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8Jan/1114

Argumentationshilfen für phantasielose Umweltminister…


....oder wozu ein Plastiksackerlverbot in Österreich gut sein könnte

Aus gegebenem Anlass (Plastiksackerlverbot in Italien seit 1.1.2011) möchte ich heute der Kreativität unseres Herrn Umweltministers einmal ein wenig auf die Sprünge helfen.

  • Das Verbot von Plastiksackerln ist eine der einfachsten Möglichkeiten Co2, Erdöl und diverse, in Plastiksackerl enthaltene Schadstoffe einzusparen, vereint also Klimaschutz, Ressourcenschonung und Gesundheitsvorsorge, wohingegen weder "Downcycling" (denn echtes Recycling funktioniert bei Plastiksackerln normalerweise nicht) noch "thermische Verwertung" irgendetwas dazu beitragen.

  • Das Verbot von Gratisplastiksackerl könnte somit auch Ausgangspunkt für neue, sinnvolle Entwicklungen sein ( z.B.Pfandtaschensysteme) sein.

  • Jedes nicht produzierte Plastiksackerl ist besser als ein "korrekt" entsorgtes.

  • Angesichts der Tatsache, dass es ausreichend sinnvolle Alternativen zu Gratisplastiksackerl gibt (Stofftaschen, Einkaufskörbe, Papiersackerl, Bioplastiksackerl,..) würden die ÖsterreicherInnen auch in Zukunft ihren Einkauf nicht mit bloßen Händen nach Hause tragen müssen.

  • Gratisplastiksackerlverbot ist somit Einschränkung von überflüssiger Verschwendung und langfristige Verbesserung der Lebensqualität.

  • Das angeblich so rare Vorhandensein von Plastiksackerln im heimischen Restmüll mag zum Teil damit zusammenhängen, dass auch hierzulande unglaubliche Mengen an (Plastik)müll, darunter auch jede Menge Plastiksackerl in der Landschaft landen. (Alle, die daran zweifeln, lade ich herzlich zu unserer nächsten Flurreinigung ein!)

  • Plastiksackerlverbote sind ein wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung ( Bildung ist ja im Moment angeblich gerade wiedermal ein wichtiges Anliegen unserer Regierung..) und Sensibilisierung für die weltweit dramatischen Folgen des ungezügelten Verbrauchs von "Wegwerfplastik"

  • Da unsere Umwelt ja nicht an den Genzen Österreichs endet, darf auch ein österreichischer Umweltminister durchaus mal grenzüberschreitend (mit)denken und handeln.

  • Diejenigen, die ihre Plastiksackerl angeblich eh "immer wieder" verwenden, sind von einem Verbot nicht betroffen, da die Sackerl ja einige 100 Jahre halten. Sie können die vorhandenen Plastiksackerl also durchaus noch über mehrere Generationen weitervererben..

Das ist nur eine kleine Auswahl von Argumenten für das Plastiksackerlverbot in Österreich. Ich würde übrigens mit unserem Umweltminister gerne um meine wunderschöne "Jute statt Plastik - Tasche" wetten, dass ihm kein einziger vernünftiger Grund einfällt, Plastiksackerl NICHT zu verbieten.

Das "Argument", dass in Österreich kein Plastiksackerlverbot nötig sei, weil ohnehin fast keine Sackerl im Restmüll landen, passt nämlich nicht ganz mit der Tatsache zusammen, dass in ganz Wien Plastikmüll nicht extra gesammelt wird, damit die Müllverbrennungsanlagen überhaupt funktionieren...

Hier wäre dann vielleicht auch ein gemeinsames Projekt mit der Wissenschaftsministerin zur Entwicklung  neuer Technologien sinnvoll!

Hmmm, und wo landen nun in Wien (immerhin knapp1,7 Millionen EinwohnerInnen) bitteschön die nicht mehr gebrauchten Plastiksackerl? Oder gibt es in Wien vielleicht gar keine mehr? Oder leben dort etwa nur mehr Menschen, die ihre Plastiksackerl immer wieder verwenden? Das würde ja heißen, dass in Wien praktisch keine neuen Plastiksackerl mehr gebraucht werden...Also auch noch eine kleine Frage an unseren Herrn Umweltminister: Wieviele neue Plastiksackerl werden denn alleine in Wien täglich verbraucht und was passiert anschließend mit ihnen, wenn sie sich nicht in Luft auflösen??

