Kein Heim fuer Plastik Kein Heim Heim fuer Plastik Plastic Planet Das Buch zum Film bestellen
8Feb/163

Gramm für Gramm – ohne Müll

http://sandrakrautwaschl.com/2016/02/07/gramm-fuer-gramm-ohne-muell/

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Letzten Freitag hatte ich das große Vergnügen, Sarah Reindl wiederzutreffen. Ich hatte mit ihr in den letzten Jahren immer wieder Kontakt, weil sie von unserer „Plastikfreien Zone“ und dem konsequenten Versuch, plastikfrei einzukaufen, fasziniert war und unbedingt auch selber in diese Richtung etwas machen wollte. An dieser Idee ist sie nun seit Jahren drangeblieben, hat 2 MitstreiterInnen gefunden und wird nun ein ganz spezielles Geschäft in Graz eröffnen.

Sarah, Verena und Elisabeth werden Lebensmittel verpackungsfrei oder im (Pfand-)Glas verkaufen. In erster Linie gibt´s Bio-  und regionale Produkte, ansonsten legen sie viel Wert auf Fairtrade. Für den Einkauf kann man Behälter selbst mitbringen oder im Geschäft leihen bzw. kaufen. Papiersackerl für den Spontaneinkauf wird es aber auch geben. Damit der Termin für die Eröffnung nach Ostern klappen kann, startet diese Woche eine Crowdfunding-Kampagne, bei der sich Leute, die das Konzept gut finden, bereits jetzt Lebensmittelgutscheine kaufen können. Es gibt aber auch noch eine Vielzahl andere Möglichkeiten, das Crowdfunding zu unterstützen. Mit den verschiedenen Varianten der Vorfinanzierung werden Einrichtung, verschiedenste Behälter und sonstiger Bedarf für die Eröffnung finanziert. Die Kampagne läuft bis 11.3. unter www.startnext.com/dasgramm . Hier findet man Infos über jede Form der Unterstützung und natürlich auch gerne höhere Investitionen!!! ;-)

Zusätzlich zur Finanzierung ist das eine sehr gute Möglichkeit, zu sehen, wie das Geschäft in Graz angenommen wird. Je mehr Gutscheine und Starterpakete vorab verkauft werden können, desto größer ist das Feedback, dass so ein Laden in Graz wirklich gewünscht ist. Ich werde mich selbstverständlich ebenfalls am Crowdfunding beteiligen und natürlich wird es für mich das reinste Einkaufsparadies sein.

Aber nicht nur das: Es ist für mich vor allem auch ein weiteres Symbol der Hoffnung auf Veränderung, ein weiterer Schritt, aus dem Wegwerf – und Verschwendungszeitalter, ein Schritt weg von Ausbeutung von Menschen, Ressourcen und Lebensräumen, vornehmlich anderswo, vornehmlich dort, wo es uns nicht auffällt! Und damit Hoffnung darauf, dass wir beginnen globale, Probleme für die wir in großem Maß mitverantwortlich sind auch dort anzugehen, wo wir es tendenziell am leichtesten können: In unserem eigenen, ganz alltäglichen Leben!

8Feb/163

Start meines neuen Blogs oder Warum A+++ nicht immer das beste sein muss

http://sandrakrautwaschl.com/2016/01/30/reuse-konferenz-in-graz-oder-warum-a-nicht-immer-das-beste-ist/

Wie angekündigt hat der Start meiner "politischen Laufbahn" in den letzten Monaten meine volle Aufmerksamkeit erfordert!

Dass ich kaum mehr Zeit gefunden habe, über das wofür ich mich nun Tag für Tag einsetze zu berichten, hat nun aber auch das Bedürfnis geweckt, in einem neuen Blog etwas "breiter" über mein (politische) Leben und verschiedene Themen, die mich beschäftigen zu berichten

In Zukunft werde ich Beiträge, die sich im weitesten Sinne mit Plastik, Müllvermeidung usw. beschäftigen, weiterhin auch auf diesen Blog stellen. Bei anderen Themen findet Ihr an dieser Stelle dann den Hinweis auf meinen neuen Blog:  www.sandrakrautwaschl.com

Unabhängig davon freue ich mich natürlich, wenn Ihr mich auch auf meinem neuen Blog besucht, Kommentare abgebt und Euch an Diskussionen beteiligt!

