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17Dec/107

Deutscher Umweltmedienpreis

Teil 2: Die Preisverleihung

Nachdem Peter und ich unsere Vorbereitungen für die Preisverleihung im Endeffekt doch erfolgreich abgeschlossen hatten, machten wir uns am Montag, dem 29.11.2010 schon frühmorgens auf den Weg nach Berlin. Da wir mit dem Zug reisten, hatten wir nämlich jeweils einen Tag für Hin- und Rückfahrt eingeplant, was nur möglich war, weil eine sehr gute Freundin sich bereit erklärt hatte, in den 3 Tagen unserer Abwesenheit bei unseren Kindern zu bleiben.

Da ich für mein Leben gerne Zug fahre, störte es mich auch nicht, dass die Zugfahrt wegen des anhaltenden Schneefalls und daraus entstehenden Verspätungen statt 12 Stunden fast 14 Stunden dauerte. Im Gegenteil: Mich beruhigte es eigentlich, dass sich wieder einmal ein Vorurteil nicht bestätigte und sich die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn durchaus mit den gewohnten Verhältnissen bei den ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) vergleichen ließ.

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Als wir uns schließlich kurz vor 20 Uhr 30 doch noch mit den Verantwortlichen von der Deutschen Umwelthilfe im Hotel trafen, um den Ablauf des Auftritts für den nächsten Tag zu besprechen, spürte ich doch ein wenig Nervosität in mir aufsteigen. Dafür war weniger die Tatsache ausschlaggebend, dass auch einige bekannte deutsche PolitikerInnen wie Renate Künast und Sigmar Gabriel die Veranstaltung besuchen würden, als vielmehr meine Erfahrungen mit Werner im Zusammenhang mit Pünktlichkeit. Noch dazu, wo aufgrund des anhaltenden Schneefalls laufend von ausgefallenen Flügen berichtet wurde und Werner erst am nächsten Tag mit dem Flugzeug direkt aus Paris kommen wollte.

Was mich allerdings wieder Moneygram online ein wenig beruhigte, war das Vertrauen darauf, dass Auftritte mit Werner sowieso nie „nach Protokoll“ verlaufen und gerade das beim Publikum bisher immer sehr gut angekommen war.

Nach einer etwas kühlen und leider viel zu kurzen Berlinbesichtigung war es am nächsten Tag endlich so weit. Als wir – Peter im Anzug (sehr ungewohnt!) ich in Kleid und Seidenstrümpfen – kurz vor 18 Uhr den Veranstaltungsort betraten, war ich wieder ganz locker. Allerdings muss ich zugeben, dass der, von einer wohlwollenden Kellnerin recht gut eingeschenkte, doppelte Rum kurz davor, einen gewissen Beitrag zu meiner Lockerheit geleistet haben könnte…

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Zu Beginn der Veranstaltung um ca. 19 Uhr stand ich bereits mit Peters Holzplaneten hinter der Bühne, konnte Werner, der übrigens absolut pünktlich gekommen war, heimlich beobachten und die Verleihung der Preise in den Kategorien Printmedien und Hörfunk zumindest akustisch mitverfolgen.

Danach war die Kategorie Film an der Reihe. Wie geplant brauchte Werners Laudator ungefähr 15 Minuten für das höchstverdiente Lob und als dann endlich, die mir so bekannten Töne des Trailers von „Plastic Planet“ erklangen, hatte die Wirkung des Rums leider schon wieder deutlich nachgelassen. Dennoch schaffte ich es, nachdem mein Stichwort gefallen war, trotz ungewohnt hohen Schuhwerks, samt Holzplaneten unfallfrei auf die Bühne zu kommen.

Es war ein wirklich wunderschönes Gefühl, Werner in diesem feierlichen Rahmen zu seiner Auszeichnung gratulieren zu dürfen und da er wegen des Überraschungseffekts vorübergehend ein wenig sprachlos war, schlug meine berüchtigte „Sprechlust“  wieder einmal voll zu und ich plauderte – nun völlig frei von jeglicher Nervosität – über meine Idee nach der Premiere von „Plastic Planet“, den ersten Kontakt mit Werner und den bisherigen Verlauf des Experiments. Als Werner schließlich wieder kurz ans Wort kam, bekam ich richtig Lust, auf eine Diskussion mit dem Publikum, so wie wir es bei verschiedenen Gelegenheiten schon öfter gemeinsam gemacht hatten. Zum Glück stand aber, der für den Ablauf verantwortliche Moderator schon ein wenig drängend mit dem Holzplaneten neben mir und so blieb mein Auftritt inklusive der Überreichung des Planeten doch noch einigermaßen im zeitlichen Rahmen.

