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5Aug/142

Was hat Entschleunigung mit Plastik zu tun?

Abgesehen davon, dass Entschleunigung ein guter Grund für mich war, in den letzten Wochen meine Aktivitäten auf diesem Blog wiedermal relativ sparsam zu halten, auf den 1. Blick nicht viel. Doch schon auf den 2. Blick erkennt man so was wie einen umgekehrt - proportionalen Zusammenhang.

Denn unser enormer Plastikverbrauch (vor allem bei Verpackungen von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern) hängt wohl nicht unwesentlich damit

Klingt vielleicht ein wenig provokant, doch angesichts der Tatsache, dass die Frage nach dem „zeitlichen Mehraufwand“ unserer plastikreduzierten Lebensweise (gemeinsam mit dem „finanziellen Mehraufwand“) zu den häufigsten bei meinen Vorträgen und Lesungen gehört, erscheint mir diese sanfte Provokation durchaus berechtigt:

Denn gerade wenn es um eines der essentiellsten Themen des menschlichen Lebens – nämlich unsere Ernährung – geht, scheint bei vielen Menschen die Zeit besonders knapp zu sein. Immer wieder wurde ich in den letzten Jahren gefragt: „Kochen Sie (noch) selber?“ Anfangs wusste ich tatsächlich nicht, wie diese Frage gemeint sein könnte. Vermutete da jemand, wir hätten eine Köchin?

Hilft Plastik beim "Zeit Sparen"??

Tatsächlich ging es allerdings um ein ganz anderes Phänomen: Fertigprodukte und Halbfertigprodukte (Convenience Food, arbeitserleichternde Essenszutaten oder Fertiggerichte), die heutzutage in vielen Haushalten die ursprünglichen Zutaten ersetzen und angeblich helfen, „Zeit zu sparen“.

Komischerweise habe ich das Gefühl, dass die meisten Menschen, die solche Produkte verwenden, auch nicht mehr Zeit „haben“ als ich – im Gegenteil. Möglicherweise liegt das zumindest teilweise daran, dass viele von ihnen mehr arbeiten, mehr verdienen, mehr Unnötiges kaufen und mehr entsorgen als ich. So gesehen könnt man zur Einschätzung kommen, dass die “zeitsparenden“ Produkte eher einen Teil des Problems als einen Teil der Lösung darstellen. Ähnliches gilt im Übrigen natürlich für „selbstputzende“ Reinigungsmittel (mit entsprechend giftigen Inhaltsstoffen) oder wundersam verjüngende Kosmetik –und Pflegeprodukte.

Wenn uns die Zeit zum Einkaufen, zum Kochen, zum Putzen, zum älter Werden und vor allem die Zeit über all das in Ruhe nachzudenken, fehlt, müssen wir das irgendwie kompensieren. Und da werden wir dann nur allzu oft willige Opfer einer Industrie, die uns vorgaukelt, man könne dem Leben Zeit abringen, indem man ihre Produkte kauft.

Fertiges Essen, hochgiftige Haushaltschemikalien, Wasser in Plastikflaschen, Wegwerfwindeln, Kosmetik aus Erdöl,….all diese Dinge haben uns in den letzten Jahrzehnten suggeriert, wir könnten uns damit „Zeit sparen“ – doch hat seither irgendjemand tatsächlich mehr Zeit?

Um nicht falsch verstanden zu werden. Es ist nicht so, dass ich all diese Dinge prinzipiell in jeder Lebenslage ablehne. Ohne Waschmaschine würde ich persönlich zum Beispiel sicher verzweifeln, doch dass uns technische oder elektronische Geräte, Autos oder in Plastik verschweißte Fertigprodukte tatsächlich Zeit schenken, ist eine Illusion, der wir uns nicht länger hingeben sollten.

Unser Umgang mit all diesen mehr oder weniger zukunftstauglichen Errungenschaften, ist nämlich leider im Großen und Ganzen nicht darauf ausgelegt, uns mehr „freie“ Zeit zu schaffen. Die Zeit, die wir durch diese Dinge (theoretisch!) gewinnen, wird innerhalb des bestehenden Systems logischerweise hauptsächlich in mehr Aktivität für mehr Geld für noch mehr von diesen „zeitsparenden“ oder zeitfüllenden Dingen, investiert. Wir sollen ja dann schließlich auch wieder das neueste Handy, den noch sparsameren Geschirrspüler, den noch flacheren Bildschirm kaufen. Und das Geld für all diese Dinge kostet uns wiederum Zeit….und so könnte das theoretisch endlos weitergehen, wäre die Welt nicht ein begrenzter Raum und der Mensch nicht ein endliches Wesen.