Es freut mich besonders, dass mein erster Beitrag im neuen Blog nun auch gleich die Verbindung zum „alten“ herstellt – das Thema ist ja wie gesagt nach wie vor hochbrisant!

Ich war diese Woche auf der ReUse Konferenz der Zero Waste Akademie (der Arge Abfallvermeidung) in Graz zur Podiumsdiskussion eingeladen. Zum Einstieg wurde ich gefragt, ob ReUse beim Versuch möglichst plastikfrei einzukaufen auch eine Rolle spielt. Ich habe darauf mit Beispielen geantwortet, die zum Teil auch in meinem Buch „Plastikfreie Zone“ bzw. auf www.keinheimfuerplastik.at beschrieben sind.

Vor allem der Umgang mit elektronischen Geräten wie Handys und Computern, liegt mir in diesem Zusammenhang ja sehr am Herzen und mein persönliches Credo „Nie wieder ein neues Handy“ wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt, weil diese Dinger bei mir tatsächlich einiges aushalten müssen. Mein aktuelles Modell zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es nach mehreren Abstürzen nicht mehr läutet (weil der Lautsprecher offenbar kaputt ist) und gewisse Internetfunktionen nicht mehr funktionieren. Sollte also jemand von Euch ein gebrauchtes und noch funktionstüchtiges Smartphone loswerden wollen, bitte bei mir melden!

Mein Lieblingsbeispiel ist allerdings die Geschichte unseres Geschirrspülers: Nach 13 – jährigem Dauereinsatz schien er vor ca. 2 Jahren langsam aber sicher den Geist aufzugeben. Ich war der Meinung, dass 13 Jahre für so ein Gerät heutzutage ohnehin schon ein beachtliches Alter darstellen und plädierte für ein neues A+++ Gerät, einen „Energiespargeschirrspüler“ also. Peter, mein Mann sah das aufgrund seiner einschlägigen Ausbildung (Elektrotechnik) und einer – jedenfalls für mich – außergewöhnlichen Begabung im Zerlegen, Reparieren und Zusammenbauen von diversen elektrischen und elektronischen Geräten naturgemäß anders. Und tatsächlich: nachdem Peter beim Elektronikteilehändler seiner Wahl einen Schalter um heiße 60 Cent erstanden und ca. eineinhalb Stunden Arbeitszeit investiert hatte, lief unser Geschirrspüler wieder ohne Probleme…..und tut es immer noch! Ich war natürlich froh über dieses supergünstige Reparaturservice,das uns ein optimales Self ReUse ermöglichte. Doch eine noch entscheidendere Komponente dieser Aktion, wurde mir erst bei der ReUse Konferenz so richtig bewusst.

Sepp Eisenriegler, Geschäftsführer des Reparatur- und Servicezentrums R.U.S.Z in Wien, brachte dort in seinem Vortrag folgendes Beispiel:

52% der Umweltbelastung einer Waschmaschine werden durch Herstellung und Transport verursacht – und zwar auch, wenn es sich um ein A+++ Modell handelt. Selbst bei optimaler Nutzung der Energiesparprogramme, ist aus ökologischer Sicht, die Weiterverwendung (oder auch kleinere Reparaturen) eines vorhandenen Geräts also immer die günstigere Variante. Abgesehen von der sich „zufällig“ laufend verschlechternden Reparatur- und Servicefähigkeit von Geräten und sehr ausgefeitlen Marketing – und Werbestrategien stehen der tatsächlichen Umsetzung dieser Erkenntnis aber auch noch perfidere „Phänomene“ wie geplante Obsoleszenz (geplante absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten) im Wege! Ohne entsprechende Rahmenbedingungen, kann das System „Misswirtschafskreislauf“ kaum unterbrochen werden. Wir brauchen endlich Vorgaben für Langlebigkeit und Reparaturfreudigkeit von Produkten. Kaufen für die Müllhalde hat keine Zukunft mehr!