Abschließend hätte ich dann auch noch einen Vorschlag für eine Studie, die der Umweltminister in Auftrag geben könnte: Die Kostenwahrheit eines Plastiksackerls, eingerechnet den Wert aller plastikverseuchten Strände, Ozeane, Flüsse, Seen, Landstriche, Wälder, Berge....

Ach ja und noch ein kleines Argument:

- PolitikerInnen sind gewählt, um Verantwortung zu übernehmen.

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Kommentare (14) Trackbacks (1)
  1. Hab heut schon die Petition unterzeichnet – über 5000 sind’s schon – und diese auch “gefacebooked” (Tolles Wort!). Ich hoffe, das bewirkt was im “Umweltmusterland Österreich” – das diese Bezeichnung schon lang, lang nicht mehr verdient. (Aber da mag ich mich jetzt gar nicht auslassen, es hakt einfach an zu vielen Ecken zu sehr…)
    Liebe Grüße, Margit

    [Reply]

  2. Schönen guten Tag

    über die fm4 homepage und die sendung bin ich jetzt mal hier angelangt.

    habe mir einige beiträge durchgelesen und mir nach ein zwei tagen dann gedacht doch einen kommentar zu schreiben, weil ich das ganze hier doch erschreckend finde.

    woher kommt diese umfassende und undifferenzierte ablehnung des “plastik” in jeder darreichungsform. – mich erinnert diese hier gezeigte einstellung in ihre ignoranz, verallgemeinerung und intoleranz erschreckend an die rechtspopulisten egal in welchem land und von welcher partei – was dem einen sein minarett ist dem anderen sein plastiksackerl. ob argumente schlüssig sind, probleme den richtigen verursaachern zugeordnet werden, bessere und brauchbare alternativenb angeboten werden zählt nicht, der schnelle coole triiumph in den medien zählt.

    wenn ich nur oberflächlich die berichte zum badezimmer durchlese – da geht es ja um die verurteilung von allem möglichen, ob aber ein ungelibtes shampoo in einer glasflasche, einer kunststoof oder alutube geliefert wird ist doch komplett egal – lassen sie doch ihren unmut über fragwürdige kosmetika nicht an der verpackung aus. und ist denn die blechdose der grünen erde besser wenn sie in die landschaft geworfen wird als eine kunststooffverpackung?

    warum regt man sich über “plastiksackerl” auf die in der landschaft rumfliegen, und nicht über diejenigen die sie einfach wegwerfen?

    mir stört der dreck in der landschaft ebenso, aber mir ist es relativ egal ob mir ein zeitungspapierl, eine mcdonaldskarton, eine aludose um die ohren geweht werden, lediglich zerbrochene glöasflaschen finde ich besonders blöd, und kronkorken auf die man steigt ( oder fische verschlucken)

    kunststoffverpackungen sind – richtig angewendet ebenso herorragende verpackungen wie blech, papier und glas – alles aber richtig angewendet – nicht in die landschaft geworfen.

    für getränke “on the go” oder lange lagerdauer – aludose
    für spirituosen – glasflasche
    für schnell getrunkene säfte pet
    milch und fruchtsaft – tetra pak

    alles wunderbar

    am strand – aludose hässlich, petflasche und tetra pak hässlich, glasscherben und kronkorken gefährlich

    und verpackung an sicjht hat viele wichtige aspekte – überlegen sie mal was alles an lebensmittel nicht verdirbt, weil es nach neuestem stand der technik verpackt wird

    und ja – ich habe kunststofftechnik und maschinenbau gemacht, und entwickle neben sportartikeln, kafz, teilen handies und so auch immer wieder verpackungen

    [Reply]

  3. Lieber Herr Bratsch!

    Das nur “oberflächliche” Durchlesen einzelner Geschichten diese Blogs, führt leider oft zu gewissen Missverständnissen.
    Wenn Sie den Blog etwas weniger oberflächlich durchlesen, werden Sie aber bemerken, dass es in unserem Experiment immer darum geht, möglichst sinnvolle, praktikable und vor allem nachhaltige Lösungen zu finden.