So gesehen hat die Reduktion von Unnötigem (und das ist der Verzicht auf Plastik in sehr vielen Bereichen) sehr viel mit Entschleunigung zu tun. Und Entschleunigung wiederum sehr viel damit, dass man überhaupt wieder wahrnehmen kann, was man zum Leben wirklich braucht.

Dennoch werde ich die Zeit auch teilweise im Sinne der Plastikvermeidung nutzen. Ich arbeite nämlich gerade daran, Euch und allen zukünftigen Plastikvermeidern, das Finden von alternativen Produkten und Verhaltensweisen zu erleichtern, wobei mir freundlicherweise ein Computer affiner Leser dieses Blogs behilflich ist. Ich hoffe sehr, dass ich Euch nach der Sommerpause schon Neues darüber berichten kann und wünsche Euch inzwischen einen schönen, plastikarmen und entschleunigten Sommer.

Und in diesem Sinne wünsche ich auch dem Verein „Mach langsam“  (www.mach-langsam.at), der mich eingeladen hat, Ehrenmitglied zu werden  viel Erfolg, viel Ruhe und Gelassenheit und viel Zeit für die Verfolgung seiner Vereinsziele und hoffe,  dass das eine oder andere Mitglied auch einmal auf meinem Blog www.keinheimfuerplastik.at vorbeischaut!

17Jan/1218

Schluss mit “Gratisplastikverschwendung”

Ein schönes Beispiel dafür wie positiv lenkend sich auch verhältnismäßig sehr geringe Preise für Plastiksackerl auf das Verhalten der KundInnen auswirken, erlebte ich unlängst in einer Libro – Filiale in Graz.
Der junge Mann, der vor mir an der Kasse war, hatte sage und schreibe zwei Stifte und ein dünnes Taschenbuch erstanden, bemerkte allerdings direkt nachdem er bezahlt hatte, dass er keine entsprechende Transportverpackung für seinen Einkauf bei sich hatte. Durch diesen subjektiven Mangel sah er sich prompt dazu veranlasst, nach einem Sackerl zu fragen. Während der freundliche Verkäufer nach einem Plastiksackerl griff, anwortete er:“Gerne, aber dafür muss ich 25 Cent verrechnen!“
Daraufhin schüttelte der junge Mann nur kurz seinen Kopf, packte die zwei Stifte in seine Jackerntasche und das Buch in den Rucksack, den er bis dahin – anscheinend unbemerkt – am Rücken getragen hatte und meinte schließlich ganz fröhlich:“ So geht’s ja auch!“

Tja, so einfach geht’s ja auch! Und mit ein bisschen Mitdenken geht sogar noch viel mehr! Wenn man zum Beispiel 2 oder 3 Stofftaschen in den Rucksack einpackt, schafft man es mitunter sogar, einen vollständigen Wocheneinkauf für eine 5-köpfige Familie nach Hause zu transportieren, ohne dabei irgendeine Art von zusätzlichen Sackerln zu verbrauchen.

Diese Tatsache ist mir persönlich nun ja nicht mehr neu, in diesem speziellen Fall war es aber dennoch faszinierend, welch bedeutenden Unterschied 25 Cent machen können. Wäre das Sackerl gratis gewesen, wäre es unnötigerweise verbraucht worden!
Ein Plädoyer für das Verbot von Gratisplastiksackerln (zumindest!), das es im Übrigen in vielen anderen Ländern und Regionen schon gibt. Gerade in Zeiten von Schulden – und sonstigen Krisen wäre das doch ein erster winzig kleiner Schritt irgendwo damit anzufangen, mit der Verschwendung aufzuhören!!

15Nov/113

Es wird spannend

In  3 Tagen ist es nun endlich soweit und wir werden erfaher, ob es gelungen ist, den Wieselburger Weltrekord vom Vorjahr zumindest einzustellen!

Alle, die in der Nähe wohnen und Zeit und Lust haben,  lade ich herzlich zu unserer großen Stofftaschenausstellung und (hoffentlich!) Weltrekordfeier ein.

Am Freitag, 18.11.11 ab 17 Uhr in der Mehrzweckhalle Gratwein!

Ich freue mich auf zahlreichen Besuch!

24Oct/111

Was das Sammeln von Stofftaschen bewirkt

Urlaub auf Krk 004Nun ist es allerhöchste Zeit, endlich einen Zwischenbericht über „Change bag –Vom Kunststoff zum Echtstoff“ abzugeben.