Politische Aufgaben sind in diesem Zusammenhang neben der vielzitierten „Bewusstseinsbildung“ (ich würde es in diesem Zusammenhang ja eher Aufklärungsarbeit nennen), vor allem die Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen, die nachhaltige Produktion, Nutzung von Produkten unterstützen und Reparaturfähigkeit als ein wesentliches Kriterium in der Beurteilung von Energieersparnis und Ressourcenschonung festlegen.

Auch wenn das in einem System, das von Verschwendung lebt, eine ziemliche Challenge sein wird – wir müssen jetzt damit anfangen!

10Dec/143

Ein Fall von Zivilcourage ruft nach Nachahmung

Der Fall der Grazer Bioladenbesitzerin Ushij Matzer hat in den letzten Tagen für Aufregung gesorgt. Der Protest gegen eine Geldstrafe, wegen ihrer Weigerung Holzutensilien aus ihrem Laden zu verbannen und gegen Plastikteile zu ersetzen, ist ihr sogar ein paar Tage Ersatzfreiheitsstrafe wert.

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Endlich wehrt sich auch einmal eine Wirtschaftstreibende  mal medienwirksam gegen die absurde Reglementierungs – und Einschränkungskultur, die in den letzten Jahren immer groteskere Blüten treibt – und so gut wie immer negative Auswirkungen für Umwelt, Ressourcenverbrauch, Klimaschutz und alle Formen des vernünftigen Einsparensund Zusammenlebens hat.

Ich erlebe die Auswirkungen diverser Verbots- und Verordnungsauswüchse seit 5 Jahren als Konsumentin. Wenn ich mit meinen Edelstahldosen an einer Feinkosttheke Käse oder Wurst einkaufen wollte, habe ich immer wieder (und die LeserInnen dieses Blogs haben das vielfach bestätigt) zu hören bekommen: „Das dürfen wir nicht!“ „Aus hygienischen Gründen ist das nicht erlaubt!“ „Sie könnten mit Ihrer Dose Keime einschleppen.“…..usw.

Bis jetzt habe ich dennoch immer bekommen, was ich wollte (und vor allem nichts, was ich nicht wollte!) Auch wenn es dazu manchmal nötig war, die Dose in der Luft zu halten und den Käse hineinwerfen zu lassen oder mit der Chefin oder dem Chef zu sprechen.

Aber das ist einfach meine Form des friedlichen, zivilen Widerstandes gegen (angebliche) Vorschriften, die offenkundig nicht unserem Wohl sondern maximal unserer Obrigkeitshörigkeit, kollektiver Verdummung oder der systematischen Untergrabung des gesunden Hausverstandes dienen.

In Bioläden, diversen Spezialgschäften, auf Bauernmärkten oder bei Dirketvermarktern war es bisher leichter der Plastik(verpackungs)flut nebst diversen Schadstoffen, Weichmachern, und chemischen Zusätzen zu entkommen.

Ziel muss es sein, dass das umwelt- und gesundheitsschonende Einkaufen auch in jedem Supermarkt wieder selbstverständlich und für alle Menschen möglich wird (Zum Glück gibt es ja auch da positive Beispiel….).

Da ist die Politik gefordert, endlich wieder sinnvolle Rahmenbedingungen zu schaffen und wir KonsumentInnen indem wir uns nicht jedes angebliche Verbot gefallen lassen. Und natürlich braucht es auch Wirtschaftstreibende wie Fr. Matzer, die mit einer klaren Haltung zeigen, dass Gesetze für Menschen da sind – und nicht umgekehrt!!

8Dec/140

Manchmal braucht es drastische Maßnahmen

Zur allgemeinen "Erheiterung" heute mal für alle, die die Geschichte noch nicht mitbekommen haben:

Eine entschlossene Grazer Bioladenbesitzerin und ein Beitrag, den ich schon 2010 zu diesem Thema geschrieben habe!