    Ich halte zum Beispiel nichts davon, Plastikeinwegverpackungen durch Alu -Einwegverpackungen zu ersetzen, da die Gesamtökobilanz diese Materials sehr schlecht ist. Im Übrigen enthalten auch die meisten anderen, von Ihnen genannten Müllarten Plastik (z.B. Kronenkorken, Tetrapacks, viele Weißblechdosen,…)!

    Leider reduziert sich das global Problem mit (Plastik)Müll nicht auf Einzelne “Bösewichte”, die ihre Plastiksackerln in die Natur “werfen”. Wenn Sie in den letzten Jahren mal an irgendeinem Meer geurlaubt haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass der (Plastik) Müll in rauen Mengen aus dem Meer angespült wird. Hier geht es nicht um einzelne Umweltsünder, sondern um “Müllentsorgung” im großen Stil. Und ich bin nun mal der Meinung, dass wir alle durch den völlig unreflektierten Umgang mit Verpackungsmaterial insbesondere mit Plastik, einen Industriezweig unterstützen, der bis jetzt alles andere als nachhaltig agiert.

    Als Konsumentin habe ich bis jetzt keine Möglichkeit zu erkennen, ob und in welchem Ausmaß schädliche Stoffe in den einzelnen Plastikprodukten enthalten sind. Daher meide ich sie soweit wie möglich, vor allem wenn es sich auch noch um Dinge handelt, die nach einmaligem Gebrauch bereits wieder im Müll landen.
    Auch bei Glasverpackungen bevorzuge ich übrigens Mehrwegsysteme!
    Die Tatsache, dass wir unseren Plastikmüll seit Beginn des Experiments um ca. 95 bis 98 % und den restlichen Müll um ca 50 % reduzieren konnten, reicht mir als persönliche Bestätigung. Darüber, dass sich auch Medien im Moment zumindest teilweise für diese Thematik interessieren, freue ich mich natürlich, empfinde es aber keineswegs als Triumpf, da mediales Interesse für solche Themen leider meist nur sehr kurzfristg besteht, das Thema meiner Meinung nach aber langfristig und ernsthaftbehandelt werden muss.

    Ich bemühe mich in meinen Geschichten trotz der Ernsthaftigkeit des Themas immer auch um einen humorvollen Zugang und darum, Alternativen aufzuzeigen, die auch die persönliche Lebensqualität verbessern können. Dabei geht es mir nicht um der “Weisheit letzten Schluss”, sondern um kontinuierliche Weiterentwicklung und um “Voneinander Lernen”. Deshalb kann ich mit dem Vorwurf der Intoleranz und Ignoranz beim besten Willen nichts anfangen.

    Auch wenn es meiner Meinung nach mehr als genug Argument dafür gäbe, Plastiksackerl bzw. den bisherigen verschwenderischen Umgang damit zu verbieten, habe ich bereits im nächsten Beitrag darauf hingewiesen, dass ich persönlich gerade an einem Projekt in unserer Region arbeite, das darauf abzielt, KonsumentInnen und Wirtschaftsbetriebe dazu zu motivieren, den “Plastikkonsum” und Einweg – Verpackungesmaterial auf freiwilliger Basis zu reduzieren.

    Den Vergleich mit jeglicher Form von Rechtspopulismus, empfinde ich in diesem Zusammenhang als widerwärtig und höchst unpassend, habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass solche “Schläge unter die Gürtellinie” meistens nur von Menschen ausgeteilt werden, die sich selbst in irgendeiner Form persönlich angegriffen fühlen.
    Sollte diese persönliche Betroffenheit bei Ihnen mit Ihrer beruflichen Tätigkeit als Kunststofftechniker zusammenhängen, so möchte ich Ihnen gerne sagen, dass es mir fern liegt, diesen Berufsstand anzugreifen.
    Im Gegenteil: Ich finde diesem Beruf kommt sogar eine extrem große Verantwortung und eine sehr wichtige Rolle zu, wenn es darum geht für Bereiche, wo Kunsstoffe sinnvoll eingesetzt werden können (Medizin, Technik,…) Materialien und Techniken zu entwickeln, die ohne den Einsatz von gesundheitsgefährdenden Stoffen für Produzenten und Verbraucher auskommen und möglichst wenig Schaden an unseren Lebensräumen anrichten.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Motivation für die weiter Ausübung Ihres Berufes.