Eigentlich habe ich mir das ja schon seit Schulbeginn vorgenommen, aber die Arbeit für dieses Projekt übersteigt die „geplante“ Stundenanzahl bei Weitem (ich war noch nie eine gute „Zeitplanerin“). Vor lauter Stofftaschenverteilen, Sammeln, Betriebe Abklappern,Texte Verfassen  und Mails beantworten, bin ich in den letzten 2 Monaten also nicht zu viel anderen Freizeitbeschäftigungen gekommen.

Unser heuriger Urlaub am Meer hat uns kurz vor Schulbeginn ja noch auf die Insel Krk geführt und war von ähnlichen Bildern geprägt wie in den letzten Jahren. Der Unterschied bestand nur darin, dass ich diesmal keine Illusionen bezüglich des Verschmutzungsgrades von Meer und Stränden mehr hatte (obwohl es auf Krk im Gegensatz zu Vis sogar Mülltrennung gibt!)

Einige Fotos habe ich auch wieder gemacht. Ria online Ich denke, sie bedürfen keines weiteren Kommentars.

Urlaub auf Krk 006

Dieser Anblick hat bei mir große Wut erzeugt und mich auch gegenüber allen, die so tun, als würde nicht jedes einzelne unnötig verbrauchte Plastiksackerl eine Rolle spielen, wieder sehr kämpferisch gestimmt. Da ich diese letzte Urlaubswoche auch zur Fertigstellung meines Buchmanusktiptes über unser Experiment nutzen wollte, hatte ich oft mein kleines Notebook mit am Strand und empfand es zeitweise als ziemlich grenzwertig, umgeben von Plastikmüll aller Art über unsere familieninteren „Plastikfreie Zone“ zu schreiben.

Plastic Planet in Gratkorn 006

Nach diesen leider unverändert dramatischen Urlaubsbeobachtungen stürzte ich mich zu Hause also umso motivierter in das Stofftaschenprojekt, das ich in unserer Region initiiert hatte. Seit Schulbeginn wurden nun bereits über 3000 Fairtradebaumwollaschen in Schulen, Kindergärten, Altersheimen und Behinderteneinrichtungen unserer Region individuell gestaltet oder bemalt! Außerdem haben wir auch bereits rund 1000 gebrauchte Stofftaschen gesammelt, gewaschen und gebügelt!! Dafür habe ich zum Glück Hilfe von einigen guten Freundinnen (die es hoffentlich auch trotzdem bleiben werden), denn ich selbst bügle ja normalerweise überhaupt nicht!

Die gebrauchten Stofftaschen sind mir deshalb für das Projekt so wichtig, weil ich eigentlich ja von Anfang an davon überzeugt war, dass es in so gut wie jedem österreichischen Haushalt zumindest eine Stofftasche gibt! Die gebrauchten Taschen sind daher ein sehr entscheidender Faktor für die Bewusstseinsbildung bei den TeilnehmerInnen. Ich bin mir sicher, wer einmal zu Hause nachgeschaut und entdeckt hat, dass dort mehrere Stofftaschen schon seit Jahren unbenützt herumliegen, wird eher dafür sensibilisiert in Zukunft auch Stofftaschen zu verwenden, als jemand, der einfach wieder eine neue Tasche dazubekommt.

Da wir aber auch den Weltrekord aus Wieselburg (4300 Taschen) brechen wollen, sind natürlich auch die neuen, bemalten Taschen sehr wichtig. Besonders entscheidend ist dabei die Tatsache, dass sich wirklich so gut wie alle Einrichtungen unserer Region und auch einige Schulen und Einrichtungen von außerhalb am Gestaltungswettbewerb beteiligen. All diese TeilnehmerInnen sind natürlich auch MultiplikatorInnen für das Projekt und spezielle den Kindern kommt dabei eine sehr entscheidende Rolle zu, weil sie normalerweise in der praktischen Umsetzung von Umweltschutz viel konsequenter sind als Erwachsene. Viele von ihnen haben auch in der Schule oder im Kindergarten das Thema Müllvermeidung besprochen und manche nehmen sogar an dem Ideenwettbewerb zur Müllvermeidung teil, der eigentlich parallel gestartet wurde, aber vor lauter Stofftaschen ein wenig untergegangen ist.

Inzwischen haben bereits rund 25 Betriebe zugesagt, sich an der Aktion zu beteiligen und die Stofftaschen nach der Ausstellung ab Ende November als Alternative  für die KundInnen  anzubieten.

Doch obwohl die Auftaktveranstaltung und Ausstellung der Stofftaschen erst am 18. November stattfinden wird, bemerkt man schon jetzt deutliche „Vorzeichen“.

