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17Nov/140

Petition gegen Wegwerfplastik und konkrete Maßnahmen

greenpeace starten eine petition gegen Wegwerfplastik: Bitte unterschreiben!!

https://secured.greenpeace.org/…/pr…/konsum/wegwerf-plastik/

Und hier ein bericht über die Aktuelle Entwicklung in Frankreich!

http://netzfrauen.org/2014/11/06/vorbildlich-frankreich-verbietet-weichmacher-einweggeschirr-und-plastiktueten/

26May/143

Die EU muss Grüner werden (Was die EU könnte, wenn wir wollten,… Tei 2)

Nach der gestrigen EU Wahl noch ein paar Gedanken von mir:

Die EU könnte ein Vorbild werden, wenn es darum geht (sozialen) Frieden, Ökologie und Ökonomie als untrennbare und voneinander abhängige Basis des menschlichen (Zusammen)Lebens zu etablieren.

Die EU könnte entscheidend für den Beginn eines Systemwandels sein, der uns (ErdenbürgerInnen) und unseren Kindern eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft ermöglicht.

Die EU muss Grüner werden, heißt für mich:

Die EU muss stärker von Menschen getragen und beeinflusst werden, die erkannt haben, dass unser Leben und unsere Lebensqualität auf allen Ebenen abhängig von der Intaktheit unserer Lebensräume und dem Funktionieren unserer sozialen Beziehungen ist. Und dass auch diese beiden Faktoren wiederum äußerst eng miteinander korrespondieren.

Wahlen sind eine Möglichkeit, mit zu entscheiden, welchen Menschen man  am ehesten zutraut, diese Erkenntnisse auch in politisches Handeln umzusetzen. Mindestens ebenso wichtig ist es für mich allerdings, sich selbst das Mitwirken an einer Veränderung zuzutrauen: jeden Tag, bei jeder Entscheidung und in jedem Umfeld

Manche reden in diesem Zusammenhang von „Gutmenschen“, ich eher von „Schlau-Menschen“: Menschen, die sich nicht mehr mit Reden begnügen, sondern die einfach schon angefangen haben, die Veränderung zu leben. Sie alle - wir alle - tragen dazu bei, dass es nicht beim "Könnte" bleibt!

Bei meinen Lesungen und Vorträgen lerne ich laufend solche Menschen kennen (werde Euch in nächster Zeit auch wieder einige vorstellen). Das gibt Hoffnung und diese Hoffnung möchte ich auch weiterhin hier mit Euch teilen.

11May/1413

Was die EU könnte – wenn wir wollten… (Teil1)

Wiedermal mit dem Zug Richtung Amsterdam....

Nachdem Peter und ich vor ein paar Jahren alleine in Amsterdam waren, sind wir in den Osterferien diesmal gemeinsam mit den Kindern dorthin aufgebrochen. Auf der Hinfahrt war eine Zwischenstation mit 3 Tagen Aufenthalt bei Freunden in Aachen eingeplant. Dorthin fuhren wir tagsüber und für die Zugfahrt, mussten wir 2 Mahlzeiten einplanen.

Da unsere Kinder nicht gerade kleine Esser sind, war die Lebensmittelmenge, die wir mit auf den Weg nahmen beträchtlich. Und weil Getränke im Zug (bis auf Bier und Wein seltsamerweise!!) fast ausschließlich in Plastikflaschen oder Dosen erhältlich sind, mussten wir auch unseren Wasserbedarf für einen Tag mit ins Gepäck nehmen.

Peter staunte nicht schlecht, als wir schließlich zu unserem ansonsten recht sparsamen Gepäck (jeder hatte nur einen relativ kleinen Rucksack) noch 3 große Stoffsackerln mit Essen und Getränken in den Zug schleppten: Wasser bzw. Tee in Edelstahl- und Glasflaschen, Brot in Stoffbeuteln, Käse, Butter, Aufstriche und ein wenig aufgeschnittenes Gemüse in Edelstahldosen und Dank einer großen Edelstahldose mit Dichtungsring, hatten wir sogar die restlichen Spaghetti mit Tomatensauce vom Vortag dabei.