    Sandra Krautwaschl

    [Reply]

  4. schönen guten abend!

    mein bezug auf rechtspopulismus hat nichts mit einer eventuellen persönlichen befindlichkeit meinerseits zu tun, sondern ich empfinde viele argumentationen hier ganz ähnlich wie die typischen argumentationen der rechtspopulisten.

    sie schreiben über schadstoffe in plastiksackerln – sie unterstellen dass da schadstoffe enthalten seien, woanders schreiben sie dass sie garnicht dioe möglichkeit haben festzustellen ob welche enthalten sind. sie haben aber auch nicht die möglichkeit bei irgendeinem anderen verpackungsmaterial festzustellen ob da schadstoffe drin sind.

    sie schreiben über die anderen müllarten und verdrehen meine aussage, denn ich habe von verpackungsarten gesprochen, bzw. von verpackungsmaterialien – und ja – sie werden feststellen, dass es fast keine verpackung gibt,. die wirklich nur mit einem material auskommt. und selbst beim glas müssen sie entweder raubbau an den korkeichen treiben oder auf plastik ( pur oder im metallverbund) zurückgreifen um diese zu verschliessen.

    und ja – ich bin viel an meeren und seen unterwegs, und ich finde den mist schlimm – aber im gegensatz zu metall schwimmen die meisten kunststoffe eben, das macht es aber nicht besser

    warum setzen sie plastik mit einweg gleich? – ich keinne keine wiederbefüllbaren papierverpackungen, keine wiederbefüllbaren konservendosen, und die wiederbefüllbaren galsverpackungen sind absolut im rückzug. warum argumentieren sie nur gegen plastik wenn sie eventuell gegen einweg argumentieren wollen.

    schön wenn sie bei glasverpackungen mehrwegsyteme bevorzugen. allerdings gibt es nur sehr wenige produkte in glasmehrwegsystemen, ausserstandard bier fällt mir da nicht sehr viel ein, im bier wird einwegglas immer weiter verbreuitet – aus vielen gründen, im kosmetikbereich kennen ich kleine pfandsystem, und sonst fällt mir auch nicht sehr viel ein.

    und bedenken sie bitte dass mehrwegsytseme nur im engen regionalen bereich funktionieren können, ab einer gwissen transportstrecke ist der transport der sehr schweren verpackungen kontraproduktiv, dazu kommen erhebliche aufwendungen an energie und wasser um die mehrwegverpackung vor der wiederverwendung ordentlich zu reinigen. scheinbar haben sie das noch nicht bedacht, oder es passt eben nicht in ihr konzept.

    sie meiden plastikprodukte wenn sie nach einmaligem gebrauch im müll landen – gut, hört sich schön an – welche produkte sind denn das, und haben sie vergleichbare produkte aus anderem material die sie öfter verwenden können? mir fällt da momentan nichts ein – naja ein paar polemische papierbeispiele vielleicht ;)

    und zu ihrem abschluss – mir macht es immer noch viel spass produkte beser zu gestalten – ob der kunde mit seinem snowboard einen schönen tag hat kann ein ansatz sein, ein anderer kann aber sein eine verpackung besser zu gestalten. und es ist mMn durchaus ein vorteil, wenn ein produkt aufgrund einer besseren verpackung die doppelte lebensdauer hat, dadurch nicht weggeworen wird, oder mehr personen zugänglich wird und entweder für die einfache ernährung dient, oder halt nur mehr lebensfreude beschert. esd muss nicht immer oder nur die medizin und traumfahrt sein, es ist auch toll wenn der saft nicht zu schnell verschimmelt.

    und danke – für ein paar jahre hab ich in jedem fall noch motivation

    [Reply]

