

  10. Hallo zusammen :)
    Im Rahmen eines Uniprojektes beschäftigen wir uns jede Woche mit einem neuen Verzicht. Diese Woche versuchen wir auf Plastik und jegliche Form desselbigen zu verzichten. Es war sehr spannend, die verschiedenen Alternativen und Erfahrungsberichte zu lesen. Es würde uns sehr freuen, wenn ihr auf http://www.g0ldenb33-4.de einmal vorbeischaut.

    Liebe Grüße
    Lisa

    [Reply]

  11. Der Laden in London (”Unpackaged”) hat es leider nicht geschafft:
    http://beunpackaged.com/

    Viele liebe Grüße aus London,
    Melanie

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  12. Ein Einkaufstipp für Verschiedenes: http://www.kulturgut-shop.de/

    lG painteddog

    [Reply]

  13. Auch in München läuft gerade ein Crowd funding Projekt bei Startnext.de
    OHNE – erster verpackungsfreier Supermarkt in München. Googeln und unterstützen!
    Ich arbeite in einem Bioladen – und außer Käse, Wurst, Brot und Obst und Gemüse gibt es auch bei uns nichts offenes zu kaufen. Deswegen unterstütze ich die Aktion von OHNE.
    Liebe Sandra Krautwaschl – vielen Dank für dieses Forum!

    LG Conny

    [Reply]

  14. Hier gibt es ein Verzeichnis der bisher existierenden verpackungsfreien Geschäfte in Mitteleuropa:
    http://www.smarticular.net/verzeichnis/

    Das ist sicher nicht vollständig, ich kann mir aber vorstellen, dass die Betreiber der Seite sich über weitere Tips freuen.
    Im Aufbau befindliche Geschäfte werden auch vorgestellt, damit man weiß, wo man sich noch an einem Crowdfunding beteiligen oder wo man demnächst einkaufen kann :-)

    [Reply]

  15. Tipp für alle TirolerInnen und TirolurlauberInnen: seit einiger Zeit gibt es nun in Innsbruck die Möglichkeit plastikfrei einzukaufen!
    Schaut mal unter: http://www.liebeundlose.at/

    LG painteddog

    [Reply]

  16. Ein Einkaufstipp für viele plastikfreie Geschenkideen:

    http://www.entia.de/Schoenes-fuers-Heim/Kueche/

    [Reply]

  17. Noch ein Einkaustipp für ausgefallene ökologisch hergestellte Artikel: http://www.beesandnectaries.de/

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