..und auch diesmal fast ohne Müll

Klingt für manche vielleicht ein wenig aufwendig, hatte für uns aber zwei entscheidende Vorteile: Erstens ersparten wir uns im doppelten Wortsinn die Fertiggerichte im Zugspeisewaagen und zweitens fiel auf der gesamten Reise bis auf 2 Papiersackerl kein Müll an. Eine kleine Ausnahme gab es lediglich als, die Kinder, während Peter und ich im Zugrestaurant (schon in der „Deutschen Bahn“) einen Kaffe tranken, Limonade bestellten: Diese kam natürlich in der Plastikflasche, allerdings fiel uns allen sofort auf, dass diese „dicker“ als die bei uns üblichen war. Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich um eine Pfandflasche handelte. In Österreich ist die Einführung von Pfand auf Plastikflaschen hingegen noch immer kein Thema !!

Aber was hat das mit der EU zu tun?DSCN2409

Angesichts der nahenden Europaparlamentswahlen drängte sich mir in diesem Zusammenhang eine Frage auf: Nachdem es der EU gelungen ist, „krumme“ Gurken und Glühbirnen zu verbieten und sogar über ein Verbot nachfüllbarer Glasflaschen für Olivenöl ernsthaft nachgedacht wurde, warum werden sinnvolle Maßnahmen wie ein flächendeckender Pfand auf Plastikflaschen nicht einmal ernsthaft diskutiert, geschweige denn umgesetzt?

Ob es wohl damit zusammenhängt, dass es durch die Einführung eines Flaschenpfandes kaum einen kurzfristigen finanziellen Nutzen zu lukrieren gäbe? Der Nutzen für die Allgemeinheit wäre zwar groß (weniger Müll, weniger Umweltverschmutzung, weniger Ressourcenverbrauch, bessere Recyclingmöglichkeiten,….) doch die Erzeuger von Kunststoffen würden bei einem funktionierenden Pfandsystem wohl ein bisschen weniger verdienen.

Solche Vorstellungen rufen in gewissen Kreisen aller reflexartige Panikzustände hervor: Gewinneinbußen, Arbeitsplatzabbau, Regression,…das sind unter anderem die Horrorszenarien, die unser „Misswirtschaftssystem“ aufrechterhalten. Wir müssen bis zum Umfallen konsumieren, verschwenden und wegwerfen, damit „die Wirtschaft“ etwas zu tun hat. Wirtschaft als Selbstzweck – koste es, was es wolle!

Für mich ist es immer wieder völlig rätselhaft, dass die große Mehrzahl der politischen und wirtschaftlichen Eliten quer durch Europa (und eigentlich wohl weltweit) dieses von Grund auf kranke System nach wie vor weiter vertritt und so tut, als gäbe es keine Alternativen.

Am schlimmsten daran ist allerdings, dass die Profiteure einer angeblich so „freien Marktwirtschaft“ dann auch noch bei jeder Gelegenheit auf teils sehr subtile Art und Weise subventioniert und von jeglicher Verantwortung für den gesellschaftlichen und ökologischen (und damit natürlich auch finanziellen) Schaden den sie anrichten befreit werden. Man denke nur an das zurzeit ebenfalls viel diskutierte Freihandelsabkommen (TTIP).

Kostenwahrheit ist nach wie vor kein Thema für unseren „freien Markt“ – ansonsten könnte man mit der Produktion von Wegwerfplastikflaschen wohl schon längst kein Geld mehr verdienen. „Frei“ steht in diesem Zusammenhang wohl hauptsächlich für: frei von Verantwortung!

Und damit wären wir wieder bei meinem Ansatz:

Es darf sich einfach nicht mehr lohnen auf Kosten der Allgemeinheit Schaden anzurichten. Die „Wirtschaft“, die „Politik“, alle, die an den Hebeln der Macht sitzen, müssen wieder lernen, im Dienste des Gemeinwohls zu agieren und nicht für die kurzfristige, Gewinnmaximierung von ganz wenigen. Wir alle können ihnen dabei helfen, indem wir in erster Linie einmal sinnvolles (bedürfnisorientiertes, nachhaltiges, gesundes) Wirtschaften von „Misswirtschaft“ („bedürfniserzeugender“, ausbeuterischer, kurzsichtiger, nicht zukunftstauglicher, verschwenderischer) unterscheiden und uns dann ganz bewusst entscheiden! Was Kaufentscheidungen anbelangt, bedeutet das oft schlicht und einfach: NICHT Kaufen!!

Und letztendlich gibt es zum Glück (wenn auch von vielen mit Verdrossenheit betrachtet) bei uns immer noch die Möglichkeit, politisch mit zu entscheiden.