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/4611339/Holz-statt-Plastik_Furs-Holzbrett-ins-Gefaengnis?direct=4613323&_vl_backlink=%2Fk%2Fwirtschaft%2F4613323%2Findex.do&selChannel

http://www.keinheimfuerplastik.at/hygienisch-praktisch-gut/

28Nov/1411

Alternativen gibt es- man muss nur wissen wo

Unter diesem Motto will ich Euch nun immer wieder Menschen, Betriebe und Aktionen vorstellen, die ich im Zuge unseres Experiments und bei meinen Lesungen und Vorträgen kennen gelernt habe.

Hier nun als erstes der Link zum Internetshop von Karin Haffert, die ich schon mehrmals in Niederösterreich getroffen habe und die Ihre Alternativprodukte wirklich auf Herz und Nieren prüft. Es geht dabei natürlich nicht immer nur um Plastikreduktion, sondern auch um viele andere wichtige Kriterien des nachhaltigen Einkaufens.

http://www.beechange.com

Gerade vor Weihnachten findet man hier wirklich viele praktische, einfache und wunderschöne Alternativgeschenke!

Viel Spaß beim Schmöckern!

Und hier noch speziell die Info für die vielen Leute, die mich immer nach alternativen Zahnbürsten fragen.

http://www.beechange.com/25_hydrophilBambus Zahnbürste Hydrophil 100% biologisch abbaubar

5Aug/142

Was hat Entschleunigung mit Plastik zu tun?

Abgesehen davon, dass Entschleunigung ein guter Grund für mich war, in den letzten Wochen meine Aktivitäten auf diesem Blog wiedermal relativ sparsam zu halten, auf den 1. Blick nicht viel. Doch schon auf den 2. Blick erkennt man so was wie einen umgekehrt - proportionalen Zusammenhang.

Denn unser enormer Plastikverbrauch (vor allem bei Verpackungen von Lebensmitteln und Verbrauchsgütern) hängt wohl nicht unwesentlich damit

Klingt vielleicht ein wenig provokant, doch angesichts der Tatsache, dass die Frage nach dem „zeitlichen Mehraufwand“ unserer plastikreduzierten Lebensweise (gemeinsam mit dem „finanziellen Mehraufwand“) zu den häufigsten bei meinen Vorträgen und Lesungen gehört, erscheint mir diese sanfte Provokation durchaus berechtigt:

Denn gerade wenn es um eines der essentiellsten Themen des menschlichen Lebens – nämlich unsere Ernährung – geht, scheint bei vielen Menschen die Zeit besonders knapp zu sein. Immer wieder wurde ich in den letzten Jahren gefragt: „Kochen Sie (noch) selber?“ Anfangs wusste ich tatsächlich nicht, wie diese Frage gemeint sein könnte. Vermutete da jemand, wir hätten eine Köchin?

Hilft Plastik beim "Zeit Sparen"??

Tatsächlich ging es allerdings um ein ganz anderes Phänomen: Fertigprodukte und Halbfertigprodukte (Convenience Food, arbeitserleichternde Essenszutaten oder Fertiggerichte), die heutzutage in vielen Haushalten die ursprünglichen Zutaten ersetzen und angeblich helfen, „Zeit zu sparen“.

Komischerweise habe ich das Gefühl, dass die meisten Menschen, die solche Produkte verwenden, auch nicht mehr Zeit „haben“ als ich – im Gegenteil. Möglicherweise liegt das zumindest teilweise daran, dass viele von ihnen mehr arbeiten, mehr verdienen, mehr Unnötiges kaufen und mehr entsorgen als ich. So gesehen könnt man zur Einschätzung kommen, dass die “zeitsparenden“ Produkte eher einen Teil des Problems als einen Teil der Lösung darstellen. Ähnliches gilt im Übrigen natürlich für „selbstputzende“ Reinigungsmittel (mit entsprechend giftigen Inhaltsstoffen) oder wundersam verjüngende Kosmetik –und Pflegeprodukte.

Wenn uns die Zeit zum Einkaufen, zum Kochen, zum Putzen, zum älter Werden und vor allem die Zeit über all das in Ruhe nachzudenken, fehlt, müssen wir das irgendwie kompensieren. Und da werden wir dann nur allzu oft willige Opfer einer Industrie, die uns vorgaukelt, man könne dem Leben Zeit abringen, indem man ihre Produkte kauft.