  5. Lieber Herr Bratsch!

    Nunmehr fast eineinhalb Jahre Beschäftigung mit dem Thema haben mich mittlerweile ausgesprochen viele Mehrwegverpackungsvarianten finden lassen (vielleicht lesen Sie mal als erstes die “plastikfreien Einkaufstipps”!!).
    Und überhaupt denke ich nach Ihrer Antwort, dass es müsig ist, weiter über “Alternativen” zu diskutieren, wenn Sie sich gar nicht die Mühe machen wollen, zumindest mal die , in diesem Blog vorhandenen Alternativen genauer durchzulesen. Wie gesagt: Ich kann mit dem Argument der Intoleranz oder Radikalität nichts anfangen, lade Sie aber hiermit ein, uns einmal persönlich in unserem Haushalt zu besuchen und sich ein konkretes Bild von den möglichen Alternativen zu machen.
    Jedenfalls kaufen wir mittlerweile ohne größere Probleme ca 80% unserer Lebensmittel so ein, dass wir immer wieder verwendbare Behälter, Taschen oder Kisten (die zum Teil auch aus Plastik sind) dazu verwenden. (Es gibt wunderbare Behälter aus Metall, Glas und Keramik,…die man immer wieder befüllen kann) Der Rest ist in Papuer und Glas verpackt, wie auch schon vor dem Experiment. Und im Gegensatz zu früher, werden uns durch den viel bewußteren Umgang mit Lebensmitteln, trotz der kürzeren Haltbarkeit, jetzt kaum mehr Lebensmittel schlecht. Wir haben also immer frische, hochqualitative Lebensmittel zur Verfügung und das fällt eben für mich persönlich unter Verbesserug der Lebensqualität.

    Mein Anspruch ist indess nicht,
    die ganze Welt zu missionieren, sondern lediglich denjenigen, die in diesem Bereich für sich persönlich etwas verändern wollen, meine Erfahrungen zur Verfügung zu stellen…zu dieser Gruppe zählen Sie ja wohl offenbar nicht.

    Ehrliches Interesse vorausgesetzt, würde ich mich freuen, wenn Sie auf mene Einladung zurückkommen, andernfalls kann ich Ihnen nur empfehlen, sich nicht länger über diesen Blog zu ärgern, denn ich nehme nicht an dass alleine dadurch Gefahr besteht, dass Plastik(müll) in nächster Zeit von der Erdoberfläche verschwindet.

    LG Sandra Krautwaschl

    [Reply]

  6. guten morgen

    in ihrene themenefeldern finde ich keine “plastikfreien einkaufstipps” sondern:

    # Advent ohne Plastik (1)
    # Badezimmer ohne Plastik (6)
    # Das Experiment (4)
    # Eure Projekte (2)
    # Geburtstag ohne Plastik (2)
    # Küche ohne Plastik (5)
    # Mülltrennung (1)
    # Plastikfreie Babies (1)
    # Plastikfreie Bekleidung (1)
    # Schulkinder ohne Plastik (1)
    # Silvester ohne Plastik (3)
    # Tipps (2)
    # Umweltmedienpreis (2)
    # Urlaub ohne Plastik (7)
    # Weihnachten ohne Plastik

    der advent interessiert mich nicht besonders, ich seh da auch mengenmässig keine relevanz, gebe ihnen aber recht -strohsterne sind schöner als spritzguss zeug mit led glitter – aber auch da wäre grundsätzlich weniger mehr

    im badezimer schreiben sie zwar viel über die wäscheberge ihrer kinder, waschseifen und erden, ob sie sich schminken oder nicht, aber das geht ja mMn witgehend am thema des blogs vorbei. und wasserlösliche wascmittel müssen sie halt mal wasserfest verpacken, und ebenso kindersicher, verschüttsicher etc. ob sie a verbundkarton nehmen, blechdosen oder kuststoff – mir egal.

    iher experiment ist auch ziemlich weit gefasst – vom “flohmarkt” bis zur gescheiterten einkaufstour viele themen angerissen, alle mMn nicht durchgängig auf werkstoffe bezogen. dass sie kloppaier und küchenrollen als saugfähige produkte vor wasser schützen müssen ist ja offensichtlich, das schaffen sie vielleicht in ihrem haushalt, wie das aber in normalen produtktions – transport und handelsunternehmen funktionieren sollte wenn diese prodkte nicht wassergeschützt verpackt sind – das müssen sie mir bitte eklären – und ob es so toll ist wenn nur 5% aller Küchenrollen ungenutzt entsorgt werden müssen wegen wasserschaden – die 5% hab ich jetzt einfach so geschätzt) – warum verwenden sie eigentlich küchenrollen und nicht geschirrtücher – auch küchenrollen werden nur einmal verwendet und dann weggeworfen

