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24Jan/106

Das Buch zum Film “Plastic Planet”

Vor einigen Tagen bekamen wir Besuch von Gerhard Pretting, der für das Buch zu „Plastic Planet“  abschließend auch ein Kapitel über Lösungsansätze schreiben wird. Und dafür soll unser Experiment ein Beispiel sein!

Für dieses Buch interviewt zu werden, war natürlich schon etwas ganz Besonderes für mich. Gerhard hat uns durch sein genaues Nach- und Hinterfragen auch dazu gebracht, wirklich alle Details unseres Experiments noch einmal genau zu überdenken und zu beschreiben.

Hinter uns liegen mittlerweile immerhin fast vier Monate intensiver Beschäftigung mit dem Thema Plastik (sowie mit allen möglichen anderen Dingen, die damit zusammenhängen) und in dieser Zeit hat sich nicht nur unser Wissensstand, sondern auch unser Bewusstsein für das Thema natürlich entscheidend weiterentwickelt.

Vom jetzigen Stand aus war es teilweise gar nicht so leicht, sich noch einmal in die Ausgangsposition zurück zu versetzen und Fragen zu beantworten wie:

  • Was waren die größten Schwierigkeiten bei der Umstellung?
  • Was habt ihr endgültig aus dem Haushalt verbannt?
  • Worauf wollt ihr nicht verzichten?
  • Wie waren die ersten Reaktionen von Freunden und Verwandten?
  • Was sind die größten Vorteile die ihr bisher festgestellt habt?

Plastikfreies Leben schon ganz normal

Während des Interviews habe ich immer wieder bemerkt, wie „normal“ für uns inzwischen das plastikfreie Einkaufen geworden ist, ja dass es in vielen Bereichen mittlerweile sogar die einfachere Variante ist, weil wir uns planlose Shoppingtouren und Entscheidungsprobleme im Überangebot von Supermärkten einfach gänzlich ersparen.

Gerhard war natürlich ein extrem gut vorbereiteter Interviewer (laut eigenen Angaben hat er sich seit Wochen fast ausschließlich mit dem Thema Plastik beschäftigt) und wollte zum Beispiel auch über den Kostenfaktor des Experiments alles ganz genau wissen.

Bei der Beantwortung dieser Frage hat sich wie schon so oft herausgestellt, dass das - von uns ja tatsächlich so erlebte (und durch unseren Jahresabschlusskontostand belegte) -„Einsparungspotential“ ganz entscheidend mit der veränderten Einstellung beim Einkaufen zusammenhängt und nicht hauptsächlich durch die Einzelpreise der Produkte erklärbar ist.

Dennoch gibt es in den Listen der Alternativprodukte, die ich Gerhard geschickt habe, auch einige (auch in diesem Webblog schon teilweise erwähnte) Produkte oder Lösungen, die tatsächlich für sich gesehen auch günstiger kommen.

Kaum Verzicht und mehr Spaß

Das Auflisten der Dinge, die wir endgültig entfernt haben, war ebenfalls sehr interessant, da wir alle einstimmig feststellten, dass uns nichts davon bisher wirklich abgegangen ist.

Ich kenne natürlich durchaus Leute (und es melden sich jetzt auch viele), die schon immer oder zumindest schon sehr lange kaum Plastik in ihrem Haushalt haben und teilweise auch sonst noch viel umweltbewusster leben als wir. Für uns ist es jedenfalls immer wieder erstaunlich wie wenig unser Experiment (oder mittlerweile wohl eher Lebensstil) mit „Verzicht“ zu tun hat und wie viel Spaß es nach wie vor macht, auf diesem Weg immer wieder noch einen Schritt weiter zu gehen, sich weiter zu entwickeln, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und bei Bedarf über Bord zu werfen. Ich denke, dass das Kapitel über Lösungsansätze im Buch zu „Plastic Planet“ in diesem Sinne für die Einen eine Bestätigung und für die Anderen eine Motivation zum selber Ausprobieren wird.

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Über Sandra

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Kommentare (6) Trackbacks (1)
  1. Bin schon gespannt auf das Buch, das ich sicher als Geschenk verwenden werde

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  2. Mein Leben hat der Film auf alle Fälle beeinflusst. Ich gehe einkaufen und vermeide Plastik, wo es nur geht.
    Danke an euch für das Experiment! Viele Dinge werden mir dadurch klarer.
    Und ich sehe immer mehr, wie viel es gibt, was wir nicht brauchen, was nicht wirklich einen Wert hat.

    Ich habe gerne wenig, aber dafür wertvolle natürliche Produkte. Und für solche bin ich auch bereit, mehr Geld auszugeben, denn am Ende spart man mehr Geld, als wenn man ständig billige Kleinigkeiten kauft.
    Ich gehe mit solchen Produkten auch anders um, ich schätze sie mehr.

    Ich wünsche mir für jeden Menschen mehr Bewusst – Sein.

    Lg,

    Laura

    [Reply]

  3. nachdem ich das kapitel über euren versuch in g. prettings buch gelesen habe bin ich aufgestanden und hab damit angefangen auch unsere wohnung vom plastik zu befreien. des is so klass!!!

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  4. Ich kenn das!! Ist echt ein gutes Gefühl. Vor allem, wenn man gleichzeitig beschließt, auch möglichst kein Plastik mehr “nachzukaufen”!!
    Weiterhin viel Spass dabei!

    LG Sandra

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  5. ich geb mein bestes… lg, dorli spitteler (alias nicht hermine klein)

    [Reply]

  6. Habe mir erlaubt, in meinem kleinen Forum ein bisschen Werbung für dein Buch zu machen, liebe Sandra! Nachhaltiges Wirtschaften ist nämlich auch bei den “Kräuterhexen” ein wichtiges Thema und ich hoffe, dass ich die eine oder andere neugierig machen konnte auf die “Plastikfreie Zone”.

    [Reply]


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