Fertiges Essen, hochgiftige Haushaltschemikalien, Wasser in Plastikflaschen, Wegwerfwindeln, Kosmetik aus Erdöl,….all diese Dinge haben uns in den letzten Jahrzehnten suggeriert, wir könnten uns damit „Zeit sparen“ – doch hat seither irgendjemand tatsächlich mehr Zeit?

Um nicht falsch verstanden zu werden. Es ist nicht so, dass ich all diese Dinge prinzipiell in jeder Lebenslage ablehne. Ohne Waschmaschine würde ich persönlich zum Beispiel sicher verzweifeln, doch dass uns technische oder elektronische Geräte, Autos oder in Plastik verschweißte Fertigprodukte tatsächlich Zeit schenken, ist eine Illusion, der wir uns nicht länger hingeben sollten.

Unser Umgang mit all diesen mehr oder weniger zukunftstauglichen Errungenschaften, ist nämlich leider im Großen und Ganzen nicht darauf ausgelegt, uns mehr „freie“ Zeit zu schaffen. Die Zeit, die wir durch diese Dinge (theoretisch!) gewinnen, wird innerhalb des bestehenden Systems logischerweise hauptsächlich in mehr Aktivität für mehr Geld für noch mehr von diesen „zeitsparenden“ oder zeitfüllenden Dingen, investiert. Wir sollen ja dann schließlich auch wieder das neueste Handy, den noch sparsameren Geschirrspüler, den noch flacheren Bildschirm kaufen. Und das Geld für all diese Dinge kostet uns wiederum Zeit….und so könnte das theoretisch endlos weitergehen, wäre die Welt nicht ein begrenzter Raum und der Mensch nicht ein endliches Wesen.

So gesehen hat die Reduktion von Unnötigem (und das ist der Verzicht auf Plastik in sehr vielen Bereichen) sehr viel mit Entschleunigung zu tun. Und Entschleunigung wiederum sehr viel damit, dass man überhaupt wieder wahrnehmen kann, was man zum Leben wirklich braucht.

Dennoch werde ich die Zeit auch teilweise im Sinne der Plastikvermeidung nutzen. Ich arbeite nämlich gerade daran, Euch und allen zukünftigen Plastikvermeidern, das Finden von alternativen Produkten und Verhaltensweisen zu erleichtern, wobei mir freundlicherweise ein Computer affiner Leser dieses Blogs behilflich ist. Ich hoffe sehr, dass ich Euch nach der Sommerpause schon Neues darüber berichten kann und wünsche Euch inzwischen einen schönen, plastikarmen und entschleunigten Sommer.

Und in diesem Sinne wünsche ich auch dem Verein „Mach langsam“  (www.mach-langsam.at), der mich eingeladen hat, Ehrenmitglied zu werden  viel Erfolg, viel Ruhe und Gelassenheit und viel Zeit für die Verfolgung seiner Vereinsziele und hoffe,  dass das eine oder andere Mitglied auch einmal auf meinem Blog www.keinheimfuerplastik.at vorbeischaut!

27May/144

„Einfach tun“ (Teil1) – Florian Hubmann:

Wie angekündigt möchte ich Euch in Zukunft immer wieder Menschen/ Vereine usw. vorstellen, die nicht mehr nur über einen Systemwandel reden, sondern auch bereits begonnen haben, konkrete Schritte zu setzen. Menschen, die die Veränderung also schon begonnen haben und nicht darauf warten, bis andere damit anfangen.

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Florian Hubmann ist Kaufmann in Stainz. Vor zirka 1einhalb Jahren hat er das große Kaufhaus mit vielen verschiedenen Abteilungen (von Lebensmitteln über Kinderspielzeug, Kleidung und Drogeriewaren) von seinen Eltern übernommen und ist seither laufend dabei, sein Sortiment auf regionale und biologische Produkte zu erweitern bzw. umzustellen. Wobei der Grad der Umstellung naturgemäß auch davon abhängig ist, wie gut die neuen Produkte von den KundInnen angenommen werden.