    als nachtkastl ein plastikkist – ok, wenn sie sich das antun sind sie aber selber schuld, das kann ich nicht verstehen – und ich bin kunststiofftechniker und maschinenbauer – aber bei uns sind alle möbel und böden vollholz – fühlt sich besser an – den 70er jahre trend der kunststoffmöbel konnte ich nie verstehen, und auch die praktischen gartensessel aus PE sind mir ein graus, da sitz ich lieber am boden. die mehrzahl der mitglieder in meinem segelclub sieht das allerdings anders. und zur lampe – da gibts sehr schöne aus allen materialien, zwingensd immer metallverbund, und irgendwann landen alle im restmüll. die keramik oder kunststofffassungen und isolatoren , die kabel aus kupfer und kunststoff und die konstruktion lassen sich halt nur shwer trennen – da gehts eher um energieeffizienz, funktionalität und design, daran sollte die welt nicht sterben. aber vielleicht finden sie auf den illegalen mülldeponien in ihren bildern ( urlaub am strand) neben den üblichen fahrrädern, kühlschränken, fässern auch alte lampen.

    plastikfreie kleidung…

    der eine mags, der andere nicht, ich hab am liebsten baumwoll T-Shirts und wenns windet oder regnet softshells o.ä. und wie sie ja selbst schreiben – es ist sehr schwer nachvzuvollziehen, wer wo und wi anbaut, welche farben, arbeitsbedingungen etc. den bezug zum plasticksackerl sehe ich nicht wirklich, die transportverpackungen der baumwoll, bzw. aller produkte sind mWn aber kunststoff, weil sonst die meisten naturprodukte auf den langen transportwegen beschädigt würden – und darauf haben wir alle keinen einfluss

    und jetzt muss ich mich ein bisserl um meine arbeit kümmern, damit bessere verpackungen entstehen, der rest meiner antwort folgt demnächst

    [Reply]

    Sandra Krautwaschl Reply:

    Nun gut, Sie haben also immerhin gesehen, dass es in unserem Experiment nicht NUR um Plastik geht. Das freut mich! (Küchenrollen verwenden wir zum Beispiel seit Beginn des Experiments nicht mehr, geht auch ganz prächtig ohne!)

    Für die “Plastikfreien Einkaufstipps” einen Tipp: Schauen Sie mal unter “Tipps” nach!

    Leider sind Sie nicht auf meine Einladung eingegangen, denn dieses zwanghafte und wenig humorvolle “Nicht Verstehen Wollen”, worum es hier geht, wird mir, ohne den Rest Ihrer Antwort zu kennen, langsam ein wenig langweilig.

    Wenn Sie es unbedingt für notwendig halten, mich in die Schublade “radikale, intolerante, weltfremde Extremökotante” zu stecken, dann werde ich das wohl nicht verhindern können. Allerdings sehe ich in diesem Fall auch keine Veranlassung mehr, auf die Einzelheiten Ihrer “Gegenargumentation” einzugehen.
    Im Übrigen sehe ich in den meisten Ihrer “Gegenargumente” gar keinen besonderen Widerspruch zu meinen Einstellungen, ich habe eher den Eindruck, Sie versuche sogar noch dort, wo Sie ganz ähnlich argumentieren wie ich (z.B. Thema Baumwolle, Transportwege, …usw.)krampfhaft einen Gegensatz zu konstruieren.
    Ich glaube solche “Schubladisierungen” lassen sich – wenn überhaupt – nur im persönlichen Konatakt ein wenig aufweichen.
    Deshalb wiederhole ich hiermit meine Einladung. (zumal ich auch ein sehr neugieriger Mensch bin!)
    Bei Interesse schreiben Sie mir einfach ein Mail an keinheimfuerplastik@aon.at. Dann können wir uns gerne einen Termin ausmachen.
    Sollte Sie das nicht interessieren, so hoffe ich, dass Ihre weiteren Kommentare wenigstens dazu beitragen, persönlichen Frust abzubauen, denn dann ist das ja auch schon wieder ein positiver Beitrag, den das Experiment leistet.
    Einer der wichtigsten Voraussetzungen für unser Experiment war und ist nämlich, dass die Sache Spass machen soll…. und deshalb bin ich notfalls auch damit zufrieden, dazu beizutragen, dass andere Menschen Ihren Frust einmal loswerden können. :-)

    In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme und wünsche Ihnen anderen Falls viel Spass bei weiteren Kommentaren.