Bei den Veranstaltungen in unserer Region, die ich für das Bemalen und Signieren von Stofftaschen genutzt habe, wurde ich in letzter Zeit immer öfter gefragt, ab wann und wo nun die Stofftaschen zu haben wären. Außerdem sprechen mich auch vermehrt Menschen darauf an, dass sie ohnehin schon immer Stofftaschen oder Einkaufskörbe benutzen und immer wieder sind auch allgemein zustimmende Kommentare zum Projekt zu hören.

Mein Hauptziel für dieses Projekt, nämlich das Thema in die Köpfe der Menschen zu bringen, ist damit eigentlich schon erreicht! Dennoch werden wir bis zum 18. November auch noch weiterhin fleißig Stofftaschen sammeln, damit auch der Weltrekord „fällt“ und wir anschließend genug Taschen für die beteiligten Betriebe zur Verfügung haben.

Daher nochmals ein Aufruf an alle „Kein Heim für Plastik“ LeserInnen: Schickt mir rasch Eure überzähligen Stofftaschen (Sandra Krautwaschl, Hörgas 56, 8103 Eisbach)

Ich garantiere dafür, dass jede Einzelne davon in Zukunft in unserer Region verwendet wird!!!

13Jun/1112

Der STOFF aus dem die TASCHEN sind….

Wir  freuen uns, wenn wir für das Projekt "Vom Kunststoff zum Echtstoff" (siehe weiter unten), Stofftaschen auch von weit her bekommen würden!

Schickt Eure Taschen an:   Sandra Krautwaschl, Hörgas 56, A-8103 Eisbach

12May/113

Flurreinigung 2011

Unsere Tochter Marlene und ihre Freundin Melinda haben anlässlich der heurigen Flurreinigung in unserer Gemeinde unseren Umweltminister eingeladen:

Sg. Hr. Umweltminister Berlakovich!

Vor einigen Monaten sahen wir uns im Fernsehen eine Sendung zum Thema Müll und Plastiksackerlverbot, in der Sie ein kurzes Interview gaben. Sie sagten darin, dass es kein Müllproblem in Österreich gibt.
Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass wir bei der Flurreinigung 2010 auf einer Fläche von max. 800 Quartratmetern 110 Liter Müll eingesammelt haben. Falls Sie sich davon überzeugen möchten, wie viel Müll es bei uns in Wäldern, Wiesen und überall dort, wo er nicht hin gehört, gibt, laden wir Sie herzlich zur diesjährigen Flurreinigung am 16. April 2011 ein (Treffpunkt: um 8 Uhr im ASZ Eisbach-Rein).
Wir würden uns wenigstens über eine Rückmeldung freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Marlene Rabensteiner (12 Jahre)
Melinda Schatz (12 Jahre)
Die Flurreinigung ging dann allerdings doch ohne unseren Umweltminister über die Bühne:
Video von der Flurreinigung
Zumindest hat unser Umweltminister ihnen aber einige Tage später eine Antwort geschickt:

Liebe Marlene! Liebe Melinda!

Vielen Dank für euer Mail. Der Schutz der Umwelt ist auch mir persönlich ein ganz besonderes Anliegen. Euer Eifer, an der Flurreinigungsaktion eurer Gemeinde teilzunehmen, ist ein toller, aktiver Beitrag zum Naturschutz.
Wenn ich in dem Interview gesagt habe, dass die Plasticksackerln in Österreich kein Problem darstellen, dann war das im Vergleich zu anderen Ländern gemeint, in denen es keine so gut funktionierende Sammlung und Entsorgung gibt wie bei uns. in Österreich fallen viel weniger Plastiksackerln als Abfall an als etwa in Italien (Dort ersticken jedes jahr unzählige Meerestiere daran.) Klar ist jedoch, dass jedes Plastiksackerl weniger ein wichtiger Schritt zu noch mehr Umweltschutz ist!
Sehr gerne hätte ich euch persönlich bei eurer Säuberungsaktion unterstützt, aber mein übervoller Terminkalender hat eine Teilnahme leider nicht zugelassen.
Ich verspreche euch, dass ich mich auch weiterhin für eine gesunde und lebenswerte Umwelt einsetzen werde. Als kleines Dankeschön für deinen Eifer übersende ich dir eine Stofftasche und einen Einkaufsblock.
Mit herzlichen Grüßen
Nikolaus Berlakovich

Wir freuen uns natürlich sehr über die neue Erkenntnis von Herrn Berlakovich und werden die schöne Stofftasche des Lebensministeriums natürlich in die Aktion "Vom Kunststoff zum Echtstoff" aufnehmen.
Bitte schickt uns auch Eure überzähligen Stofftaschen für unsere große Stofftaschensammelaktion!