Ich habe Florian bei einer großen Veranstaltung in Bärnbach kennen gelernt, wo ich über unser Experiment berichten durfte. Er hat mir erzählt, dass er nun auch begonnen hat, wenig bzw. plastikfrei verpackte Produkte in sein Sortiment aufzunehmen und bat mich, ihn dahingehend zu beraten.

Als ich einige Wochen später gemeinsam mit meiner Freundin das Sortiment seines Kaufhauses sichten durfte, staunte ich nicht schlecht, wie viele der „Alternativprodukte“, dich ich in meinem Buch erwähnt hatte, bereits dort vorhanden waren. Besonders schön war für mich daran, dass er sich offenbar tatsächlich mit allen Alternativen ernsthaft auseinander gesetzt hatte und ich keine Sekunde das Gefühl hatte, es ginge nur um ein „grünes Mäntelchen“.

Den einen oder anderen Tipp konnte ich noch anbringen, aber im Grunde geht es nun nur mehr darum, auch die Kundinnen und Kunden von besseren Alternativen zu begeistern (damit früher oder später vielleicht gewisse Dinge auch ganz aus den Regalen verschwinden können…).

Um auch dahingehend einen Schritt zu setzen, wird es nächsten Montag, 2.Juni ab 19 Uhr in der Hofer Mühle in Stainz eine großer Veranstaltung zu diesem Thema geben, bei der ich über unser Experiment berichten und gemeinsam mit Florian, Fragen der ZuhörerInnen beantworten bzw. Anregungen geben und mit dem Publikum diskutieren werde.

Ich hoffe, viele von Euch, dort zu treffen.

Denjenigen, die schon genug von der „Plastikfreien Zone“ gehört haben, kann ich trotzdem wärmstens empfehlen zu kommen: Es lohnt sich einfach, Florian Hubmann kennen zu lernen, einen Menschen, der aus Überzeugung und mit ganzem Herzen begonnen hat, seinen Betrieb nach Kriterien zu gestalten, die Zukunft haben!

9Apr/1420

Einkaufsparadies für Verpackungsmuffel

Mehrere von Euch haben mich in letzter Zeit schon auf die neue Wiener „Maßgreißlerei“ Lunzers hingewiesen (Ähnliches gibt es meines Wissens ausgehend von London schon in mehreren Großstädten in Europa).

Was in herkömmlichen Supermärkten normalerweise unmöglich ist, ist hier ganz normal:

Einkaufen von „offenen“ Lebensmittel nach Maß und Ziel, mit mitgebrachten Behältern oder vor Ort verfügbaren wieder verwendbaren Verpackungen.

Man kauft also tatsächlich nur das, was man wirklich braucht (also die Lebensmittel) und erzeugt normalerweise überhaupt keinen Müll.

Ich kann nur hoffen, dass das Beispiel Schule macht.

Nach meiner letzten großen Veranstaltung zum Thema „Plastikfreie Zone“ habe ich diesbezüglich aber wieder einen großen Hoffnungsschub bekommen.

Dort hat mich ein Kaufmann aus der Umgebung direkt auf das Thema angesprochen und möchte in weiterer Folge gerne sein Sortiment mit meiner Unterstützung erweitern bzw. verändern. Über die weiteren Fortschritte in dieser Sache werde ich an dieser Stelle natürlich berichten.

Inzwischen habe ich aber noch eine Bitte an Euch:

Schreibt mir, wenn Ihr in Eurem Umfeld ähnliche Geschäftsideen oder zumindest Initiativen in diese Richtung beobachtet. Ich möchte gerne auch auf diesem Blog Menschen aus der Wirtschaft unterstützen, die keine  "Misswirtschaft" mehr betreiben, sondern einen zukunftstauglichen, nachhaltigen Weg beschreiten wollen.

Untenstehend findet ihr noch die Links zu Lunzers Wien!

http://mass-greisslerei.at/

http://www.w24.at/Wiener-Greisslerei-verzichtet-auf-Verpackungen/797405

17Feb/144

Webshop einmal anders!

Eine treue Leserin dieses Blogs, die ich vor einiger Zeit bei meiner Lesung im Stift Zwettl persönlich kennengelernt habe, hat nun einen "alternativen" Webshop eröffnet.