Danach durfte ich gemeinsam mit Werner in der ersten Reihe Platz nehmen und noch der Verleihung der Preise in den Kategorien „Neue Medien“ und „Sonderpreis“ beiwohnen.

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Beim anschließenden Empfang waren Peter und ich dann von der positiven Resonanz und vom Interesse der Menschen an unserem Experiment schlichtweg begeistert und konnten uns auch mit einigen der  PreisträgerInnen unterhalten. Es wurde ein unglaublich interessanter und motivierender Abend, an dem wir wieder viele neue Kontakte knüpfen konnten und sich bei mir die Hoffnung verstärkte, dass unser Experiment im 2. Jahr in eine ganz neue, bisher nicht vorhersehbare Dimension eintreten könnte.

Diese Hoffnung will ich Euch natürlich nicht vorenthalten, doch da es dabei um Euch alle geht, werde ich dazu in Kürze eine eigene kleine Geschichte schreiben.

Einen  kleinen Wermutstropfen gab es an diesem wunderbaren Abend übrigens auch noch: Kein einziger Mensch war auf die Idee gekommen, mich zu fragen, aus welchem Material meine Strümpfe sind.

Ein großes Dankeschön übrigens noch einmal an die Deutsche Umwelthilfe und ganz besonders an Erika Blank (siehe Foto), die uns die Teilnahme an dieser Preisverleihung ermöglicht haben.

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Über Sandra

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Kommentare (7) Trackbacks (0)
  1. Köstlicher Bericht. Vielen Dank!

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    Esther Weinz Reply:

    Finde ich auch! Und von mir hier auch noch mal ein großes Dankeschön für die lebendige und motivierende Art von Euch! Und schön, liebe Sandra, dass wir jetzt vernetzt sind – bin gespannt was das nächste Jahr bei Euch und bei uns in Kassel so mit sich bringt!
    herzlichst Esther

    [Reply]

  2. Schoko-Gewürzkekse als Dezemberherausforderung,
    weil gluten-, laktose-, Eifrei und Zutaten plastikfrei verpackt!

    250 g Mehl (50gr. Kichererbsenmehl, 50gr. Tsampa, 150gr Reismehl) , 1/4 TL Salz, 1 TL Kaiser Natron, ca. 100ml Sesamöl, 150 g brauner Zucker, 4 El Kakao, 1 Tl Zimt, 1/2 Tl Kardamon, 1 MS Nelke, 2 cm geriebenen Ingwer, evtl. Alkohol zum Bestreichen, Puderzucker zum Bestäuben

    Zubereitung
    1. Ofen auf 160 C / Gasherd Stufe 3 vorheizen.
    2. Mehl, Salz und Kaiser Natron mischen. Sesamöl und Zucker in einer großen Schüssel vermischen. Mehlmischung einrühren. Teig 10 Minuten kaltstellen, damit er sich besser verarbeiten lässt.
    3. Den Teig mit einem Teelöffel (gehäuft) abnehmen, zu Kugeln rollen und flach drücken. Auf ein nicht eingefettetes Backblech legen oder Backblech mit Butterbrotpapier auslegen (erspart hinterher die Reinigung)
    4. evtl. mit Alkohol (z.B. Kirschschnaps) bestreichen
    Im vorgeheizten Ofen 10-15 Minuten backen
    Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben
    Sie sind gelungen!
    Die Produkte (außer brauner Zucker, den hab ich noch nicht in Papiertüte gefunden, wer weiß was? findet Ihr hier in der Liste: http://www.accakassel.de/ACCA/Aktuelles.html

    Guten Appetit und plastikfreie Feiertage!
    Esther

    [Reply]

    Christin Reply:

    Hallo Esther,
    braunen Zucker müßte es bei dm in Papiertüten geben, die zumindest nur vorn ein kleines Plastikfenster haben.
    Und haben nicht auch die großen Firmen wie Nordzucker braunen Zucker in der Papiertüte im Angebot? Ich denke schon, ist dann halt nicht bio…

    [Reply]

  3. Mit dem Flieger zum Umweltpreis? Das kann ich nicht verstehen.

    [Reply]

  4. For those who are curious, I’m cnmoaripg all possible combinations of the made-up words Streck, Strf6ck, 施特鲁克, Strock, Strack, Strick, and Strfcck, as well as (separately) 提供, Bete, Be4te, Bfcte, Bf6te, Bute, Bote, Bate.I didn’t combine long-short pairs (like Hf6lle-Hf6hle) because I know that they’re hard already, and combining ALL possible vowels would take forever. (Well not forever, but 15-20 分钟)

    [Reply]


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