    LG Sandra Krautwaschl

    [Reply]

    christian bratsch Reply:

    Hatte die letzten tag viel um die ohren…

    Eine kontaktaufnahme wäre sicher mal interessant, gerne auch in salzburg, hier haben wir einfach mehr beispiele die man diskutieren kann

    was halten sie von diesem kommentar von http://wien.orf.at/stories/499642/ -ORF Online ?

    mMn ziemlich gut am punkt und sehr gut nachvollziehbar

    [Reply]

  7. Vielen Dank für diesen Link, der mir in gewisser Hinsicht aus der Seele spricht.

    Bei dem Projekt, das ich gerade für unsere Region (ca 20 000 EinwohnerInnen) plane, geht es genau aus diesen Gründen auch nicht darum, schnell irgendwelche populären “Alibialternativlösungen” umzusetzen, sondern bei der Bewußtseinsbildung anzusetzen, weil das meiner Meinung nach die größte Chance für eine wirklich nachhaltige Veränderung des Konsumverhaltens ist. (Diesen Aspekt spricht ja auch der Artikel an)

    Auch in unserem Experiment ging und geht es nämlich nicht hauptsächlich darum, möglichst viele Kunststoffartikel durch andere Materialien zu ersetzen, sondern in erster Linie um Reduktion von Unnötigem. “Mehrweglösungen” sind aus meiner Sicht absolut zu bevorzugen. Ich persönlich gebe beim Thema “Sackerln” hier eben den Stofftaschen absoluten Vorzug, da sie für mich die langlebigste Variante darstellen und bei Verschmutzung einfach mit der nächsten Wäsche mitgewaschen werden können. Neue Papiersackerln für Obst und Gemüse brauche ich nur sehr selten, weil ich normalerweise immer genügend eigene Stofftaschen oder gebrauchte Papiersackerln mithabe.

    Ich finde es – so wie Herr Pilz, der diese Studie gemacht hat – auch müßig NUR über Plastiksackerl zu diskutieren, weil das eher dazu angetan ist, das ganze Thema ins Lächerliche zu ziehen. Natürlich geht es absolut nicht NUR um Plastiksackerln, aber – und in diesem Punkt möchte ich Herrn Pilz widersprechen – als Symbol für Ressourcenverschleuderung eignen sie sich meiner Meinung nach schon sehr gut!!

    Co2-Emissionen, Klimawandel, Feinstaubwerte,….all das ist sehr abstrakt, nicht “angreifbar”, nicht wirklich sichtbar und daher oft weit weg vom tatsächlichen alltäglichen Erleben der Menschen. Plastiksackerln hat fast jeder von uns täglich in der Hand oder zumindest vor Augen (und wie auch diese Studie zeigt, wird ein Großteil davon eben NICHT wiederverwendet, sondern weggeschmissen).
    Ich glaube ein großer Teil der Menschen braucht so einfache Handlungsansätze, um dann in weiterer Folge auch über andere Umweltthemen nachzudenken und eine Verbindung zum eigenen (Konsum)verhalten herzustellen.
    Außerdem bin ich der Meinung, dass wir beim derzeitigen Zustand unserer Welt nicht auf ein einziges Promille an “Verschwendungseinsparung” verzichten sollten!

    Bezüglich eines Treffens:
    Ich bin leider normalerweise nie in Salzburg aber vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit oder Sie kommen mal zufällig nach Graz.
    Ich hätte da auch eine Idee bezüglich eines möglichen ORF-Beitrages, aber dazu melde ich mich, falls es konkret werden sollte.

    LG Sandra Krautwaschl

    [Reply]

  8. und wieder mal ein sehr guter link

    life cycle assesment von tragetaschen von der englischen environment ageny.’

    zwar viel zu lesen, aber sehr interessant udn fundiert, und umfassender als alles was ich bislang zu diesem thema gelesen habe

    http://www.environment-agency.gov.uk/static/documents/Research/Carrier_Bags_final_18-02-11.pdf

    dazu pressestimmen die sich auf die studie beziehen

    http://www.independent.co.uk/environment/green-living/plastic-fantastic-carrier-bags-not-ecovillains-after-all-2220129.html

    und

    http://www.retailgazette.co.uk/articles/14413-environment-agency-plastic-bags-threat-exaggerated

    [Reply]

  9. schönen guten tag Frau Krautwaschl

    als ich den Link gepostet habe, waren in Stmk ja scheinbarferien – haben sie die Studie mittlerweiel gelesen, und was ist Ihre meinung dazu?

