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30Apr/121

Ein Päckchen voller guter Ideen

Obwohl unsere Stofftaschenaktion nun schon lange vorbei ist, habe ich heute wieder eine sehr schöne, selbst genähte bekommen...und nicht nur das!

Maria aus Suben hat mir ein Päckchen mit lauter kleinen Überraschungen geschickt: Holzkluppen, 2 wunderschöne Waschlappen, verschiedene selbstgenähte Sackerln aus alten Zeitungen, eine Naturseife,... und dazu einen 3 seitigen Brief, in dem sie mir ihre unterschiedlichen Bemühungen und Erfahrungen bei der Plastik(müll)reduktion schildert.

Auch Maria hat festgestellt, dass in vielen Fällen Kompromisse notwendig sind, doch das hindert sie nicht daran, das zu tun, was ihr möglich ist. Ein Ansatz, der mir sehr vertraut ist.

Genauso wie die Tatsache, dass es natürlich immer mal Leute gibt, die all diese Bemühungen für lächerlich bis naiv und vor allem für sinnlos halten und sich lieber darin üben, ständig alles breitzutreten, was man nur sehr schwer und langsam oder gar nicht verändern kann.

Ich versuche grundsätzlich immer, solchen "Zweckpessimisten" mit Verständnis zu begegnen, allerdings bemerke ich, dass ich ihre Aussagen teilweise immer weniger ernst nehmen kann. Naiver als alle Träumerein, wie man diese Welt zu einem besseren Ort machen könnte, erscheint mir inzwischen jedenfalls, das ständige Gejammer und Lammentieren gewisser Leute. So als ob irgendetwas besser werden könnte, wenn jede(r) von uns über die Zustände klagt, aber sonst alles beim Alten lässt.

Doch anscheinend ist es für manche Mitmenschen leichter, die eigene Inaktivität zu ertragen, indem sie die Ideen anderer kritisieren. Jedenfalls habe ich auch im Zuge unseres Experimentes noch selten erlebt, dass "kritische Stimmen" auch tatsächlich alternative Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht hätten, meist geht es anscheindend nur darum, sich selbst mehr oder weniger zu beweisen, dass man ohnehin nichts ändern kann.

Ich kann daher an all diejenigen, die mitunter als naive Hobbyweltverbesserer bezeichnet werden, an dieser Stelle nur appellieren, sich von reinen Negativkommentaren nicht Mut , Hoffnung oder den Glauben an Veränderungsmöglichkeiten rauben zu lassen. So lange niemand mit einer besseren Idee aufwartet, ist jede auch noch so kleine Bemühung immerhin das beste, was wir tun können. Natürlich gilt es, auch sich selbst gegenüber kritisch zu bleiben, um sich nicht in Sackgassen zu verrennen oder irgendwelchen Alibilösungen auf zu sitzen.

Mindestens ebenso wichtig ist es aber diese Form der Selbstkritik auch von notorischen Besserwissern einzufordern.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die so wie ich zumindest an die Veränderbarkeit des eigenen Lebensstils glauben auch weiterhin einen langen Atem und viel Resitenz gegen unkonstruktive Kritik jeder Art.

Danke Maria und allen anderen unverbesserlichen WeltverbesserInnen für Euren Einsatz, Eure Überzeugung und Unverdrossenheit und den Mut, den Ihr mir in den letzten 2einhalb Jahren immer wieder gemacht habt.

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Über Sandra

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Kommentare (1) Trackbacks (0)
  1. Über genau dieses Thema hatten Christoph und ich heute beim Abendbrot.
    Meist haben Kritiker keine wirklichen Alternativvorschläge, sondern gefallen sich darin, eine Idee zu zerreden, nur weil sie selbst diese nicht hatte.
    Denen möchte ich gerne zurufen: “Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal die Fresse halten!” (Dieter Nuhr).
    Also – nicht einschüchtern lassen, sondern weitermachen mit dem, was man für gut und richtig erkannt hat.
    Nur weil es überall die berühmten 10% Idioten hat (Danke, Gregor Gysi, für dieses Zitat), müssen sich die restlichen 90%, bei denen Hopfen und Malz noch nicht verloren sind, dem ja nicht anpassen ;)

    Liebe Sandra, ich würde mich übriges sehr freuen, wenn du meine Aktion TütenTausch bei dir im Blog vorstellen würdest, wir können auch gerne nochmal telefonieren. Ich hatte dir ja ne mail geschickt…

    [Reply]


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