Ich halte beides für wichtig: den Beginn einer „Revolution von unten“ und die Stärkung politischer Kräfte, die sich am ehesten für einen Systemwandel und die Begrenzung der bestehenden Geld - Machtstrukturen einsetzt.

Nicht zuletzt deshalb kandidiere ich auch bei der EU Wahl am 25.5. wieder für die Grünen (Platz 26 auf der Grünen Liste!!) - und freue mich natürlich über jede Vorzugsstimme!

8Nov/138

Was tun mit der Verbotserlaubnis??

Aus gegebenem Anlass auch hier wieder mal eine kleine Stellungnahme zum Dauerbrennerthema „Plastiksackerl“ (bei unseren deutschen Nachbarn meist „Tüten“ genannt!

Die EU erlaubt,  zu verbieten – Jubel und Hurra!!

Das ist nun wirklich mal eine neue Dimension im EU-Verordnungsdauerfeuer, denn schließlich sind schon krumme Gurken, nachfüllbare Olivenölglasflaschen, Behälter für Wurst – und Käseeinkauf an der Feinkosttheke, plastikfreie verpackte Mittel für den Geschirrspüler und vieles mehr ins Visier (europäischer) Verordnungswütiger geraten.

Man fragt sich also wirklich, warum gerade der Umgang mit den Plastiksackerln trotz aller erschreckender Folgen, die seit Jahren darüber bekannt sind (http://orf.at/stories/2205045/2205046/) bisher keine Verordnung wert war (oder wohl richtiger: sich bisher niemand drüber getraut hat??).

Nun gehöre ich ganz sicher nicht zu den „unkritischen Eu –KritikerInnen“ – nein, ganz im Gegenteil: Ich bin nach wie vor getragen von der Idee, dass gerade die gravierendsten Probleme unserer Zeit, sich mit vereinten Kräften am besten und effektivsten lösen lassen.

Was also anfangen mit der großzügigen Erlaubnis zur Einschränkung der Plastiksackerlflut?

Und was bedeutet diese „Erlaubnis“ für ein Land wie Österreich, wo ein (hoffentlich nicht mehr lange!) Umweltminister vor nicht allzu langer Zeit noch meinte, es gäbe hier kein Müllproblem und teilweise sogar argumentiert wird, man bräuchte den Plastikmüll, damit die Müllverbrennungsanlagen funktionieren???

Ich sehe das recht pragmatisch:

Was auch immer unserer Regierung (und natürlich auch den anderen EU-Staaten) einfällt, ob Verbot, Besteuerung oder sonstige reglementierende Maßnahmen – es muss endlich gehandelt werden!!!

Der Leidensdruck ist wahrlich groß genug! Für die Erhaltung unserer Lebensräume und Ökosysteme, die Schonung unserer Ressourcen, die Eindämmung des Klimawandels, die Erhaltung unserer Gesundheit und einer lebenswerten Zukunft für unsere Kinder, spielt der Umgang mit dem „Verschwendungsmaterial Plastik“ wohl einen weitaus entscheidendere Rolle als krumme Gurken oder hygienische Bedenken in Bezug auf Dosen für den Käse- und Wursteinkauf!

Es darf also so gesehen von mir aus auch durchaus ein Verbot sein!

Hauptsache irgendjemand hat endlich den Mut, das Problem nicht nur ausgiebig zu bejammern, sondern auch tatsächlich eine Veränderung herbeizuführen!!

Die Lösungen werden teilweise schon sehr erfolgreich praktiziert. In Dänemark, wo Plastiksackerl mit Steuern belegt sind, ist der Verbrauch auf 4 Stück pro Person und Jahr zurückgegangen. Damit ließe sich – zumindest vorläufig – leben.

Die Einschränkung der vielgerühmten „Freiheit des Einzelnen“ ist ein Klacks im Vergleich zum nicht wieder gut zu machenden Schaden, den diese angebliche „Freiheit“ für uns alle bedeutet.

Wir brauchen endlich PolitikerInnen, die sich trauen, Wirtschaft in die richtige Richtung zu lenken. Und dazu gehört nun mal mindestens eine ausgiebige Besteuerung von Produkten, deren ungezügelte Verwendung sich als Schaden für die Allgemeinheit erwiesen hat! (http://www.christiane-brunner.com/2013/11/eu-macht-weg-frei-fuer-plastiksackerlverbot-2/ )