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9Dec/0990

Ein beinahe aussichtsloser Fall

Wie schon beschrieben, unser erster Versuch eines plastikfreien Einkaufs war nicht unbedingt von großem Erfolg gekrönt.

Beim  Thema Klopapier beispielsweise konnten wir zunächst keinen „plastikfreien Durchbruch“ erzielen. Dasselbe galt für Küchenrollen, Taschentücher und Servietten. All diese Produkte gibt es - wie sich recht schnell herausstellte – einfach nur mit Plastikhülle, zumindest ist es uns nicht gelungen, irgendwo etwas anderes ausfindig zu machen!

Nach sehr intensiven, aber erfolglosen Nachforschungen zum Thema „Klopapier und Co.“ in sämtlichen Bioläden von Graz, kam ich schließlich zur Erkenntnis, dass wir in diesem Fall wohl Kompromisse eingehen müssen. Da bis zum Start unseres Experiments aber noch ein wenig Zeit war, beschloss ich, einfach einmal Vorschläge aus unserem Freundes – und Bekanntenkreis zu sammeln.

Dabei stellte sich recht schnell heraus, wie brisant das Thema war. Viele unserer Freunde hatten sich offensichtlich schon darüber Gedanken gemacht, wie wir da in  Zukunft wohl vorgehen würden. Teilweise wohl auch aus Gründen des Selbstschutzes, denn wer kommt schon gerne in einen Haushalt ohne Klopapier. Und wir bekamen tatsächlich eine Menge – mehr oder weniger gut durchdachte – Vorschläge.

Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Blätter, die von den Bäumen fallen (das war übrigens die Idee unserer Kinder!
  • Altes Zeitungspapier
  • Alte Waschlappen in Kombination mit einem Windelkübel mit Essigwasser, der einmal am Tag entleert wird, um den Inhalt bei 90 Grad zu waschen
  • Diverse Praktiken aus z.B. Indien (Stichwort „linke Hand“)
  • „Waschen statt Wischen“
  • Immer nur auswärts auf´s Klo gehen
  • Das Klopapier (natürlich nur einzelne Rollen ohne Plastik!) von den doch recht zahlreichen Gästen unseres Hauses jedes Mal als „Eintrittspfand“ abkassieren

All diese Alternativen erschienen uns allerdings bei näherer Betrachtung nicht wirklich praktikabel – zumindest nicht über einen längeren Zeitraum!

Daher war ich wirklich sehr erleichtert als ich schließlich doch noch einen ernstzunehmenden Tipp von meiner Freundin Sabine erhielt. Sie meinte, im Großhandel (Metro) noch vor kurzem Großpackungen Klopapier in Karton verpackt gesehen zu haben.

Als ich kurz darauf mit Marlene in Graz war, machten wir also einen Abstecher zu Metro.

Am Anfang hatte ich eher den Eindruck in eine riesige, unüberschaubare Plastikwelt geraten zu sein (ich war vorher auch noch nie dort), aber nach ungefähr einer halben Stunde (wir hatten in dieser Zeit zumindest auch kompostierbares Einweggeschirr und Besteck entdeckt), stießen wir schließlich doch noch auf ein plastikfreies „Klopapier – Servietten – Taschentücher – und Küchenrollenersatzprodukt“: 2–lagige Papierhandtücher (aus Recyclingpapier) in einer 20 mal 160 Stück-Packung aus Karton um 25 €!

Das „echte“ Klopapier war leider auch hier in Plastik verpackt.

Ein weiterer Problemfall löst sich

Wir waren dennoch begeistert und  entdeckten auf dem Rückweg zur Kassa auch gleich noch die Lösung für ein anderes bis dato ungelöstes Problem: Hier gab es „Barillia“-Nudeln in verschiedenen Sorten in der Großpackung (1kg, was für unsere Familie ohnehin nicht allzu groß ist) nur in Karton verpackt, ohne Plastiksichtfenster! Bisher hatte ich nämlich lediglich Lasagneblätter in dieser Form verpackt gefunden. Die sind anscheinend so „unattraktiv“, dass man den Konsumenten kein Plastiksichtfenster zumuten kann….

Das plastikfreie "Klopapierersatzprodukt" bewährt sich

Jedenfalls haben sich unsere Papierhandtücher mittlerweile (der besagte Einkauf ist jetzt schon mehr als 2 Monate her!) bestens bewährt.

Da sie im Ganzen etwas zu groß sind und dadurch Verstopfungsgefahr gegeben wäre, schneiden wir sie packerlweise in der Mitte auseinander, bevor wir sie in unser schönes Klopapier-Körberl legen!

Die Qualität des Papiers ist für alle genannten Zwecke geeignet (wir haben jetzt allerdings auch noch feinere Taschentücher in Form von Karton verpackten Abschminktüchern) und als Klopapier haben die zerschnittenen Papierhandtücher auch noch den Vorteil, dass keines der Kinder mehr an einer Rolle unkontrolliert anreißen und für einen Klogang die Hälfte davon verbrauchen kann!

Insgesamt haben wir in den letzten zwei Monaten erst sechs der 20 Packerln verbraucht, was einem Gegenwert von 7 € 50 entspricht und somit meiner Meinung nach auch noch eine sehr günstige Variante darstellt.

Von unseren Freunden und Bekannten hat sich auch noch niemand beklagt und mir ist zum Glück auch noch nicht aufgefallen, dass es weniger geworden wären….

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Kommentare (90) Trackbacks (16)
  1. Klopapier ohne Verpackung: für alle Interessierten aus Innsbruck/Innsbruck Land,… gibt es nun in der Markthalle in Ibk bei Liebe & Lose Klopapier und Küchenrollen unverpackt zu kaufen!

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  2. Hallo!
    Guckt mal, das hier habe ich mir gestern bestellt:
    http://www.smoothpanda.de/
    Hat mir eine Freundin auf ihrem Blog empfohlen und da musste ich an Euch denken, weil ich erst kürzlich diesen Euren Beitrag gelesen habe – es gibt noch Hoffnung, yeah! ;-)
    ganz liebe Grüße,
    Almut

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  3. Hallo,
    sehr schöne Seite! Mein “Generealreiniger” ist mit Wasser verdünnte Essigessenz, die ich in ein großes Bügelglas gebe, dann kommen noch Zitronen- oder Orangenschalen dazu. Zum Putzen kommt etwas davon in eine Sprühflasche, die ich dann nochmal mit Wasser auffülle. Durch die Schalen lösen sich Fette sehr gut, funktioniert besser als jeder Glas- oder Badreiniger und riecht angenehm, absolut nicht künstlich.
    Viele Grüße aus Norddeutschland!

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  5. wir verwenden Stofftücher die wir waschen- aus alten Handtüchern. der Aufwand ist eigentlich das Aufhängen, aber ansonsten finden wir es sehr praktikabel. Da wir Kunsstofffrei Waschen und Trocken ist das für uns OK.
    Für Gäste und Notfälle (Durchfall) haben wir in Kunststoff verpacktes Recykling-Papier zuhause.
    Klassisches WC-Papier hat übrigens immer auch Plastikanteile, die nicht deklariert werden müssen.
    lG

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