15Apr/117

“Vom Kunststoff zum Echtstoff”

Wir wollen einen Weltrekord brechen!

Alle, die uns dabei unterstützen wollen, bitte ich um ein kurzes Mail an keinheimfuerplastik@aon.at. Ich schicke Euch dann die Adresse, an die Ihr die Taschen schicken könnt!

Wie bereits angekündigt, möchte ich Euch nun ein Projekt vorstellen, das ich für meine Heimatgemeinde Eisbach, gemeinsam mit den 3 Nachbargemeinden Judendorf-Strassengel, Gratwein und Gratkorn (diese Gemeinden bilden die kürzlich gegründete Kleinregion JEGG und umfassen ca. 20 000 EinwohnerInnen) geplant habe und das nun tatsächlich von allen 4 Gemeinderäten angenommen wurde.

Die Gemeinderäte der 4 Gemeinden der Kleinregion haben sich, angeregt durch einen Projektvorschlag und die Aktualität des Themas, zur Durchführung einer gemeindeübergreifenden Aktion entschlossen.

Die Idee zu diesem Projekt kam mir schon bei der Weltrekordsfeier in Wieselburg. Ich war von dieser Aktion sehr begeistert und fragte mich, wie man die gesammelten Stofftaschen aus aller Welt nun weiterverwenden könnte. Daraus entstand dann die Idee zu meineem Projekt, über dessen Verlauf ich nun immer wieder berichten werde.

Als erstes möchte ich Euch heute den text vorstellen, der nun in allen 4 Gemeindeblättern erscheinen wird, bzw schon erschienen ist:

"Im Projekt „Vom Kunststoff zum Echtstoff“ sollen Maßnahmen zur Müllreduktion,
CO2-Einsparung und Ressourcenschonung mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen und einem Wettbewerb verbunden werden.

Die Startaktion für das Projekt
„Change Bag“ ist eine große

STOFFTASCHENSAMMELAKTION!

Die Stadt Wieselburg hat im Herbst letzten Jahres bei einem Weltrekordversuch über 4300 verschiedene Stofftaschen gesammelt und ausgestellt und ist seither auf dem Weg zur ersten plastiktaschenfreien Stadt Österreichs. Wir wollen diesen Weltrekord nun brechen und die gesammelten Stofftaschen in weiterer Folge einer nachhaltigen Verwendung innerhalb unserer Region zuführen.

Aufruf an die
GemeindebürgerInnen

Alle GemeindebürgerInnen der Region sind nun also in einem ersten Schritt dazu aufgerufen Stofftaschen, die in ihren Haushalten überzählig sind, für die Aktion zu spenden. Die Stofftaschen  werden ab sofort in den Altstoffzentren der 4 Gemeinden gesammelt. Es können sowohl gebrauchte (wenn möglich gewaschene) als auch selbst genähte oder gestaltete Stofftaschen, aber natürlich auch gerne neue Stofftaschen abgegeben werden. Die SpenderInnen können den Taschen auch gerne mittels Unterschrift eine ganz persönliche Gestaltung verleihen. Auch Stofftaschen aus anderen Regionen und Ländern sind willkommen.

Durch die Sammelaktion soll das Bewusstsein gestärkt werden, dass die meisten Haushalte über sehr nachhaltige und immer wieder verwendbare Einkaufstaschen verfügen, die einfach nur verwendet werden müssten!

In weiterer Folge wird es für Schulen, Kindergärten, Vereine und Einrichtungen auch die Möglichkeit geben, sich mittels eines Gestaltungswettbewerbes für Stofftaschen und eines Ideenwettbewerbes zur Müllreduktion an der Aktion zu beteiligen. Außerdem sollen auch die Gewerbetriebe der Region motiviert werden, ihre Ideen einzubringen und sich an der Aktion mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen zu beteiligen.

Am Ende der Sammelaktion soll eine gemeinsame Veranstaltung mit Ausstellung der gesammelten Stofftaschen, evtl. Weltrekordsfeier und Preisverleihung für die schönsten und originellsten Stofftaschen sowie die besten Ideen aus dem Ideenwettbewerb stehen."

Ich hoffe natürlich auf rege Beteiligung der Bevölkerung unserer Region, freue mich aber  auch ganz besonders, wenn Ihr mir Taschen aus Euren Regionen oder aus aller Welt zuschickt und für die Aktion spendet!

Immerhin müssen wir über 4300 Taschen zusammenbekommen, um den Weltrekord zu brechen!!