Kein Heim fuer Plastik Kein Heim Heim fuer Plastik Plastic Planet Das Buch zum Film bestellen
21Aug/117

Aufruf an Firmen

Auf vielfachen Wunsch nun endlich den Musterbrief, den Esther Weinz aus Kassel mit uns gemeinsam erstellt hat.

Verschickt ihn an möglichst viele Firmen, deren Produkte Ihr lieber OHNE Plastikverpackung kaufen würdet.

Wer mir ein MAil an keinheimfuerplastik@aon.at schickt bekommt auch gerne die Words - Version von mir zugeschickt! Natürlich auch gerne zum Weiterschicken!!

Plastikfrei besser leben!

An die Firma:

_________________, den __________

Verbraucheranfrage zur Verwendung von Kunst- und Schadstoffen in Ihren Produkten und als Verpackungsmaterialien

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir von der Initiative „Plastikfrei besser leben“ und „Kein Heim für Plastik“ sind seit vielen Jahren VerbraucherInnen Ihrer hervorragenden Produkte. Leider ist zu beobachten, dass auch bei Ihnen der Plastikanteil in der Verpackung von ökologischen Produkten ständig zunimmt oder immer noch viel zu hoch ist. Wir sind empört und sehr besorgt über diese Entwicklung.

Deshalb haben wir, inspiriert durch den Film Plastic Planet von Werner Boote und der Initiative „Kein Heim für Plastik“ aus Österreich auch in Kassel begonnen, möglichst plastikfrei einzukaufen -  mit dem Ergebnis, dass unsere Einkaufswagen deutlich weniger gefüllt waren.

Im Experiment „Kein Heim für Plastik“ versuchen Sandra Krautwaschl und Peter Rabensteiner gemeinsam mit ihren 3 Kindern seit mehr als einem Jahr, den alltäglichen Einkauf so weit als möglich plastikfrei zu gestalten. Das ist jedoch gerade bei Bioprodukten oft besonders schwierig.

Wie Ihnen sehr wahrscheinlich bekannt sein dürfte, bringt der nachlässige Umgang mit Plastik große Belastungen für Umwelt und Gesundheit bei gleichzeitiger Ressourcenverschwendung mit sich. Die Plastikverseuchung in den Weltmeeren und auf den Kontinenten, besonders in Asien und Afrika, gelangt erst langsam ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Leider sind effektive Maßnahmen noch viel zu selten. Das wollen wir ändern.

Deshalb können wir uns vorstellen, dass Sie als Hersteller/Händler oder Ladeninhaber in der Lage sind, Ihre ökologische Ware umweltfreundlich zu verpacken oder dieses in naher Zukunft zu veranlassen. Vieles kann ohne Verpackung oder in Papier und in Biokunststoff verkauft werden. Wir sind der Meinung, dass es zu Ihrer Sorgfaltspflicht als Anbieter im Ökobereich gehört, umwelt- und gesundheits-verträgliche Produkte auch in der Verpackung zu Ria online verwenden!

Welche Bemühungen gibt es in Ihrem Unternehmen umweltschädliche Verpackungen zu vermeiden?

Gerne möchten wir Ihre positive Entwicklung in unserer Öffentlichkeitskampagne verbraucherwirksam darstellen.

Wir starten von Kassel, Deutschland, und von Eisbach, Österreich, aus eine europaweite Initiative und hoffen, Ihre plastik- und schadstofffreien und biologisch erzeugten Waren in unsere Produkten-Positivliste aufnehmen zu können. Ihr Unternehmen kann diese Produkte hier einsehen und einstellen: www.plastikfrei.at

Bei Beratungsbedarf stehen wir gerne zur Verfügung. Über unsere Kontaktdaten gelangen Sie zu ausführlichen Informationen, siehe unten.

Verbunden mit unserem großen Wunsch für eine nachhaltige und zukunftssichernde Wirtschaftsweise hoffen wir auf gute Kooperation mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Esther Weinz, UmweltCoach, Theatertrainerin, Kassel, D

Isabel Wilke, Diplom-Biologin, Kassel, D

Heino Kirchhof, Diplom-Ingenieur, Lohfelden, D

Katrin Wessolowski, Diplom-Ingenieurin Landschafts- und Freiraumplanung, Kassel, D
Sandra Krautwaschl, Physiotherapeutin, Eisbach, A
Peter Rabensteiner, Sonderschullehrer, Eisbach, A

Werner Boote, Regisseur Plastic Planet, Theaterwissenschaftler, Publizist, Soziologe, A

Elke Zwinge, Lehrerin, Berlin, D

Ulrike Arndt-Ladleiff, Ärztin, Kassel, D

Erna Fertinger, Diplom-Sozialpädagogin, Lobenhausen, D

Susanne Johannsmann, Meisterin Kleinradmechanik, Lobenhausen, D

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Kommentare (7) Trackbacks (0)
  1. Super, dass der Musterbrief jetzt auch auf Euerer Seite zu finden ist.
    Viel Erfolg und plastikfreie und sonnige Grüße von Esther aus Kassel

    [Reply]

  2. Das ist eine tolle Idee… ich habe mich auch schon oft darüber geärgert, wie viel Plastik gerade bei der Verpackung von Bioprodukten zum Einsatz kommt.