    [Reply]

    Sandra Krautwaschl Reply:

    Lieber Herr Bratsch!

    Diese Studie (120 Seiten!) ist mir tatsächlich ein wenig zu lang, um sie ganz durchzulesen. Ich habe mir aber die Zusammenfassung der Ergebnisse und auch die Pressemeldungen dazu angeschaut und kann mich dem Resumme auf http://www.independent.co.uk nur anschließen:
    Baumwolltaschen, die über Monate und Jahre wiederverwendet werden, sind zum Einkaufen eben einfach die beste Lösung. Und man braucht auch gar keine neuen zu kaufen. Ich zum Beispiel habe gerdade einige wunderschöne Taschen, genäht aus alten Kleidunmgsstücken (die sonst wohl im Müll gelandet wären) geschenkt bekommen.
    Das relativiert die CO2-Bilanz wieder (abgesehen davon sollten wir natürlich auch mit Baumwollkleidung möglichst sparsam umgehen!).

    Wie Sie veilleicht aus der einen oder anderen meiner Geschichte schon entnommen haben, geht es mir prinzipiell auch nicht hauptsächlich darum, Plastik durch andere Stoff(z.B. auch Papier) zu ersetzen, sondern darum der Ressourcenverschwendung und Gesundheitsbeeinträchtigung, die durch unseren Umgang mit Plastik (aber auch mit anderen Stoffen) entsteht, etwas entgegen zu setzen.
    Und dieses ETWAS heißt in erster Linie: Reduktion von Überflüssigem!
    Für mich persönlich bedeutet das eben, dass ich zum Einkaufen soweitnur irgendwie möglich meine eigenen Behälter mitnehme.

    Wenn man ein Plastik-, Papier-, oder Biokunststoffsackerl wirklich unbedingt braucht, sollte man es natürlich ganz unabhängig vom Material so oft wie möglich wieder verwenden. Das geschieht aber meiner Meinung nach leider nur in ganz kleinen Kreisen der Bevölkerung (und zwar auch in Österreich!).

    LG Sandra Krautwaschl

    [Reply]

    christian bratsch Reply:

    …Wenn man ein Plastik-, Papier-, oder Biokunststoffsackerl wirklich unbedingt braucht, sollte man es natürlich ganz unabhängig vom Material so oft wie möglich wieder verwenden. Das geschieht aber meiner Meinung nach leider nur in ganz kleinen Kreisen der Bevölkerung (und zwar auch in Österreich!)…

    und da sind wir absolut einer meinung.

    und da es vermutlich (leider) auch ihnen nicht gelingen wird die mehrheit der kunden dazu zu bringen ein baumwollsackerl über monate oder jahre hinweg zu nutzen finde ich es durchaus angebracht, für die kurzzeituser das “plastiksackerl” als vertretbare , vielleich t sogar bessere alternative für die wegwerfer, bestehen zu lassen. das langziel sollte sein weniger wegzuwerfen, egal was

    [Reply]

    Sandra Krautwaschl Reply:

    Lieber Herr Bratsch!

    Ich bin ja eine unverbesserliche Optimistin (wie Sie sicher schon bemerkt haben) und glaube daher nach wie vor, dass es prinzipiell möglich ist, Menschen von nachhaltigen Lösungen zu überzeugen. Allerdings – und da haben Sie absolut Recht – braucht das natürlich viel mehr als so einen einzelnen, kleinen Versuch. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass jede(r) von uns etwas dazu beitragen kann und sollte!
    Jedenfalls freue ich mich über unserer kleine inhaltliche Annäherung.
    Das stärkt meine Überzeugung, dass Menschen,die bereit sind, sich mit einem Thema ernsthaft auseinander zu setzen, sehr oft zu ähnlichen Schlüssen kommen, auch wenn sie von ganz unterschiedlichen Standpunkten ausgehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Sandra Krautwaschl


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