Aus persönlichen Gesprächen mit ihr, weiß ich wie sorgfältig sie sich bemüht hat, dort wirklich nur Produkte anzubieten, die ihren hohen ökologischen und ethischen Ansprüchen genügen. Natürlich geht es auch hier nicht ganz ohen Kompromisse - aber das entspricht ja auch meiner Philosphie!

Außerdem hat mir Karin, wie schon einige von Euch auch einen Link zu "Lunzers" geschickt (siehe unten!).

Auf das Geschäftskonzept, des "offen Verkaufens" werde ich in einem meiner nächsten Beiträge genauer eingehen.

Da ich mich demnächst auf den Weg zu unserem jährlichen Hüttenschiurlaub mache, werde ich Eure zahlreichen Fragen und Anregeungen erst wieder  Ende der Woche beantworten. Inzwischen viel  Spass beim Schmökern und Karin viel Erfolg mit dem neuen Shop!

LG Sandra

http://www.beechange.com/

http://www.beechange.com/content/11-presse

http://www.beechange.com/blog/green-lifestyle/biorama-leser-safari-lunzers-massgreisslerei

28Dec/1310

Aufruf

Kurz vor dem Jahreswechsel möchte ich Euch (zumindest denjenigen, die es noch nicht gemacht haben) noch sehr an´s Herz legen diese beiden Petitionen zu unterschreiben:

1.) Gerade die EU-Kritischen unter Euch sollten das Instrument der europäischen Bürgerinitiative unbedingt nutzen (die anderen natürlich auch:-))

http://www.stopoekozid.at/

Hier nur ein kurzer Auszug daraus! Mehr Infos und die Möglichkeit online zu unterschreiben findet Ihr auf der Webside!!

Das Ziel unser Initiative ist sehr einfach: Umweltzerstörung soll als Verbrechen anerkannt werden. Ein Verbrechen, für welches die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können.

Eine umgesetzte Ökozid-Richtlinie hätte weltweite Konsequenzen. Viele der für Ökozid verantwortlichen Unternehmen sind in der EU registriert und europäische Pensionskassen und Banken gehören zu den größten Investoren Ökozid-verursachender Aktivitäten. Durch das Importverbot Ökozid-verursachender Güter und Dienstleistungen werden faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen, da jeder, der in der EU Geschäfte machen möchte, sich dem Gesetz fügen müsste.

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist ein basisdemokratisches Instrument, welches 2009 in der Europäischen Union eingeführt wurde und seit April 2012 im Gebrauch ist. Es ermöglicht Bürgern, die EU-Gesetzgebung mitzugestalten. Wenn mindestens 1 Millionen EU-Bürger aus mindestens 7 verschiedenen Ländern für unseren Vorschlag stimmen, muss die Europäische Kommission ihn in Betracht ziehen und wir haben das Recht auf eine öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament. Dies ist viel mehr als eine Petition. Eine EBI zu unterzeichnen bedeutet, euer Recht als EU-Bürger einzufordern, die Gesetzgebung mitzugestalten.

http://www.youtube.com/watch?v=hJ2Qx4vdmvs

http://www.youtube.com/watch?v=nuxoWA0tiyI

2.)

http://www.activism.com/de_AT/petition/plastiksackerlverbot-in-oesterreich-fortsetzung/209

Petition für ein Plastiksackerlverbot in Österreich

An die Regierung des Landes Österreich und ihre Vertreter
Sämtliche Hersteller von Plastiksackerln und
Firmen, die Plastiksackerln verkaufen, bzw. verschenken

Plastiksackerln werden in der Regel aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt. Es dauert bekanntermaßen bis zu 400 Jahre, bis so ein Sackerl in kleine Teile zerfällt, sich jedoch noch immer nicht vollkommen aufgelöst hat. Wir fordern daher ein sofortiges Plastiksackerlverbot österreichweit zum nachhaltigen Schutz und Erhalt unseres Ökosystems.

Diese Petition läuft zeitgleich in Facebook. Alle ZeichnerInnen dieser Petition sollten nur einmal zustimmen.

Danke an alle, die sich die Zeit nehmen!!