    Wie die Umsetzung gedacht ist, ist mir allerdings noch nicht so ganz klar.
    Ist das ein Beispielbrief, der einfach dazu anregen soll, selbst Ähnliches zu verfassen?
    Oder ist es tatsächlich so gedacht, dass jeder, der möchte, genau diesen Brief verschickt, und seine eigene Unterschrift hinzufügt?
    Grundsätzlich finde ich es sinnvoll, einen Standardtext zu verwenden, der relativ einfach unterzeichnet werden kann, weil das jedem erlaubt, möglichst viele Konzerne zu kontaktieren. Aber wäre es in diesem Fall nicht noch wirkungsvoller, eine Art “Petition” zu erstellen, bei der auf einen Blick sichtbar ist, wie viele Leute sie breits unterstützen, weil sie alle Unterstützer an einem Ort “bündelt”?

    Petition ist im Deutschen wahrscheinlich nicht genau das richtige Wort dafür… ich komme deshalb darauf, weil ich im Zusammenhang mit englischsprachigen Websites schon oft auf “petitions” dieser Art gestoßen bin, die auch an Unternehmen usw. gehen, nicht ausschließlich an politische Entscheidungsträger (wobei ich das Gefühl habe, dass das Wort im Deutschen nur in diesem Kontext benutzt wird). Eine Plattform, auf der man solche Aufrufe einrichten kann (das ginge wahrscheinlich auch in deutscher Sprache, ist aber eher auf den englischsprachigen Raum zugeschnitten) ist change.org.
    Ich habe mal ein bisschen gesucht , doch es scheint, dass deutschsprachige Seiten, die ähnliche Möglichkeiten bieten, noch eher in den Kinderschuhen stecken: http://www.petitiononline.de/; http://lobbyingforum.com/Petitionen.aspx

    Aber wäre es nicht auf jeden Fall lohnenswert, diese Idee weiter zu verfolgen? Mir scheint, dass solche Aktionen sehr gut geeignet wären, einem Unternehmen vor Augen zu führen, dass es eine ganze Gruppe von Menschen gibt, die gern nachhaltigere Verpackungsoptionen im Regal sähen… und nicht nur ein paar Spinner. ;)

    [Reply]

    Sandra Krautwaschl Reply:

    Liebe Rebecca!

    Entschuldige meine späte Antwort, aber unsere Stofftaschenaktion läuft gerade voll an und so bin ich im Moment ziemlich beschäftigt mit Sammeln, Gestalten, Bügeln, Sortieren und vor allem Koordinieren!
    Das ist auch ein Grund dafür, dass ich als absolt unbegabet Computernutzerin im Moment keine Möglichkeit sehe, mich um eine Petition zu kümmern.
    Dennoch finde ich auch, dass man diese Idee weiter verfolgen sollte. Vielleicht kann ich ja nach Abschluss des Stofftaschenprojekts Peter diesbezüglich motivieren (im Moment ist er nämlich auch damit sehr eingeteilt!).
    Vielen Dank jedenfalls für Deinen Hinweis. Solltest Du selbst in diese Richtung aktiv werden, bevor ich dazu komme, lass es mich bitte wissen!
    LG Sandra

    [Reply]

    Rebecca Reply:

    Ich werde auf jeden Fall Bescheid sagen. Bis ca. Mitte Oktober bin ich anderweitig ziemlich beschäftigt, aber ich hoffe, ich denke daran, den Gedanken danach wieder aufzugreifen!

    [Reply]

  3. Hallo!

    Hier findet ihr die Antwort der Fa. Hofer auf den “Musterbrief Plastikfrei besser leben!”
    http://revolution-now.at/forum/4-allgemein/41-plastic-planet#50

    mfg
    Michl

    [Reply]

    Sandra Reply:

    Lieber Michl!

    Vielen Dank, dass Du diese Antwort auf den Musterbrief hier zur Verfügung gestellt. Obwohl oder vielleicht gerade weil der Antwortbrief so ausführlich ist, enthält er meiner Meinung nach derartig viele Scheinargumenrtationen und Halbwahrheiten, dass ich innerhalb dieses Kommentars gar nicht auf alles eingehen will. Werde mich aber bemühen, dazu bald einen Beitrag auf den Blog zu stellen.
    Eines nur schon einmal vorweg: Umweltverträgliche Lösungen gerade von der Verpackungsindustrie zu erwareten, erscheint mir dann doch ein bisschen naiv. Ich persönlichwäre ja gespannt, wie schnell Hofer und Co. IHR Sortiment verändern würden, wenn sie einfach plötzlichauf dem ganzen eingeackten Zeug “sitzen bleiben” würden. Ich glaube kaum, dass sie dann noch auf die Lösungen aus der Verpackungsindustrie warten würden…
    Lg und vielen Dank für Deine Unterstützung
    Sandra

    [Reply]

  4. Ich finde euer Engagement wirklich toll, und die Datenbank “plastikfrei.at” war auch wirklich interessant, aber sie funktioniert nicht mehr! Was ist passiert? Ist der Server abgestürzt/gehackt/zensiert worden?

    [Reply]


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